Gehaltsdatenbank mit 1,5 Mio Einträgen

Gehalt Rechtsanwaltsfachangestellte / r

Datenbasis: 1422  Datensätze aus 2013/2014
Region Min. Ø Max. Offene Jobs
Deutschland: 1,323 € 1,906 € 3,006 €
Baden-Württemberg 1,488 € 1,956 € 2,755 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte / Rechtsanwaltsfachangestellter
Bayern 1,436 € 2,138 € 3,265 € Jobs RECHTSANWALTSFACHANGESTELLTE(N)
Berlin 1,454 € 1,823 € 2,918 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte/n
Brandenburg 1,382 € 1,676 € 2,390 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte/n
Bremen 1,242 € 1,791 € 2,502 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte / Rechtsanwaltsfachangestellter
Hamburg 1,466 € 2,154 € 3,488 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte / Rechtsanwaltsfachangestellter
Hessen 1,567 € 2,119 € 3,651 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte (m/w)
Mecklenburg-Vorpommern 1,144 € 1,446 € 2,321 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte / Rechtsanwaltsfachangestellter
Niedersachsen 1,258 € 1,860 € 2,644 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte/r in der Wohnungswirtschaft (Teil- oder Vollzeit) - Hannover
Nordrhein-Westfalen 1,334 € 1,847 € 2,937 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte/-r
Rheinland-Pfalz 1,152 € 1,771 € 2,440 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte / Rechtsanwaltsfachangestellter
Saarland 1,144 € 1,490 € 3,001 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte / Rechtsanwaltsfachangestellter
Sachsen 1,148 € 1,405 € 1,892 € Jobs Forderungsmanager (w/m)
Sachsen-Anhalt 953 € 1,371 € 3,047 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte / Rechtsanwaltsfachangestellter
Schleswig-Holstein 1,261 € 1,715 € 2,441 € Jobs Rechtsanwaltsfachangestellte/n
Thüringen 1,086 € 1,311 € 1,731 € Jobs RECHTSANWALTSFACHANGESTELLTE (M/W)

Rechtsanwaltsfachangestellte / r:

Gehalt

Als Rechtsanwaltsfachangestellter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.906 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1422 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.323 € beginnen, Rechtsanwaltsfachangestellte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.006 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.715 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 1.956 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Rechtsanwaltsfachangestellter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.711 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.881 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.107 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.357 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.349 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.339 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.858 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.762 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.930 Euro brutto
Ausbildung / Weiterbildung

Die Lehre als Rechtsanwaltsfachangestellter gilt laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) als anerkannter Ausbildungsberuf. In der Rubrik Rechtswesen umfasst der Unterricht nach bundesweiter Regelung drei Jahre. In der Berufsschule besteht die Möglichkeit, die Dauer der Lehre aufgrund von Vorkenntnissen zu verkürzen. Ausbildungsstellen finden Bewerber in Rechtsanwaltskanzleien sowie bei Wirtschaftsprüfern, Mahnabteilungen von Banken, Versicherungen und Versandhäusern.

Um eine Lehre zu beginnen, benötigen Interessenten keine beruflichen und schulischen Qualifikationen. Jedoch bevorzugen Arbeitgeber Bewerber mit einem mittleren Schulabschluss oder einem Abitur. Den eigentlichen Ausbildungsvertrag setzen die Interessenten mit einem Rechtsanwalt auf. Hier erfolgt das Eintragen in das Verzeichnis der Berufsausbildungs-Verhältnisse.

Zu der Lehre gehören die in einer Anwaltskanzlei anfallenden Aufgaben. Die Auszubildenden übernehmen das Führen der Akten, Telefonate sowie das Empfangen der Mandanten. Ebenso kümmern sie sich nach Diktat oder in eigenständiger Arbeitsweise um die Korrespondenz. Dazu zählen Klage-Erwiderungen, das Einreichen von Klagen und das Begründen der Ansprüche. Neben der Buchführung überwachen sie die Termine und das Kassenwesen. Zu den organisatorischen Tätigkeiten gehört das Vorbereiten von Zwangsvollstreckungen. Diese umschließen beispielsweise Pfändungsaufträge. Der theoretische Unterricht findet in der Berufsschule statt. Die Lerninhalte gliedern sich in verschiedene Fächer:

  • Wirtschaftskunde,
  • Rechtskunde und Sozialkunde,
  • Gebührenrecht,
  • Rechnungswesen,
  • Zivilprozessrecht,
  • Informationsverarbeitung
  • sowie Kostenrecht.

Um die Lehre erfolgreich zu absolvieren, verfügen Bewerber über besondere Fertigkeiten. Die deutsche Sprache beherrschen sie in Wort und Schrift. Ebenso besitzen sie eine logische Denkweise, Organisationstalent und Verantwortungsgefühl. Leistungsbereitschaft sowie eine flexible Arbeitsweise stellen unerlässliche Qualifikationen dar.

Studium

Um in diesem Beruf zu arbeiten, eignet sich ein Studium zum "Geprüften Rechtsfachwirt". Dieses erfolgt berufsbegleitend im dualen System oder als Fernstudium. Als Fernstudium beträgt die Dauer drei Semester. Zu den Studieninhalten gehören:

  • Büro-Organisation,
  • Verwaltung,
  • Personalwirtschaft,
  • Prozessrecht
  • und materielles Recht.

Des Weiteren nehmen die Fächer Mandanten-Betreuung, Kosten- und Gebührenrecht sowie Zwangsvollstreckungen einen wichtigen Part ein. Im Bereich der Büro-Organisation und der Verwaltung steht das eigenverantwortliche Handeln im Vordergrund. Studierende erlernen eine systematische und betriebswirtschaftliche Akten- und Büroführung.

Die Personalwirtschaft beschäftigt sich mit den Grundlagen der arbeitsrechtlichen Prozesse. Studenten bearbeiten und analysieren diese. Im Fach Gebührenrecht lernen die Teilnehmer, Gebühren zu bearbeiten, festzusetzen und zu erstatten. In der Kategorie der Zwangsvollstreckungen steht die Durchsetzung titulierter Forderungen im Fokus. Hier spielen Antragsstellung sowie die entsprechenden Rechtsverhältnisse eine wichtige Rolle.

Im Fernstudium bearbeiten Studierende schriftliche Unterlagen und besuchen Präsenz-Veranstaltungen. Um diese Ausbildung zu absolvieren, verfügen Interessierte bereits über einen Berufsabschluss als Rechtsanwaltsangestellter. Ebenso zeigt sich ein halbes Jahr Praxiserfahrung als erforderlich. Im Fernstudium spielen Einsendeaufgaben eine tragende Rolle. Diese Kurseinheiten bearbeiten die Studenten eigenständig, bevor sie ihre Kenntnisse in Klausuren anwenden. Am Ende des Fernstudiums erfolgt eine Rechtsfachwirtprüfung. Bestehen die Teilnehmer diese, erhalten Sie einen Abschluss als "Geprüfter Rechtsfachwirt".

Tätigkeit

Üblicherweise dauert die Ausbildung zum Rechtsanwaltsfachangestellten bzw. zur Rechtsanwaltsfachangestellten, im betrieblichen und schulischen System, 36 Monate. Abiturienten oder Absolventen der Höheren Handelschule haben die Möglichkeit die Ausbildungszeit auf 24 Monate zu verkürzen. Das Arbeitsgebiet der Rechtsanwaltsfachangestellten ist breit differenziert: sie kümmern sich um den kaufmännischen Bereich, Terminvereinbarungen, prüfen, notieren und verwalten Fristen, bereiten Anträge und Schriftstücke für Gerichte und/oder Gerichtsvollzieher vor, aktualisieren Akten und Register, erledigen den Postein- und Ausgang der Kanzlei. Rechtsanwaltsfachangestellte finden außer in Anwaltskanzleien Anstellungen in Inkassobüros, Mahnabteilungen oder Banken.

Skip to main content