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Gehalt Elektroingenieur / in

Datenbasis: 1295  Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 2,861€ 3,990€ 6,100€
Baden-Württemberg 3,233€ 4,305€ 6,322€ Jobs Elektroingenieur / in
Bayern 3,188€ 4,174€ 6,454€ Jobs Elektroingenieur / in
Berlin 2,439€ 3,671€ 5,821€ Jobs Elektroingenieur / in
Brandenburg 2,590€ 3,302€ 4,072€ Jobs Elektroingenieur / in
Bremen 3,316€ 4,244€ 5,705€ Jobs Elektroingenieur / in
Hamburg 3,212€ 4,012€ 6,289€ Jobs Elektroingenieur / in
Hessen 2,904€ 4,030€ 6,410€ Jobs Elektroingenieur / in
Mecklenburg-Vorpommern 2,564€ 3,247€ 4,849€ Jobs Elektroingenieur / in
Niedersachsen 2,995€ 4,090€ 5,866€ Jobs Elektroingenieur / in
Nordrhein-Westfalen 3,063€ 4,130€ 6,698€ Jobs Elektroingenieur / in
Rheinland-Pfalz 2,721€ 3,756€ 6,081€ Jobs Elektroingenieur / in
Saarland 3,820€ 4,348€ 5,638€ Jobs Elektroingenieur / in
Sachsen 2,286€ 2,985€ 4,295€ Jobs Elektroingenieur / in
Sachsen-Anhalt 2,705€ 3,516€ 4,975€ Jobs Elektroingenieur / in
Schleswig-Holstein 2,681€ 3,536€ 6,482€ Jobs Elektroingenieur / in
Thüringen 2,211€ 2,872€ 4,315€ Jobs Elektroingenieur / in

Elektroingenieur / in:

1. Gehalt

Als Elektroingenieur liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.990 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 1295 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.861 € beginnen, Elektroingenieure in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 6.100 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.536 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.305 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Elektroingenieur in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.530 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.727 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.006 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.613 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.806 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.843 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.654 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.984 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.501 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer als Elektroingenieur /-in arbeiten will, muss die Weiterbildung zum /zur Techniker /-in der Elektrotechnik absolviert. Diese gibt es sowohl ohne Schwerpunkt, als auch mit dem Fokus auf Automatisierungstechnik, Energietechnik oder Information und Kommunikation.

Grundvoraussetzung für die zwei- bis vierjährige Weiterbildung ist eine fachspezifische Ausbildung. In der Regel ist das eine Ausbildung zum /zur Elektroniker /-in. Bereits hier zeigt sich eine Fülle an Schwerpunkten bzw. Wahlmöglichkeiten, wie die folgende Auflistung zeigt.

Schwerpunkt Automatisierungstechnik (Handel):

Auf dem Stundenplan stehen Stromkreise, Gerätekombinationen, Betriebssysteme und ihre Einzelkomponenten sowie die Inbetriebnahme, Wartung und Instandsetzung der einzelnen Teilkomponenten. Doch auch die Installation von Sensorik, Wandlern und Datennetzen wird behandelt.

Schwerpunkt Automatisierungstechnik (Industrie):

Auszubildende dieser Fachrichtung lernen zu planen, zu montieren, zu demontieren und hinsichtlich einer korrekten Funktionsweise zu prüfen sowie ggf. Schutzmechanismen zu installieren. Auch die Erstellung von Programmen sowie die Programmierung der Geräte ist Teil der Ausbildung.

Schwerpunkt Betriebstechnik:

Angehende Betriebstechnikelektroniker lernen, wie Anlagen der Betriebstechnik konzipiert werden müssen, damit ein reibungsloses Zusammenspiel der Einzelkomponenten gewährleistet ist.

Schwerpunkt Energie- und Gebäudetechnik:

Auszubildende dieser Fachrichtung arbeiten mit Leitungen und Kabeln aus der Energietechnik und der Kommunikationsbranche.

Schwerpunkt Gebäude- und Infrastruktursysteme:

Die Auszubildenden lernen, wie Anlagen auf neue Anforderungen umgebaut werden können. Dazu gehört unter anderem der Ein- und Umbau von Teilkomponenten sowie die Wartung, Einrichtung und Überprüfung.

Schwerpunkt Geräte und Systeme:

Geräte und Systeme müssen einwandfrei aufeinander abgestimmt sein, um eine reibungslose Funktionsweise zu ermöglichen. Wie das funktioniert, lernen Auszubildende in diesem Fachbereich.

Schwerpunkt Informations- und Kommunikationstechnik:

Auszubildende mit diesem Schwerpunkt werden zu Fachkräften für Hard- und Software sowie für Sicherheitskonzepte ausgebildet.

Schwerpunkt Informations- und Systemtechnik:

Wenn eine Störungsmeldung eingeht, sind sie zur Stelle: Elektroniker für Informations- und Systemtechnik lernen diese während ihrer Ausbildung zu lokalisieren und zu beheben.

Schwerpunkt Maschinen und Antriebstechnik:

Theoretisch wird skizziert, praktisch wird geschraubt und kombiniert. Wie aus einer Skizze eine fertige Anlage wird, lernen die Auszubildenden mit diesem Schwerpunkt.

3. Studium

Doch auch wenn es mittlerweile die Möglichkeit gibt, sich nach einer klassischen dualen Ausbildung zum /zur Techniker /-in weiterzubilden, so ist eine Anstellung als Elektroingenieur /-in nach einem entsprechenden Studium in der Praxis doch gängiger. Ähnlich wie im Bereich der Ausbildung gibt es auch bei den Studienfächern Schwerpunkte der Elektrotechnik, die über den künftigen Arbeitgeber entscheiden können. Wer sich alle Möglichkeiten offenhalten möchte, wird Elektrotechnik studieren und sich dabei einen der folgenden Studiengänge aussuchen: Angewandte (industrielle) Elektrotechnik, Electrical and Comupter Engineering, Elektronik und Informationstechnik, Elektrotechnik, Elektro- und Informationstechnik, Industrieelektronik.

Bei einem Studium der Elektrotechnik stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan:

  • Automatisierungstechnik, Digitaltechnik, Messtechnik, Fahrzeugelektronik, Elektrotechnik, Informatik (und Programmiersprachen), Regelungstechnik, Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik, Nachrichten- /Kommunikationstechnik
  • Bauelemente, Grundschaltungen, Physik, Mechanik, technisches Englisch, Mathematik, Schaltanlagen, Verkehrssysteme
  • Datenkompression, Übertragungstechnik, Elektromagnetik, Energieerzeugung, Gebäudesysteme, Hochfrequenztechnik

Spezifischere Studiengänge sind die Automatisierungstechnik, die Energietechnik, ein Studium im Bereich Erneuerbarer Energien, der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Mikroelektronik, der Mikrosystemtechnik oder der Fahrzeugelektronik.

Grundsätzlich gilt: Wer nach einem grundständigen Studium mit Bachelorabschluss ohnehin einen Masterstudiengang anschließen möchte, dem sei zu einem klassischen Studium der Elektrotechnik geraten. Im Masterstudium wird dann das Profil geschärft und der Schwerpunkt gesetzt. Wer jedoch nach einem Bachelorstudiengang in die Praxis möchte, der sollte gleich auf eine Spezialisierung setzen, denn spezialisiertes Fachwissen ist gefragt. Wer Theorie und Praxis kombinieren möchte, der entscheidet sich heute für ein Duales Studium, bei dem im Betrieb gelernt wird wie während einer Ausbildung und an einer Dualen Hochschule studiert wird. Auch im Anschluss an ein Duales Studium ist ein Masterstudiengang möglich.

4. Tätigkeit

Die Konstruktion, Entwicklung und Planung sowie die Überwachung der Fertigstellung von Geräten, Anlagen und Systemen im Bereich der Elektrotechnik sind die Aufgaben eines Elektroingenieurs bzw. einer Elektroingenieurin (alle Fachrichtungen). Dabei können sich Ingenieure hier natürlich auf eine Vielzahl von Bereichen spezialisieren und in unterschiedlichen Branchen und Arbeitsplätzen eingesetzt werden.

Der Beruf als Elektroingenieur /-in ähnelt dem als Elektrotechniker /-in stark. Der grundsätzliche Unterschied liegt hier im Verantwortungsbereich und in der Praxis. Elektroingenieure besetzen meist einen höheren Rang in der Unternehmenshierarchie und sind weniger in der Praxis tätig. Elektrotechniker übernehmen mehr Verantwortung, sind aber immer noch stärker praktisch orientiert. Wo sie arbeiten, entscheidet letztlich die jeweilige Fachrichtung.

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