Dachdecker Gehalt bundesweit

1,725 - 3,342

Branche, Erfahrung, Position?
Geben Sie weitere Kriterien an, um das Gehalt detaillierter zu berechnen.

Detailliert berechnen

44 Jobs für Dachdecker / in bundesweit

Gefunden auf:

  • Stepstone
  • Jobware
  • experteer
  • Monster
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Dachdecker / in

Datenbasis: 312 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,725 € 2,402 € 3,342 €
Baden-Württemberg 1,800 € 2,651 € 4,054 € Jobs Dachdecker / in
Bayern 1,909 € 2,374 € 3,127 € Jobs Dachdecker / in
Berlin 1,929 € 2,309 € 3,327 € Jobs Dachdecker / in
Brandenburg 1,811 € 1,860 € 2,308 € Jobs Dachdecker / in
Bremen 1,649 € 2,296 € 3,195 € Jobs Dachdecker / in
Hamburg 1,763 € 2,149 € 2,461 € Jobs Dachdecker / in
Hessen 1,697 € 2,272 € 2,813 € Jobs Dachdecker / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,986 € 2,186 € 2,759 € Jobs Dachdecker / in
Niedersachsen 1,796 € 2,375 € 2,950 € Jobs Dachdecker / in
Nordrhein-Westfalen 1,774 € 2,505 € 3,409 € Jobs Dachdecker / in
Rheinland-Pfalz 1,524 € 2,410 € 3,417 € Jobs Dachdecker / in
Saarland 1,629 € 2,268 € 3,156 € Jobs Dachdecker / in
Sachsen 1,196 € 1,860 € 2,424 € Jobs Dachdecker / in
Sachsen-Anhalt 1,706 € 1,980 € 1,986 € Jobs Dachdecker / in
Schleswig-Holstein 2,118 € 2,308 € 2,591 € Jobs Dachdecker / in
Thüringen 1,342 € 1,869 € 2,600 € Jobs Dachdecker / in

Dachdecker / Dachdeckerin:

1. Gehalt

Als Dachdecker liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.402 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 312 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.725 € beginnen, Dachdecker in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.342 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.308 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.651 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Dachdecker in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.259 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.328 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.394 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.496 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.600 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.863 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.406 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.349 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.469 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum/zur Dachdecker/-in ist dann anerkannter Ausbildungsberuf und erstreckt sich auf eine Zeit von 3 Jahren. Die Ausbildung ist in 2 Fachrichtungen möglich. Dazu gehören der/die Dachdecker/-in Fachrichtung Dach-, Wand-und Abdichtungstechnik sowie der/die Dachdecker/-in Fachrichtung Reetdachtechnik. Der gängigste ist sicherlich der erstgenannte. Um eine Ausbildung zum/zur Dachdecker/-in zu machen, schreibt die Ausbildungsverordnung keinen bestimmten Schulabschluss vor. Allerdings ist es so, dass die meisten Ausbildungsbetriebe Schulabgänger/-innen mit Hauptschulabschluss als Lehrling einstellen.

Um erfolgreich eine Ausbildung zum/zur Dachdecker/-in zu machen, sind insbesondere gute Noten in den Schulfächern Werken und Technik sowie Mathematik von Vorteil. Verdachdecker/-innen werden möchte, muss handwerkliches Geschick beweisen. Das behaupten, reißen, kneifen, schneiden, bohren oder Teilen von Dachziegeln und Dachsteinen steht auf dem Lehrplan. Auch mitteilen müssen Dachdecker/-innen verarbeiten können. Sie müssen Pläne lesen und technische Zeichnungen umsetzen können. Mathematik ist wichtig, weil angehende Dachdecker/-innen Werkstücke nach Maß anfertigen und Traglasten berechnen müssen. Außerdem müssen sie ausrechnen können, wie hoch Materialkosten werden und wie viel Material generell benötigt wird.

Die Ausbildungsinhalte erstrecken sich auf eine ganze Reihe von Themen wie

  • die Formen von Schiefer, Dachplatten und schwindeln und deren Verarbeitung,
  • herstellen von Mauern, Putz und Beton,
  • Herstellungen von Holzverbindungen und Holzbefestigungen,
  • Unterkonstruktion uns Außenwandverkleidung fertigen,
  • Verlegen von Firstziegeln und Firststeinen in Mörtel
  • errichten von Dachstühlen und Fachwerkwänden,
  • verlegen von Gradziegeln und Grabsteinen,
  • Blitzschutzanlagen aufbauen,
  • Bespitzelung, Kies schütten und Plattenbeläge zur Dachabdichtung herstellen,
  • Abschlüsse und Anschlüsse von Dach Deckungen herstellen,
  • Bewegungsfugen einbauen.

Neben der praktischen Ausbildung auf der Baustelle und dem Ausbildungsbetrieb müssen Auszubildender des Dachdecker/-innen Berufes die Berufsschule besuchen. Während die Spezialisierung auf eine Fachrichtung erst im 3. Ausbildungsjahr erfolgt, den die 1. beiden Ausbildungsjahre für alle Lehrlinge gleich. Die Ausbildung in der Berufsschule im 1. und 2. Ausbildungsjahr umfasst diese Lernfelder:

  • Einrichten einer Baustelle,
  • Decken eines geneigten Daches,
  • ein Schale gewandt Mauern,
  • Stahlbeton und Holzkonstruktionen herstellen,
  • verkleiden eines Bauteils,
  • Flachdach anfertigen,
  • Oberflächenwasser ableiten.

Im 3. Ausbildungsjahr kommen dann die fachspezifischen Kenntnisse und Fertigkeiten hinzu, wie zum Beispiel das ausbilden von Dachziegeln und Dachstein ein Deckungen, das herrscht Dellen von Bauwerks Abdichtungen und das Ausfüllen von Metallabdeckungen.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Dachdecker/in.

3. Studium

Eine Aufstiegsweiterbildung zum Dachdeckermeister ist empfehlenswert, um eine Führungsposition einzunehmen. Haben Dachdeckergesellen eine Hochschulzugangsberechtigung, können Sie studieren. Nahe liegend ist beispielsweise der Studienfach Bauingenieurswesen. Da sich dabei um einen Studiengang handelt, bei dem praktische Erfahrung sehr hilfreich ist, sind hier viele Praktiker zu finden, die ein gewisses Maß an Praxis mitbringen. Bauingenieurwesen kann auch als duales Studiengang absolviert werden. D.h., dass während der Ausbildung gleichzeitig studiert wird. Der Grundständige Studiengang Bauingenieurwesen wird auch unter den Begriffen

  • Bauen im Bestand,
  • Baubetriebsmanagement,
  • Bauingenieurwesen (Konstruktion),
  • Bau-und Umweltingenieurwesen,
  • Internationales Bauingenieurwesen

angeboten. Um ein erfolgreiches Studium zu absolvieren, sollten gute Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Physik, Jimi und Biologie, Informatik und Englisch vorliegen. Die Studieninhalte im Bauingenieurwesen erstrecken sich auf die Fächer Baubetrieb, Baustatik, Baustoffe, Geotechnik und Hochbaukonstruktion. Hinzu kommen Pflichtmodule aus den Bereichen

  • Holzbau,
  • Massivbau,
  • Mathematik,
  • Stahlbau,
  • Straßenbautechnik,
  • Wasserbau.

Als Wahlpflichtmodule können beispielsweise Themen wie Agrarwirtschaft und Kulturbau oder Verkehrsplanung hinzukommen. Je nach Hochschule sind Praxissemester einzulegen, diese werden in der Regel in einem Ingenieurbüro absolviert, das Baubetrieb tätig ist. Nach einer Studiendauer von 6-8 Semestern steht die Bachelorprüfung an. Um das Studium fortzusetzen und den Master zu erreichen, lassen sich die Studienfächer Bau Betriebswirtschaft, Baumanagement oder Stadtplanungsaufsatz stellen. Mit einem abgeschlossenen Studium des Bauingenieurwesens können Absolventen/-innen in den Tätigkeitsfeldern Bauplanung und Bauleitung, Energieberatung, Facility Management, Hochbau, Tiefbau, Stadt-, Regional-und Verkehrsplanung tätig werden. Außerdem steht in die Tür zur Lager-, Materialwirtschaft und Logistik offen oder sie können in die Produktionsplanung und-Steuerung einsteigen.

4. Tätigkeit

Die Aufgabe von Dachdecker/-innen ist es, Dächer und Wände herzustellen. Dabei ist man direkt seinem Meister unterstellt. Dazu gehört der Aufbau von Holzkonstruktionen für Dachstühle, die Abdichtung sowie die Deckung von Dächern. Dächer in unterschiedlichen Schräglagen und Wandflächen werden mit Dachziegeln und Dachsteinen eingedeckt. Dachdecker/-innen dichten Dachflächen und Wandflächen ab, installieren Wärmedämmungen und bringen Fassadenbekleidungen an. Außerdem bereiten sie Dächer zur Begrünung vor. Darüber hinaus haben sie die Aufgabe, das Oberflächenwasser abzuleiten. Das bedeutet, dass Dachdecker/-innen Regenrinnen installieren, Kaminanschlüsse herstellen, Blitzableiter aufbauen, Dachfenster und Solarenergie-Systeme montieren. Alle genannten Gewerke können Dachdecker/-innen warten, prüfen und wieder instand setzen.

Um ihre Aufgabe wahrzunehmen, nutzen Dachdecker/-innen verschiedene Arbeitsmittel. Zum einen gehen sie mit den Werkstoffen wie Dachziegeln, Dachsteinen, Faserzementplatten, stählernen Dachpfannen, Natursteinplatten und Metalltafeln um. Auf der anderen Seite hantieren sie mit Kreissägen, Schieferscheren, Messern, Sägen, Meißeln, Hämmern, Lötkolben, Bauaufzügen, Lötlampen und vielen anderen Geräten. Der Verdienst ist in den letzten Jahren etwas gesunken, beginnt nun aber mit der positiven Konjunktur nach oben zu gehen. Man sollte gegenüber widriger Verhältnisse gerüstet sein und außerdem mit Überstunden rechnen.