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Gehalt Vermögensberatung

Datenbasis: 31 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2,600 € 4,426 € 6,018 €
Baden-Württemberg 3,260 € 4,623 € 5,628 € Jobs Vermögensberatung
Bayern 2,972 € 3,341 € 5,905 € Jobs Vermögensberatung
Berlin 1,168 € 1,989 € 2,704 € Jobs Vermögensberatung
Brandenburg 1,997 € 3,399 € 4,622 € Jobs Vermögensberatung
Bremen 3,125 € 5,320 € 7,234 € Jobs Vermögensberatung
Hamburg 6,133 € 10,441 € 14,197 € Jobs Vermögensberatung
Hessen 4,107 € 4,997 € 10,872 € Jobs Vermögensberatung
Mecklenburg-Vorpommern 2,600 € 4,426 € 6,018 € Jobs Vermögensberatung
Niedersachsen 2,040 € 3,473 € 4,722 € Jobs Vermögensberatung
Nordrhein-Westfalen 3,350 € 4,622 € 5,416 € Jobs Vermögensberatung
Rheinland-Pfalz 2,556 € 4,351 € 5,916 € Jobs Vermögensberatung
Saarland 2,554 € 4,348 € 5,912 € Jobs Vermögensberatung
Sachsen 2,396 € 4,079 € 5,546 € Jobs Vermögensberatung
Sachsen-Anhalt 2,047 € 3,484 € 4,737 € Jobs Vermögensberatung
Schleswig-Holstein 2,426 € 4,130 € 5,616 € Jobs Vermögensberatung
Thüringen 2,063 € 3,512 € 4,775 € Jobs Vermögensberatung

Vermögensberatung:

1. Gehalt

Ein Vermögensberater verdient in Deutschland durchschnittlich 4.426 €, basierend auf 31 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 2.600 € und können teilweise bis zu 6.018 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Vermögensberater bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 4.130 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 4.623 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Vermögensberater Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 3.690 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.915 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.450 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.864 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.514 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.449 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.086 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.079 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.829 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Lehre zum Kaufmann – Versicherung und Finanzen, Fachrichtung Finanzberatung ist eine vertrauens-erweckende Basis für die weiterführenden Studien zum Vermögensberater. Gewisse Betriebe bieten beide Abschlüsse parallel an. Die überwiegende Anzahl der Auszubildenden weist die Hochschulreife vor, wobei rechtlich keine Vorbildung vorgeschrieben ist. Zukünftige Kaufleute schreiben gerne, sind in Deutsch sattelfest und verfügen über gute mathematische Grundkenntnisse. Sie interessieren sich für wirtschaftliche Zusammenhänge, Verträge und Finanzen. Der Besuch des Schulfaches Wirtschaft ist ein Vorteil für den zukünftigen Lehrling.

Der Auszubildende nimmt an ein oder zwei Tagen in der Woche am Berufsschul-Unterricht teil. Folgende Themen sind im Stundenplan enthalten:

  • Versicherungs-Verträge anbahnen,
  • Kunden beim Abschluss einer Versicherung beraten,
  • eine Versicherungs-Agentur gründen,
  • Kapitalbedarf in diversen Situationen ermitteln
  • Versicherungs-Verträge bearbeiten.

Schadensersatz-Forderungen, Immobilien-Finanzierung und Kraftfahrzeug-Versicherungen sind ebenfalls Teil des Stoffes.

Im Unternehmen setzt der zukünftige Kaufmann sein neu erworbenes Wissen in die Praxis um. Verkauf, Kundenberatung sowie die kaufmännische Steuerung und Kontrolle übt er täglich. In den ersten zwei Jahren sind die Arbeiten und Fächer allgemeiner Natur. Im fünften Semester beginnt die Spezialisierung im Fachgebiet. Innerhalb des Fachbereiches Finanzberatung wählt der Auszubildende zwischen verschiedenen Qualifikationen. Neben Finanzierungs-Beratung von gewerblichen Kunden, private Immobilien-Finanzierung und Versicherungen oder Optimierung von Finanz-Produktbeständen der Kunden existieren weitere Optionen.

Der Lehrling legt nach zwei Jahren eine Zwischenprüfung ab. Das Abschluss-Examen besteht aus zwei Teilen. Die zentralen Themen der schriftlichen Prüfung sind Versicherungs-Wirtschaft, Anlage in Finanzprodukte, Wirtschafts- und Sozialkunde. Als mündliche Note bewertet die Prüfungs-Kommission ein Kundenberatungs-Gespräch und ein fallbezogenes Fachgespräch.

Schon während der Ausbildung absolviert der Kaufmann Zusatz-Qualifikationen wie Fremdsprachen-Kenntnisse für Kaufleute oder einen Abschluss als Finanz-Assistent. Weiterbildung steigert die Karriere-Chancen. Die Prüfung als Fachwirt für Versicherung und Finanzen ebnet den Weg zu einer Führungs-Position.

3. Studium

Das duale Studium zum Vermögensberater bietet viele Vorteile. Folgende Abschlüsse erreicht der Absolvent in drei Jahren:

  • Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft, Schwerpunkt Finanzvertrieb,
  • zertifizierter Vermögensberater,
  • Kaufmann für Versicherung und Finanzen,
  • Geprüfter Finanzanlagen-Fachmann.

Die Fachhochschule der Wirtschaft bietet jungen Menschen die Gelegenheit, das kopflastige Studieren komplexer Fächer mit dem Praxis-Alltag zu vereinen: Dies fördert ihre Kompetenzen und motiviert sie, Höchstleistungen zu erbringen.

Eine gute Fachhochschul-Reife oder die allgemeine Hochschulreife sind Pflicht. Die Schule erwartet von den Bewerbern eine ausgeprägte Persönlichkeit sowie großes Engagement. Der zukünftige Student zeigt sich interessiert an finanziellen Themen wie Geldanlage, Absicherung und Vorsorge. Ehrgeiz erweist sich neben Leistungsbereitschaft unabdingbar für den positiven Verlauf des Studiums. Die Freude am Umgang mit Menschen ist die Grund-Voraussetzung für eine erfolgreiche Laufbahn.

Das Studium gewährt Vorteile. Es erfolgt in kleinen Gruppen, was den engen Kontakt zwischen Studierenden und Professoren erlaubt. Die Fachhochschule bietet professionelle Prüfungs-Vorbereitungskurse und eine attraktive Infrastruktur an. Neben diesen Annehmlichkeiten erhält der Student vom Betrieb eine monatliche Ausbildungs-Vergütung. E-Learning-Phasen während der Praxisphasen komplettieren den Studiengang.

4. Tätigkeit

Der Vermögensberater/ die Vermögensberaterin kann sowohl als Selbstständige wie auch im Angestelltenverhältnis arbeiten. Eine Anstellung finden sie beispielsweise bei Banken/ Wirtschaftsunternehmen/ Versicherungsgesellschaften oder Immobilienunternehmen. Je nach Arbeitgeber werden Vermögensberater und Vermögensberaterin noch intern geschult. Dabei müssen die Produkte und Strukturen des Unternehmens kennengelernt werden. Das Gehalt ist abhängig vom jeweiligen Unternehmen und der Berufserfahrung. Ein selbstständiger Vermögensberater/ die selbstständige Vermögensberaterin hat kein festes Einkommen. Je nach Position kann der Verdienst über einen Bausparer oder über eine Lebensversicherung abgesichert werden. Auch staatliche Förderungen sind möglich, zudem fallen bei Vertragsabschlüssen Provisionen an. Ein guter Vermögensberater/ eine gute Vermögensberaterin kann einen überdurchschnittliches Einkommen erreichen. Dafür ist der Beruf auch sehr zeitintensiv. Eine 70 Stundenwoche ist keine Seltenheit. Zudem sind neben der Bürotätigkeit auch Kundenbesuche und vor allem Neukundengewinnung nötig. Die Arbeit erfordert große Geduld, Ausdauer und Zeit. Die Hauptaufgabe des Vermögensberaters/ der Vermögensberaterin ist das Verwalten von Kundenvermögen sowohl im privaten wie auch im geschäftlichen Bereich. Er übernimmt dabei für den Kunden die Aufgabe das jeweils passende Anlageprodukt zu finden und das Vermögen des Kunden zu vermehren. Dazu ist gutes organisatorisches Geschick nötig. Die Berufsaussichten sind für gute Vermögensberater sehr gut. Immer mehr Bürger wollen sowohl ihr privates, als auch ihr geschäftliches Vermögen in den besten Händen wissen, weshalb gut qualifizierte Vermögensberater sehr gefragt sind.

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