Ein Praktikum im Ausland wirkt im Lebenslauf immer sehr positiv auf potentielle Arbeitgeber, da die Fähigkeit sich international zu behaupten in der zunehmend global geprägten Wirtschaft immer wichtiger wird. Noch besser ist es da natürlich, wenn man seine Ausbildung im Ausland absolviert - oder zumindest einen Teil davon. Die meisten großen Firmen und Konzerne haben mittlerweile Trainee-Programme, die von Haus aus darauf ausgelegt sind. Auch einige Ausbildungsberufe, z. B. Fremdsprachenkorrespondent/in oder Managementassistent/in, werden von den Firmen so strukturiert, dass ein Auslandsaufenthalt verpflichtend ist. Da so ein Auslandseinsatz für die Firma nicht gerade billig ist, erkennt man daran den hohen Stellenwert einer international ausgerichteten Ausbildung für die Arbeitgeber.
Bevor Sie sich zu einer Ausbildung im Ausland entschließen, sollten Sie sich ausführlich über das Land, in dem Sie diese absolvieren möchten, die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, benötigte Genehmigungen und den Ablauf der Ausbildung informieren - damit die Ausbildung nicht ungewollt zum Abenteuer wird! Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Sprachkenntnisse. Um eine Ausbildung im Ausland erfolgreich zu bewältigen, reichen Sprachkenntnisse auf Schulniveau oft nicht aus. Nicht nur ist der Sprachunterricht in der Schule manchmal weit von der gesprochenen Sprache vor Ort entfernt, erschwerend kommt hinzu, dass das Geschäftsleben und auch jeder Berufszweig fast schon "seine eigene Sprache" hat. Darauf sollte man sich zum Beispiel mit einem Sprachkurs vor Ort vorbereiten oder diesen begleitend zur Ausbildung belegen.
Damit Sie sich nicht umsonst die Mühe gemacht haben, Ihre Ausbildung international auszurichten, sollten Sie vorab prüfen, ob der Abschluss in Deutschland anerkannt wird. Dazu kann Ihnen zum Beispiel die örtliche IHK, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und bei einem Auslandsstudium auch das Studentenwerk Auskunft geben. Bei diesen Stellen können Sie sich auch zu Förderungen und Zuschüsse für eine Ausbildung im Ausland erkundigen. Wollen Sie nur einen Teil Ihrer Ausbildungszeit im Ausland verbringen, stimmen Sie das mit Ihrem Ausbildungsbetrieb ab. Die Dauer darf jedoch ein Viertel der Ausbildung nicht überschreiten.