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Gehalt Psychologe / Psychologin

Datenbasis: 346 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2,010 € 3,177 € 4,894 €
Baden-Württemberg 2,295 € 3,512 € 6,277 € Jobs Psychologe / Psychologin
Bayern 2,618 € 3,284 € 5,715 € Jobs Psychologe / Psychologin
Berlin 1,833 € 3,050 € 6,250 € Jobs Psychologe / Psychologin
Brandenburg 2,002 € 3,157 € 4,152 € Jobs Psychologe / Psychologin
Bremen 2,684 € 4,242 € 6,535 € Jobs Psychologe / Psychologin
Hamburg 2,301 € 3,614 € 4,757 € Jobs Psychologe / Psychologin
Hessen 1,624 € 3,111 € 5,139 € Jobs Psychologe / Psychologin
Mecklenburg-Vorpommern 1,411 € 2,596 € 3,427 € Jobs Psychologe / Psychologin
Niedersachsen 2,405 € 3,571 € 4,977 € Jobs Psychologe / Psychologin
Nordrhein-Westfalen 1,922 € 2,965 € 3,972 € Jobs Psychologe / Psychologin
Rheinland-Pfalz 2,053 € 3,296 € 5,685 € Jobs Psychologe / Psychologin
Saarland 1,928 € 3,048 € 4,695 € Jobs Psychologe / Psychologin
Sachsen 1,799 € 2,458 € 3,923 € Jobs Psychologe / Psychologin
Sachsen-Anhalt 2,275 € 2,871 € 3,115 € Jobs Psychologe / Psychologin
Schleswig-Holstein 2,858 € 3,438 € 4,031 € Jobs Psychologe / Psychologin
Thüringen 2,999 € 3,522 € 4,221 € Jobs Psychologe / Psychologin

Psychologe / Psychologin:

1. Gehalt

Als Psychologe liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.177 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 346 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.010 € beginnen, Psychologen in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.894 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.438 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.512 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Psychologe in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.766 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.953 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.111 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.499 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.738 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.788 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.034 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.198 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.823 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Psychologie hat sich seit Beginn des 19. Jahrhunderts als Wissenschaft an den Universitäten etabliert. Sie hat viele Gesichter und beschäftigt sich nicht nur mit psychologischen Problemen und gestörtem Verhalten. Die Themenbereiche sind vielfältig. Ein/eine Psychologe /-in kann in der Wirtschaft, Politik, Werbung oder Bildung arbeiten. Wer Psychologe /-in werden will, muss Psychologie studieren. Es gibt derzeit keine explizite praktische Ausbildung, die einen alternativen Zugang ermöglichen würd. Interessenten, die keine Hochschulzugangsberechtigung haben, können über eine therapeutische Ausbildung und einer anschließenden Berufstätigkeit als Therapeut /-in Zugang zum Psychologiestudiengang erhalten.

Eine therapeutische Ausbildung kann in verschiedenen Bereichen erfolgen. Es gibt Lehrgänge für Musiktherapie, Kunsttherapie, Ergotherapie, Atemtherapie, Logopädie und Heilpraktiken. Bewerber sollten eine Therapie auswählen, die sie später im Berufsleben als Psychologe /-in anwenden wollen. Alle therapeutischen Ausbildungen haben gemein, dass sie Menschen helfen, die körperliche Beeinträchtigungen durch Alter, Krankheit, Unfall oder Behinderung haben. Die Ausbildungsdauer hängt vom jeweiligen Bildungsanbieter ab. In der Regel geht der Kurs über zwei bis drei Jahre. Zulassungsvoraussetzungen sind ein ärztliches Attest, ein Erste-Hilfe-Kurs und eine mittlere Reife. Manche Institutionen verlangen eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Vorpraktikum in der Krankenpflege.

Wer bereits als Psychologe /-in tätig ist, kann sich in vielseitigen Bereichen über einen Zertifikatskurs, einen Lehrgang oder eine Fortbildung weiterbilden. Die Weiterbildungen sind Voraussetzung für professionelle psychologische und das Weiterführen eines Fachtitels. Sie fördern die Fachkompetenz und helfen, im Berufsalltag verantwortungsvoll zu handeln.

Psychologen können sich in vielen Themenbereichen weiterbilden:

  • Psychotherapie,
  • Allgemeine und spezielle Psychologie,
  • Konfliktmanagement,
  • Mediation,
  • Yoga,
  • Soziale Beratungsarbeit,
  • Supervision,
  • Gruppenarbeit,
  • Therapieformen,
  • Gesundheitswesen,
  • Kommunikation,
  • Sozialtherapie,
  • Kindertherapie,
  • Pädagogik,
  • Kriminologie,
  • Coaching.

Die Weiterbildungen werden von Berufskammern, Instituten, Hochschulen und Akademien angeboten. Der Psychologe kann sie berufsbegleitend oder in Vollzeit absolvieren. Die Berufsverbände kontrollieren, ob der Psychologe regelmäßig Fortbildungen besucht.

3. Studium

Das Psychologiestudium findet in Deutschland an einer Hochschule oder Akademie statt. Der Studiengang geht in der Regel über sechs Semester. Er ist meistens mit einem NC zulassungsbeschränkt. Bewerber benötigen ein Abitur.

Das Studium richtet sich nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Die Studierenden erwerben praktische Fertigkeiten und Fachkenntnisse, die sie für die Tätigkeit als Psychologe /-in qualifizieren. Der Studiengang vermittelt verschiedene psychologische Teildisziplinen und erklärt die Entstehung und Weiterentwicklung von Denk- und Forschungsansätzen.

Die Studenten erhalten wissenschaftliches und psychologisches Wissen und beschäftigen sich mit diagnostischen, evaluierenden, beratenden und therapeutischen Aufgaben im Gesundheits- und Sozialwesen, der Verwaltung, der Bildung, Wirtschaft und Industrie. Das Psychologiestudium vermittelt verschiedene psychologische Teildisziplinen und erklärt die Entstehung und Weiterentwicklung von Denk- und Forschungsansätzen. Die umfangreichsten Fächer sind Klinische Psychologie, Psychotherapie und Arbeits- und Organisationspsychologie. Das Bachelorstudium umfasst 180 Leistungspunkte und ist modulartig aufgebaut.

Die Studenten lernen, psychologische Aufgaben zu erkennen und Lösungsansätze zu formulieren, die sie wissenschaftlich begründen können. Zudem entwickeln sie Methoden zur Analyse und Bewertung von psychologischen Tätigkeiten. Damit die Studenten mit internationalen wissenschaftlichen Artikeln und Studien umgehen können, lernen sie im Studium fachspezifisches Englisch. Nach dem Grundstudium erhalten die Studierenden Einblick in die Berufswelt des Psychologen und absolvieren ein Praktikum im Bereich der Diagnostik, Beratung oder Therapie.

Die wichtigsten Inhalte des Psychologiestudiums sind:

  • Allgemeine Psychologie,
  • Biopsychologie,
  • Statistik,
  • Diagnostik,
  • Verhaltensbeobachtung,
  • Entwicklungspsychologie,
  • Sozialpsychologie,
  • Arbeitspsychologie,
  • Pädagogische Psychologie,
  • Klinische Psychologie,
  • Psychotherapie
  • Englisch,
  • Methodenlehre,
  • Wissenschaftliches Arbeiten.

Nach dem Bachelorstudium und der erfolgreich bestandenen Bachelorarbeit empfiehlt es sich, einen weiterführenden Masterstudiengang zu besuchen. Der Studiengang vermittelt aufbauende Fertigkeiten und fachliche Kenntnisse und qualifiziert für die Forschung und die psychologische Berufspraxis. Im Master kann der Absolvent einen Schwerpunkt setzen und sich in einem Bereich der Psychologie, wie zum Beispiel Wirtschaftspsychologie, spezialisieren.

4. Tätigkeit

Als Psychologe bzw. Psychologin übt man einen sehr anspruchsvollen Beruf aus, da die Psyche des Menschen höchst komplex sowie sensibel ist und es sehr viel Einfühlungsvermögen und Kraft braucht, sie zu heilen. Zudem befähigt das Studium der Psychologie Menschen zwar, verschiedene psychologische Krankheitsbilder zu diagnostizieren und ggf. grundsätzlich geeignete Maßnahmen einzuleiten bzw. bestimmte Therapien anzuwenden, doch ist die menschliche Psyche zu komplex, als dass Patienten nicht so individuell betrachtet werden müssen und jeder Patient nicht ganz eigene Anforderungen an seinen behandelnden Arzt stellt.

Doch Psychologen sind in dieser Hinsicht nicht alle in der gleichen Art und Weise gefragt. Denn die speziellen Tätigkeiten hängen vom gewählten Tätigkeitsfeld ab. Sie finden sich in der Aus- und Weiterbildung, der Marktforschung, der Therapie, der Gesundheitsberatung, der psychologischen Analyse und in vielen weiteren Bereichen. Zu den Hauptaufgaben eines/einer Psychologen /-in gehören die Analyse der Gesetzmäßigkeiten im menschlichen Wahrnehmen sowie die psychologische Behandlung und Beratung von einzelnen Personen oder Gruppen in Form einer Therapie. Der Psychologe beobachtet das menschliche Verhalten und Denken und entwickelt Konzepte, die einen Heilungsprozess fördern. Wenn sein Einsatzgebiet in der Diagnostik liegt, erstellt er Gutachten und berät und unterstützt Angehörige.

Arbeitet der Psychologe in der Wirtschaft, beschäftigt er sich mit der Analyse und Verbesserung von Arbeitsabläufen, führt Schulungen durch und entwickelt Methoden der Personalführung. In der Marktforschung übernimmt der Psychologe Meinungsumfragen, erstellt Statistiken zum Kaufverhalten und erforscht das subjektive Wahrnehmen von Produkten und Dienstleistungen. Der/die Psychologe /-in sollte ausgeprägte kommunikative und analytische Fähigkeiten, Verantwortungsbewusstsein besitzen sowie emotional und psychisch stabil sein.

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