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Gehalt Zahntechniker / in

Datenbasis: 1,143 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,368 € 2,097 € 3,075 €
Baden-Württemberg 1,605 € 2,231 € 3,222 € Jobs Zahntechniker / in
Bayern 1,275 € 2,163 € 2,962 € Jobs Zahntechniker / in
Berlin 1,350 € 1,956 € 2,859 € Jobs Zahntechniker / in
Brandenburg 1,448 € 1,723 € 2,685 € Jobs Zahntechniker / in
Bremen 1,611 € 1,927 € 2,406 € Jobs Zahntechniker / in
Hamburg 1,455 € 2,287 € 3,109 € Jobs Zahntechniker / in
Hessen 1,420 € 2,149 € 3,073 € Jobs Zahntechniker / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,107 € 1,723 € 2,415 € Jobs Zahntechniker / in
Niedersachsen 1,326 € 1,962 € 2,962 € Jobs Zahntechniker / in
Nordrhein-Westfalen 1,340 € 2,010 € 3,163 € Jobs Zahntechniker / in
Rheinland-Pfalz 1,390 € 2,141 € 3,069 € Jobs Zahntechniker / in
Saarland 1,811 € 2,033 € 2,448 € Jobs Zahntechniker / in
Sachsen 1,010 € 1,430 € 2,147 € Jobs Zahntechniker / in
Sachsen-Anhalt 1,239 € 1,528 € 2,474 € Jobs Zahntechniker / in
Schleswig-Holstein 1,339 € 1,952 € 3,785 € Jobs Zahntechniker / in
Thüringen 909 € 1,606 € 2,344 € Jobs Zahntechniker / in

Zahntechniker / in:

1. Gehalt

Als Zahntechniker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.097 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1143 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.368 € beginnen, Zahntechniker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.075 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.952 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.231 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Zahntechniker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.634 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.906 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.097 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.263 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.393 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.460 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.097 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.704 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.102 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des Zahntechnikers gehört zu den von der Handwerksordnung geregelten Ausbildungs-Berufen. Die zugehörige Lehre dauert unter normalen Umständen drei Jahre und sechs Monate. Interessierte Personen benötigen eine gute Koordination von den Augen und Händen, um Prothesen zu erstellen. Außerdem setzt der Beruf Sorgfalt, eine genaue Beobachtungs-Gabe und räumliches Vorstellungs-Vermögen voraus. Zu den wichtigen Fächern aus der Schule gehören die Physik und die Mathematik.

Im Rahmen ihrer Ausbildung befassen sich die angehenden Zahntechniker mit den für ihren Beruf wichtigen Themengebieten. Sie lernen die unterschiedlichen Möglichkeiten eines Zahnersatzes und die kieferorthopädischen Geräte kennen. Der Lehrplan umfasst die folgenden Inhalte:

  • Herstellen eines Gebiss-Modells,
  • Herstellen und Reparieren von festsitzendem Zahn-Ersatz,
  • Auswahl und Pflege der richtigen Werkzeuge,
  • Herstellen und Reparieren von Prothesen,
  • Herstellen und Reparieren von Geräten aus der Kiefer-Orthopädie,
  • Programmierung und Bedienung der zugehörigen Maschinen.

Nach der Hälfte der Ausbildung steht eine Zwischenprüfung an. Sie dient dazu, den aktuellen Wissensstand der Auszubildenden zu ermitteln. Die Lehre zum Zahntechniker endet mit einer Gesellenprüfung. Letztere setzt sich aus einem schriftlichen und einer praktischen Aufgabe zusammen. Der praktische Abschnitt der Prüfung nimmt eine Woche in Anspruch und findet in den Laboren der entsprechenden Berufsschule statt. Personen, welche die Prüfung mit Erfolg bestehen, stellen anschließend die unterschiedlichsten Prothesen aus dem Bereich des Zahn-Ersatzes her.

Bei Aufstiegs-Ambitionen besteht die Option, an einer aufbauenden Weiterbildung teilzunehmen. Diesbezüglich stehen unterschiedliche Alternativen offen, die von den jeweiligen Interessen und Präferenzen abhängen. Beabsichtigt ein Zahntechniker, künftig selbst Personen auszubilden, eignet sich die Meisterprüfung. Es empfiehlt sich, zuvor vorbereitende Lehrgänge zu besuchen. Mit den entsprechenden Kursen dauert die Weiterbildung ein bis zwei Jahre. Die konkrete Länge hängt davon ab, ob die Teilnehmer die Fortbildungs-Kurse in Teil- oder Vollzeit besuchen. Der Meisterbrief berechtigt neben der Ausbildung zur Selbstständigkeit.

Weitere Alternativen stellen die Weiterbildungen zum technischen Fachwirt und die zum Betriebswirt dar. Letztgenannte vermittelt fundierte wirtschaftliche Kompetenzen und bereitet den Zahntechniker auf leitende Positionen in Unternehmen vor. Die Fortbildung zum technischen Fachwirt richtet ihren Fokus auf die Technik; kaufmännische Themen spielen eine weniger wichtige Rolle.

3. Studium

Neben den beschriebenen Wegen der Weiterbildung besitzen Zahntechniker mit Hochschul-Zugangsberechtigung die Chance auf ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule. Es handelt sich um eine weitere Möglichkeit, um beruflich aufzusteigen und die Gehalts-Perspektiven zu verbessern. Als klassische Studienrichtung für ausgebildete Zahntechniker bietet sich das Studium der Zahnmedizin an. Die Hochschul-Ausbildung für angehende Zahnärzte endet mit dem Staatsexamen.

Im Vergleich zum Zahnmedizin-Studium nehmen Bachelor-Studiengänge weniger Zeit in Anspruch. Sie empfehlen sich deswegen eher für Personen, die bereits eine Berufsausbildung besitzen. Zur Liste der potenziellen Bachelor-Studiengänge zählt beispielsweise die Dental-Technologie. Das unter anderem von der Hochschule in Osnabrück angebotene Studium vermittelt fundiertes Fachwissen aus der Dentalbranche und verbindet zahnmedizinische Aspekte mit Bestandteilen eines Ingenieur-Studiengangs.

Der Lehrplan sieht vor:

  • moderne Fertigungs-Verfahren in der Dentalbranche,
  • Konstruktion von Zahn-Ersatz,
  • Konstruktion von Werkzeugen und Anlagen für den Einsatz in der Zahntechnik,
  • anwendungsgerechte Auswahl der Werkstoffe.

Zusätzlich hören die Studierenden Vorlesungen zu den naturwissenschaftlich-mathematischen Grundlagen. Hierzu zählen die Physik, die Chemie und die Mathematik. Ferner stehen ingenieur-wissenschaftliche Fächer wie Statik, Festigkeitslehre, Elektrotechnik und Messtechnik an.

4. Tätigkeit

Der Zahntechniker und die Zahntechnikerin (Kieferorthopädie) finden ein Arbeitsumfeld bei zahntechnischen Laboren oder bei Zahnarztpraxen mit entsprechenden Abteilungen. Ihre Aufgaben umfassen alle berufstypischen Tätigkeiten aus den Bereichen Herstellung von kieferorthopädischen Geräten und Vorrichtungen, Fertigung von Kiefermodellen und Ausarbeitung von Hilfsmitteln, die eine bestimmte Fehlfunktion beheben sollen. Sie erhalten ihre Aufträge von Zahnärzten und Zahnärztinnen, die gleichermaßen ihre Arbeit bei den Patienten anpassen und somit auf Funktion kontrollieren. Weitergehend befassen sie sich auch mit der Reparatur von kieferorthopädischen Geräten und bearbeiten Reklamationen. Das Gehalt oder der Verdienst kann durch das Arbeitsumfeld bestimmt sein. Das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens oder einer Einrichtung ab. Der Stundenlohn richtet sich nicht zuletzt nach Art, Umfang und Qualität der Behandlung.

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