Schweißer Gehalt bundesweit

1,636 - 3,617

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Schweißer / in

Datenbasis: 706 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,636 € 2,385 € 3,617 €
Baden-Württemberg 1,762 € 2,598 € 3,651 € Jobs Schweißer / in
Bayern 1,700 € 2,545 € 3,762 € Jobs Schweißer / in
Berlin 1,810 € 1,906 € 2,388 € Jobs Schweißer / in
Brandenburg 1,213 € 1,919 € 3,034 € Jobs Schweißer / in
Bremen 2,707 € 2,998 € 3,458 € Jobs Schweißer / in
Hamburg 1,362 € 2,030 € 2,547 € Jobs Schweißer / in
Hessen 1,723 € 2,783 € 5,035 € Jobs Schweißer / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,236 € 1,827 € 2,711 € Jobs Schweißer / in
Niedersachsen 1,644 € 2,273 € 3,238 € Jobs Schweißer / in
Nordrhein-Westfalen 1,770 € 2,484 € 3,875 € Jobs Schweißer / in
Rheinland-Pfalz 1,532 € 2,182 € 4,537 € Jobs Schweißer / in
Saarland 1,485 € 2,165 € 3,283 € Jobs Schweißer / in
Sachsen 1,367 € 1,725 € 2,760 € Jobs Schweißer / in
Sachsen-Anhalt 1,595 € 2,049 € 2,800 € Jobs Schweißer / in
Schleswig-Holstein 2,005 € 2,342 € 2,579 € Jobs Schweißer / in
Thüringen 1,414 € 1,715 € 2,653 € Jobs Schweißer / in

Schweißer / in:

1. Gehalt

Als Schweißer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.385 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 706 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.636 € beginnen, Schweißer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.617 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.342 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.598 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Schweißer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.176 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.271 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.436 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.514 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.650 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.541 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.271 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.639 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.185 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Schweißer benötigen eine praktische Ausbildung im Bereich der Schweißtechnik, ehe sie ihren Beruf ausüben. Seit dem Jahr 2004 existiert eine Änderung der Ausbildungsordnung. Sie verfolgt das Ziel, für mehr Flexibilität in den Metallberufen zu sorgen. Deswegen entscheidet die praktische Ausbildung im gewählten Betrieb darüber, wie intensiv sich die Auszubildenden mit der Schweißtechnik beschäftigen.

Darüber hinaus gibt es die Aus- oder Weiterbildung zum geprüften Schweißer. Im Idealfall besitzen die Bewerber auf die Fortbildung bereits eine anderweitige, abgeschlossene Berufsausbildung. Zusätzlich benötigen Interessierte mindestens den Abschluss einer Hauptschule. Die Inhalte der Weiterbildung zum geprüften Schweißer regeln die Richtlinien vom Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren (kurz DVS).

Es handelt sich um einen international anerkannten Titel. Als Anbieter der Weiterbildung kommen insbesondere schweißtechnische Versuchs- und Lehr-Einrichtungen infrage. Sie führen Lehrgänge durch, die sich auf eines der nachfolgend genannten Schweißverfahren konzentrieren:

  • Metallschutz-Gasschweißen
  • Wolfram-Inertgas-Schweißen
  • Lichtbogenhand-Schweißen

Außerdem besteht die Option, in der Weiterbildung den Umgang mit mehreren der genannten Schweißverfahren zu erlernen.

Die konkrete Dauer der Weiterbildung hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst spielen die zeitliche Planung des Veranstalters und dessen Entscheidung zwischen Teil- und Vollzeit eine entscheidende Rolle. Außerdem entscheiden die vorhandenen fachlichen Vorkenntnisse der Bewerber über die Länge.

Ein geprüfter Schweißer besitzt nach drei Jahren mit Berufspraxis die Chance, sich zum Schweißwerk-Meister weiterzubilden. Der Titel berechtigt zu Aufsichts-Funktionen bei Schweiß-Arbeiten. Die Fortbildung besteht aus insgesamt vier Teilen, von denen jeder ungefähr eine Woche in Anspruch nimmt. Am Ende der Weiterbildung steht eine Prüfung an. Nach der bestandenen Prüfung existiert mit dem Schweiß-Fachmann eine zusätzliche Stufe der Aufstiegs-Fortbildung.

Schweiß-Fachmänner erhalten in kleineren und mittelständischen Unternehmen die volle Verantwortung für die Schweißaufsicht. In größeren Unternehmen fungieren die Fachmänner als Schnittstelle zwischen den Ingenieuren und der Realisation der Schweiß-Arbeiten. Der Lehrgang zum Schweiß-Fachmann endet mit einer mündlichen und schriftlichen Prüfung, die vor einer Kommission des DVS stattfindet. Erfolgreiche Prüflinge erhalten neben dem deutschen Titel des geprüften DVS-Schweiß-Fachmanns ein englisches Diplom, das sie als "International Welding Specialist" auszeichnet.

3. Studium

Der Zugang zum Beruf des Schweißers erfolgt über den vorgestellten Weg der DVS-Fortbildung. Anschließend verbessern diverse Aufstiegs-Fortbildungen die beruflichen Perspektiven. Alternativ zur Weiterbildung bietet sich ein Studium an einer Hochschule an. Interessierte Personen benötigen hierfür eine entsprechende Hochschulzugangs-Berechtigung.

Es empfiehlt sich, einen Studiengang mit inhaltlichem Bezug zum Schweißer-Beruf zu wählen. Deswegen bietet sich das Fachgebiet der Werkstoff-Technik an. Entsprechende Studiengänge weisen Überschneidungen zu den Fächern Maschinenbau und Bauwesen auf. Die Studierenden lernen den praktischen Einsatz unterschiedlicher Werkstoffe und Materialien kennen. Hierbei legen die jeweiligen Hochschulen unterschiedliche Schwerpunkte.

Ein Studienverlaufsplan aus der Werkstoff-Technik umfasst in der Regel Veranstaltungen zu diesen Themen:

  • Metallurgie
  • Metallische Werkstoffe
  • Kunststoff-Technik
  • Polymere
  • nicht-metallische und anorganische Werkstoffe

Außerdem hören die Studierenden Vorlesungen zu Fächern, die als Bestandteil sämtlicher ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge gelten. Hierzu zählen insbesondere die Mathematik, die Experimental-Physik, die Chemie und die technische Mechanik.

4. Tätigkeit

Der Schweißer oder die Schweißerin mit dem Qualitätssiegel "Geprüft" findet ein Arbeitsumfeld in Unternehmen des Rohrleitungs-, Maschinen- und Anlagenbaus, ferner auf Werften oder in der Fahrzeugindustrie. Angehörige dieser Berufsgruppe besitzen für ihren Bereich Schweißerpässe nach europäischer Norm. Sie verbinden Metallteile wie Rohre, Bleche oder Stahlplatten mit Hilfe moderner Schweißtechnik, dabei arbeiten sie nach Bauzeichnungen oder Skizzen. Für Versicherungen arbeiten geprüfte Schweißer als Gutachter. Meist sind sie in Werkhallen oder auf Baustellen tätig. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.