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Gehalt Biologisch-technische Assistenz BTA

Datenbasis: 160 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,686 € 2,321 € 3,113 €
Baden-Württemberg 1,734 € 2,393 € 3,220 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Bayern 1,973 € 2,695 € 3,458 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Berlin 1,941 € 2,354 € 3,195 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Brandenburg 1,743 € 1,861 € 2,262 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Bremen 1,252 € 1,723 € 2,311 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Hamburg 1,963 € 2,253 € 2,852 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Hessen 1,573 € 2,153 € 2,465 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Mecklenburg-Vorpommern 1,232 € 1,696 € 2,275 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Niedersachsen 1,675 € 2,097 € 3,316 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Nordrhein-Westfalen 1,629 € 2,328 € 3,259 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Rheinland-Pfalz 1,785 € 2,136 € 2,599 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Saarland 1,215 € 1,672 € 2,243 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Sachsen 1,494 € 2,056 € 2,758 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Sachsen-Anhalt 1,733 € 2,386 € 3,200 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Schleswig-Holstein 1,573 € 2,166 € 2,905 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA
Thüringen 1,160 € 1,597 € 2,142 € Jobs Biologisch-technische Assistenz BTA

Biologisch-technische Assistenz:

1. Gehalt

Ein Biologisch-technische Assistent verdient in Deutschland durchschnittlich 2.321 €, basierend auf 160 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.686 € und können teilweise bis zu 3.113 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Biologisch-technische Assistent bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.166 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.393 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Biologisch-technische Assistent Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.109 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.393 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.618 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.610 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.652 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.610 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.272 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.292 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.557 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Biologisch-technische Assistenten durchlaufen eine 2-jährige Ausbildung und arbeiten in einem Labor. Sie bereiten Tierversuche, Pflanzenversuche Zellkulturversuche und Versuche mit Mikroorganismen vor. Außerdem führen Sie die Versuche durch. Als Zugangsvoraussetzungen gilt ein mittlerer Bildungsabschluss als obligat. Die Ausbildungsinhalte erstrecken sich auf diese Lernfelder:

  • Untersuchungsverfahren in biologischen, biochemischen, chemischen und chemisch-physikalischen Umfeld,
  • Techniken der biochemischen Analyse,
  • Probenentnahme bei biologischen Untersuchungen,
  • Planung, Durchführung und Auswertung von Analysen,
  • Auswahl geeigneter Arbeitsmethoden (Spektroskopie, Tomographie, Elektrochemie, Thermoanalyse),
  • Auswertung und Dokumentation von Messergebnissen,
  • Erstellung von Untersuchungsprotokollen,
  • Einsatz von Informationsmedien,
  • Konservierung biologischer Materialien und Dauerpräparate,
  • physiologische Examination von Pflanzen und Tieren,
  • Kulturisolierung und Identifikation von Mikroorganismen,
  • Präparieren von Tieren,
  • Handhabung von Kulturen (Zellen und Gewebe),
  • Handhabung von isolierten Organen.

Interessenten für die Ausbildung zum/zur biologisch-technischen Assistent /-in benötigen Geschick und eine ausgereifte Augen-Hand-Koordination. Das kommt ihnen bei der Kontrolle von Zellen unter dem Mikroskop und beim Abfüllen chemischer Substanzen zugute. Wichtig sind außerdem Sorgfalt, Aufmerksamkeit und Beobachtungsgenauigkeit, die regelmäßig bei der Betrachtung von Versuchsabläufen gefordert sind. Technisches Verständnis im Umgang mit der Laboreinrichtung sowie Verantwortungsbewusstsein zur Handhabung von Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen sind ebenfalls erforderlich. Neben der praktischen Ausbildung im Betrieb, die in Form von praktischen Einheiten oder Praktika erfolgt, werden die Auszubildenden im Unterricht in verschiedene Lernbereiche eingeführt. Typische Unterrichtsfächer sind:

  • Deutsch,
  • Englisch,
  • Sozialkunde,
  • Mathematik,
  • technische Physik,
  • BWL,
  • Biologie,
  • Mikrobiologie,
  • Informatik,
  • Biotechnologie,
  • Chemie,
  • Umweltschutz und Ökologie,
  • Bionik.

Die Prüfung am Ende der Ausbildung wird in einen schriftlichen und einen praktischen sowie mündlichen Teil aufgegliedert. Schriftliche Prüfungsfächer umfassen Biologie, Chemie, Mathematik sowie Wirtschaft und Sozialkunde. Praktische Prüfungsaufgaben kommen aus den Bereichen Biologie, Chemie, Mikrobiologie und Biotechnologie. Die mündliche Prüfung kann sich auf die berufliche aber auch auf berufsübergreifenden Lernbereiche erstrecken.

3. Studium

Für biologisch-technische Assistenten empfiehlt sich das Studium der Biotechnologie. Im Rahmen des Grundstudiums werden wissenschaftliche Grundlagen in Mathematik, Physik und Chemie sowie Gentechnik und Bioverfahrenstechnik vermittelt. Biotechnologie ist an manchen Hochschulen dual aufgebaut. Das bedeutet, dass sich praktische Phasen mit theoretischen Phasen ergänzen. Das Studienfach Biotechnologie heißt unter Umständen Bioingenieurwesen, Biotechnik, Bio-Nanotechnologie, Bioverfahrenstechnik, Molekulare Biotechnologie oder Pflanzenbiotechnologie. Studenten, die Biotechnologie studieren wollen, brauchen für Universitäten das Abitur, für Fachhochschulen die Fachhochschulreife. Um das Studium erfolgreich absolvieren zu können, sind Vorkenntnisse in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Englisch und Informatik sehr hilfreich. Im Rahmen des Studiums werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Allgemeine und anorganische Chemie,
  • Biochemie,
  • Physik,
  • Elektrotechnik,
  • Mess- und Regelungstechnik,
  • Energietransport, Impulstransport und Stofftransport,
  • Mikrobiologie,
  • Genetik,
  • Konstruktion und Werkstoffe,
  • Algebra,
  • Chemie,
  • Messmethodik,
  • medizinische Biotechnologie.

Als Wahlpflichtmodule können Studenten zwischen Fächern wie Informationstechnik, Programmierung, Wirtschaftswissenschaften und anderen Bereichen wählen. Das Studium dauert grundständig 6-8 Semester und schließt mit dem Bachelor ab. Zum Sammeln internationaler Erfahrungen kommt die Hochschule Bremen mit den Partnerhochschulen in Brasilien, Frankreich, Schweden, Großbritannien und den Niederlanden infrage. Der Studiengang nennt sich „Internationaler Studiengang technische und angewandte Biologie“ und schließt mit dem Bachelor auf Science ab. Mit einem abgeschlossenen Grundstudium der Biotechnologie haben die frischgebackenen Bachelors die Möglichkeit, direkt ins Berufsleben einzusteigen. In der freien Wirtschaft bieten sich Tätigkeitsfelder wie Laboranalyse, Produktionsplanung, Vertrieb und Verkauf an. Doch auch Tätigkeitsfelder im Bereich Gutachter- und Sachverständigentätigkeit, Management Unternehmensführung, Verfahrens- und Produktentwicklung sowie Wartung, Instandhaltung und Kundendienst sind denkbar. Als weiterführende Studienfachfächer stehen Biochemie, Biomechanik, Bioökonomie, Biotechnologie, Chemieingenieurwesen, Pharmatechnik und Verfahrenstechnik zur Verfügung.

Als Studienalternativen für Biotechnologiestudenten sind grundständige Studiengänge wie Biologie, Biowissenschaften, Agrarbiologie, Biochemie und chemische Biologie denkbar. Die Gemeinsamkeiten erstrecken sich auf die Analyse und Messung von Laboruntersuchungen, auf das Aufbauen von Versuchsapparaturen, das Durchführen von Versuchen und die Dokumentation von Resultaten.

4. Tätigkeit

Biologisch-technische Assistenten führen Versuche an Tieren, Pflanzen, mit Zellkulturen und Mikroorganismen durch. Das Thema biologische Vielfalt spielt eine wesentliche Rolle. Ihre Aufgaben erstrecken sich auf das Untersuchen von Stoffwechselvorgängen sowie den Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Organismus. Dabei betrachten sie natürliche und synthetische Stoffe, die das Versuchsobjekt beeinflussen. Biologisch-technische Assistenten werden von Tierärzten, Medizinern, Pharmazeuten und Biologen angeleitet. Sie arbeiten unter Maßgabe pharmakologischer und toxikologischer Fragestellungen. In den Laboren führen sie Untersuchungen aus und geben die Ergebnisse an die Auftraggeber weiter.

Manche biologisch-technische Assistenten arbeiten auch im Freiland. Das geschieht zum Beispiel dann, wenn Studien im Rahmen von ökologischen Forschungsvorhaben anstehen. Ein wichtiger Bestandteil der Tätigkeit von biologisch-technischen Assistenten ist die Probenentnahme. Biologisches Material wie Gewebe, Ausscheidungen, Pflanzen und Mikroorganismen sowie Versuchstiere stehen auf dem Programm. Sie sind in der Lage pflanzliche und tierische Zellkulturen selbstständig heranzuziehen. Außerdem sind sie für die Betreuung der Versuchsobjekte zuständig.

Der biologisch-technische Assistent oder die biologisch-technische Assistentin arbeiten vorwiegend an Universitäten, in Forschungsinstituten oder bei Unternehmen der Biotechnologie. Sie dokumentieren Versuche und führen Experimente durch, für die Bereiche Medizin, Gesundheit, Umweltschutz oder der Forstwirtschaft. Das Durchschnittsgehalt liegt bei den biologisch-technischen Assistenten bzw. den biologisch-technischen Assistentinnen, bei einem Einkommen von etwa 20.000 EUR im Jahr, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden. Dabei ist der Verdienst u. a. abhängig von der Qualifikation, der Berufserfahrung und dem eingesetzten Bereich.

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