Um Ihren Bedarf an Versicherungen festzustellen, sollten Sie einen Check für diese Bereiche durchführen:
gesetzliche Versicherungen (z. B. Krankenversicherung, Rentenversicherung)
private Versicherungen zur Vermögenssicherung (z. B. private Rentenversicherung, Kapital-Lebensversicherung)
private Versicherungen zur Absicherung in Notfällen (z. B. Kfz-Haftpflichtversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung)
beruflich bedingte Versicherungen (z. B. Berufshaftpflichtversicherung, Berufsrechtsschutzversicherung)
Als Arbeitnehmer ist Ihre Grundversorgung in der Regel über die gesetzlichen Pflichtversicherungen abgedeckt. Dazu zählen die Krankenversicherung, die Rentenversicherung, die Arbeitslosenversicherung, die Pflegeversicherung und die Unfallversicherung der Berufsgenossenschaften, die Ihr Arbeitgeber abschließen muss. Letztere zahlt bei Arbeits- und Wegeunfällen und daraus resultierender Berufsunfähigkeit. Sowohl für die Kranken- und Pflegeversicherung als auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung gibt es eine sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Liegt Ihr monatliches Einkommen darüber, sind Sie nicht mehr in der gesetzlichen Versicherung erfasst, sondern müssen sich privat absichern.
Private Zusatzversicherungen zur Absicherung des Einkommens bzw. Vermögens im Alter sind weit verbreitet, aber nicht jede Form der Versicherung ist im Einzelfall sinnvoll. So kann z. B. eine Risiko-Lebensversicherung für einen 40-Jährigen Familienvater, der vor allem die Absicherung seiner Angehörigen im Todesfall im Auge hat, genau richtig sein, aber für einen Alleinstehenden Mitte 20 eine unnötige Kapitalbindung mit schlechter Rendite sein. Ausschlaggebend sind bei diesen Versicherungen immer die persönliche Situation und die langfristigen Ziele.
Wenn es um die Absicherung in Notfällen geht, gilt es abzuwägen, welche Notsituationen Sie abdecken wollen und in welchem Umfang. Das gilt sowohl für Hausratversicherungen, Privathaftpflicht und Rechtsschutz als auch für private Unfallversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Die Kfz-Haftpfllicht ist zwar Pflicht für alle Fahrzeughalter, aber auch hier gibt es viele unterschiedliche Tarife. Sie sollten sich daher genau informieren, welche Konditionen die einzelnen Versicherungen bieten.
Als Arbeitnehmer benötigen Sie in der Regel nicht so viele Versicherungen wie ein Selbständiger, da bestimmte Bereiche vom Arbeitgeber abgedeckt werden (z. B. Unfallversicherung). In Einzelfällen kann es jedoch ratsam sein eine Berufshaftpflicht- oder Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Viele Versicherungen bieten diese in Kombination mit der privaten Absicherung zu günstigen Konditionen an.