Gehaltsdatenbank mit 1,5 Mio Einträgen

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Gehalt Rechtsanwaltsfachangestellte / r

Datenbasis: 1474  Datensätze aus 2013/2014
Region Min. Ø Max. Offene Jobs
Deutschland: 1,280 € 1,867 € 2,975 €
Baden-Württemberg 1,468 € 1,933 € 2,753 € Jobs Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte Gesellschaftsrecht
Bayern 1,408 € 2,114 € 3,271 € Jobs Systementwickler (m/w) mit Projektleitungsaufgaben im Bereich Seminar- und Wissensmanagementsysteme für den Rechtsanwaltsmarkt
Berlin 1,431 € 1,819 € 2,900 € Jobs Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen
Brandenburg 1,356 € 1,652 € 2,379 € Jobs eine Rechtsanwältin / einen Rechtsanwalt
Bremen 1,201 € 1,786 € 2,500 € Jobs Gesundheit Nord gGmbH - Rechtsanwältin / Rechtsanwalt für den Servicebereich Recht
Hamburg 1,473 € 2,154 € 3,476 € Jobs Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte für den Bereich Öffentliches Wirtschaftsrecht
Hessen 1,544 € 2,088 € 3,536 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellter / Rechtsanwaltsfachwirt (m/w)
Mecklenburg-Vorpommern 1,144 € 1,446 € 2,321 € Jobs Rechtsanwaltsfachwirt(in)/Rechtsanwaltsfachangestellte(n)
Niedersachsen 1,183 € 1,719 € 2,541 € Jobs Rechtsanwältin / Rechtsanwalt <br>für Gesellschafts-, Wirtschafts- und Kartellrecht
Nordrhein-Westfalen 1,277 € 1,807 € 2,937 € Jobs Rechtsanwaltsfachwirt(in)/Rechtsanwaltsfachangestellte(n)
Rheinland-Pfalz 1,071 € 1,715 € 2,349 € Jobs Rechtsanwältin/Rechtsanwalt
Saarland 1,144 € 1,490 € 3,001 € Jobs Rechtsanwaltsfachwirt(in)/Rechtsanwaltsfachangestellte(n)
Sachsen 1,150 € 1,414 € 1,891 € Jobs Rechtsanwältin/Rechtsanwalt für unseren Fachbereich Arbeitsrecht
Sachsen-Anhalt 953 € 1,371 € 3,047 € Jobs Volljurist/in gesucht
Schleswig-Holstein 1,203 € 1,715 € 2,554 € Jobs Rechtsanwaltsfachwirt(in)/Rechtsanwaltsfachangestellte(n)
Thüringen 1,096 € 1,317 € 1,723 € Jobs Rechtsanwalt / Rechtsanwältin
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Gehalt Rechtsanwaltsfachangestellte / r:

Gehalt

Ein Rechtsanwaltsfachangestellter verdient in Deutschland durchschnittlich 1.867 €, basierend auf 1474 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.280 € und können teilweise bis zu 2.975 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Rechtsanwaltsfachangestellter bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 1.715 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 1.933 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Rechtsanwaltsfachangestellter: Gehalt im Detail nach Alter:

  • 25 Jahre = 1.683 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.866 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.081 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.304 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.292 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.312 Euro brutto
  • Monatsgehalt nach Firmengröße:

    • bis 500 Mitarbeiter = 1.821 Euro brutto
    • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.762 Euro brutto
    • über 1000 Mitarbeiter = 4.930 Euro brutto

Ausbildung / Weiterbildung

Die Lehre als Rechtsanwaltsfachangestellter gilt laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) als anerkannter Ausbildungsberuf. In der Rubrik Rechtswesen umfasst der Unterricht nach bundesweiter Regelung drei Jahre. In der Berufsschule besteht die Möglichkeit, die Dauer der Lehre aufgrund von Vorkenntnissen zu verkürzen. Ausbildungsstellen finden Bewerber in Rechtsanwaltskanzleien sowie bei Wirtschaftsprüfern, Mahnabteilungen von Banken, Versicherungen und Versandhäusern.

Um eine Lehre zu beginnen, benötigen Interessenten keine beruflichen und schulischen Qualifikationen. Jedoch bevorzugen Arbeitgeber Bewerber mit einem mittleren Schulabschluss oder einem Abitur. Den eigentlichen Ausbildungsvertrag setzen die Interessenten mit einem Rechtsanwalt auf. Hier erfolgt das Eintragen in das Verzeichnis der Berufsausbildungs-Verhältnisse.

Zu der Lehre gehören die in einer Anwaltskanzlei anfallenden Aufgaben. Die Auszubildenden übernehmen das Führen der Akten, Telefonate sowie das Empfangen der Mandanten. Ebenso kümmern sie sich nach Diktat oder in eigenständiger Arbeitsweise um die Korrespondenz. Dazu zählen Klage-Erwiderungen, das Einreichen von Klagen und das Begründen der Ansprüche. Neben der Buchführung überwachen sie die Termine und das Kassenwesen. Zu den organisatorischen Tätigkeiten gehört das Vorbereiten von Zwangsvollstreckungen. Diese umschließen beispielsweise Pfändungsaufträge. Der theoretische Unterricht findet in der Berufsschule statt. Die Lerninhalte gliedern sich in verschiedene Fächer:

  • Wirtschaftskunde,
  • Rechtskunde und Sozialkunde,
  • Gebührenrecht,
  • Rechnungswesen,
  • Zivilprozessrecht,
  • Informationsverarbeitung
  • sowie Kostenrecht.

Um die Lehre erfolgreich zu absolvieren, verfügen Bewerber über besondere Fertigkeiten. Die deutsche Sprache beherrschen sie in Wort und Schrift. Ebenso besitzen sie eine logische Denkweise, Organisationstalent und Verantwortungsgefühl. Leistungsbereitschaft sowie eine flexible Arbeitsweise stellen unerlässliche Qualifikationen dar.

Studium

Um in diesem Beruf zu arbeiten, eignet sich ein Studium zum "Geprüften Rechtsfachwirt". Dieses erfolgt berufsbegleitend im dualen System oder als Fernstudium. Als Fernstudium beträgt die Dauer drei Semester. Zu den Studieninhalten gehören:

  • Büro-Organisation,
  • Verwaltung,
  • Personalwirtschaft,
  • Prozessrecht
  • und materielles Recht.

Des Weiteren nehmen die Fächer Mandanten-Betreuung, Kosten- und Gebührenrecht sowie Zwangsvollstreckungen einen wichtigen Part ein. Im Bereich der Büro-Organisation und der Verwaltung steht das eigenverantwortliche Handeln im Vordergrund. Studierende erlernen eine systematische und betriebswirtschaftliche Akten- und Büroführung.

Die Personalwirtschaft beschäftigt sich mit den Grundlagen der arbeitsrechtlichen Prozesse. Studenten bearbeiten und analysieren diese. Im Fach Gebührenrecht lernen die Teilnehmer, Gebühren zu bearbeiten, festzusetzen und zu erstatten. In der Kategorie der Zwangsvollstreckungen steht die Durchsetzung titulierter Forderungen im Fokus. Hier spielen Antragsstellung sowie die entsprechenden Rechtsverhältnisse eine wichtige Rolle.

Im Fernstudium bearbeiten Studierende schriftliche Unterlagen und besuchen Präsenz-Veranstaltungen. Um diese Ausbildung zu absolvieren, verfügen Interessierte bereits über einen Berufsabschluss als Rechtsanwaltsangestellter. Ebenso zeigt sich ein halbes Jahr Praxiserfahrung als erforderlich. Im Fernstudium spielen Einsendeaufgaben eine tragende Rolle. Diese Kurseinheiten bearbeiten die Studenten eigenständig, bevor sie ihre Kenntnisse in Klausuren anwenden. Am Ende des Fernstudiums erfolgt eine Rechtsfachwirtprüfung. Bestehen die Teilnehmer diese, erhalten Sie einen Abschluss als "Geprüfter Rechtsfachwirt".

Tätigkeit

Üblicherweise dauert die Ausbildung zum Rechtsanwaltsfachangestellten bzw. zur Rechtsanwaltsfachangestellten, im betrieblichen und schulischen System, 36 Monate. Abiturienten oder Absolventen der Höheren Handelschule haben die Möglichkeit die Ausbildungszeit auf 24 Monate zu verkürzen. Das Arbeitsgebiet der Rechtsanwaltsfachangestellten ist breit differenziert: sie kümmern sich um den kaufmännischen Bereich, Terminvereinbarungen, prüfen, notieren und verwalten Fristen, bereiten Anträge und Schriftstücke für Gerichte und/oder Gerichtsvollzieher vor, aktualisieren Akten und Register, erledigen den Postein- und Ausgang der Kanzlei. Rechtsanwaltsfachangestellte finden außer in Anwaltskanzleien Anstellungen in Inkassobüros, Mahnabteilungen oder Banken.

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