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Gehalt IT-Architekt / in

Datenbasis: 52 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 3,787 € 5,324 € 8,486 €
Baden-Württemberg 4,568 € 5,165 € 9,068 € Jobs IT-Architekt / in
Bayern 3,925 € 5,577 € 9,320 € Jobs IT-Architekt / in
Berlin 3,526 € 4,957 € 7,901 € Jobs IT-Architekt / in
Brandenburg 2,892 € 4,066 € 6,481 € Jobs IT-Architekt / in
Bremen 5,454 € 7,668 € 12,222 € Jobs IT-Architekt / in
Hamburg 4,482 € 6,406 € 7,917 € Jobs IT-Architekt / in
Hessen 3,836 € 4,887 € 5,748 € Jobs IT-Architekt / in
Mecklenburg-Vorpommern 2,767 € 3,890 € 6,200 € Jobs IT-Architekt / in
Niedersachsen 4,148 € 5,831 € 9,294 € Jobs IT-Architekt / in
Nordrhein-Westfalen 4,720 € 6,409 € 9,341 € Jobs IT-Architekt / in
Rheinland-Pfalz 3,723 € 5,234 € 8,343 € Jobs IT-Architekt / in
Saarland 2,176 € 3,059 € 4,876 € Jobs IT-Architekt / in
Sachsen 4,005 € 5,630 € 8,974 € Jobs IT-Architekt / in
Sachsen-Anhalt 2,981 € 4,191 € 6,680 € Jobs IT-Architekt / in
Schleswig-Holstein 3,534 € 4,968 € 7,919 € Jobs IT-Architekt / in
Thüringen 3,005 € 4,225 € 6,734 € Jobs IT-Architekt / in

IT-Architekt / IT-Architektin:

1. Gehalt

Als IT-Architekt liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.324 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 52 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.787 € beginnen, IT-Architekten in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 8.486 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 4.968 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 5.165 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als IT-Architekt in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.761 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.970 Euro brutto
  • 35 Jahre = 5.152 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.630 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.827 Euro brutto
  • 50 Jahre = 6.806 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 4.776 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.238 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.875 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Statische und dynamische Aspekte der IT werden als IT-Architektur bezeichnet. Daraus ist in den letzten Jahren das Berufsbild des IT-Architekten entstanden. Eine spezielle Ausbildung zum/zur IT-Architekt /-in gibt es noch nicht. Informatiker müssen das Spezialwissen für diese neue Disziplin mit Hilfe von Weiterbildungen und Seminaren ausbauen und sich profunde Kenntnisse in der Betriebswirtschaft aneignen. Denn sie zählen zu den wichtigsten Mitarbeitern einer IT-Abteilung und gewährleisten einen reibungslosen Ablauf.

Die Weiterbildungen für IT-Architekten zertifizieren das erlernte Wissen und stellen die Kompetenz unter Beweis. Zudem unterstützen sie den Karrierepfad. In Deutschland gibt es derzeit rund 120 Bildungsinstitute und Verbände, die insgesamt über 500 verschiedene Seminare und Lehrgänge im IT-Bereich anbieten.

Eine mögliche Weiterbildung ist die Ausbildung zum “Certified Professional for Software Architecture”, kurz CPSA. Der Teilnehmer kann den Lehrgang in zwei Stufen durchlaufen. Es gibt einen Kurs für Anfänger und ein Seminar für Fortgeschrittene. Die Weiterbildung ist weltweit standardisiert. Voraussetzungen für die Teilnahme sind eine abgeschlossene Berufsausbildung, eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in der IT-Branche sowie praktische Erfahrungen mit IT-Techniken. Die Teilnehmer erhalten technische, methodische, kommunikative und soziale Kompetenzen. Zudem lernen sie, anhand von Randbedingungen und Zielen, ein IT-System zu entwerfen und die jeweiligen Entwurfs- und Architekturentscheidungen zu beschreiben.

Inhalte der Weiterbildung sind:

  • Technische und serviceorientierte Architekturen,
  • Webarchitekturen und Erstellung von Webanwendungen,
  • Embedded Systeme,
  • Architekturdokumentation,
  • Architekturbewertung,
  • Softwaredokumentation,
  • Softwaretechnik,
  • SOA-Technologien.

Am Ende des Lehrgangs sind die IT-Architekten in der Lage, größere IT-Systeme eigenständig und methodisch zu entwerfen und für die technischen und inhaltlichen Entscheidungen Verantwortung zu übernehmen. Abgeschlossen wird die Weiterbildung mit einer schriftlichen Prüfung, die Aufgaben umfassen bis zu zwanzig Seiten.

Weitere mögliche Weiterbildungen, die Informatiker absolvieren können, um sich als IT-Architekt /-in zu qualifizieren sind Fortbildungen im Bereich des IT-Managements, die sich mit allen wichtigen Kernthemen der IT-Architektur beschäftigen.

3. Studium

Wer IT-Architekt /-in werden will, muss zuerst eine akademische Ausbildung zum/zur Informatiker /-in durchlaufen. Das Studienfach Informatik wird an fast allen Hochschulen und Fachhochschulen mit verschiedenen Fachrichtungen angeboten. Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis acht Semester. Es ist auch möglich, Informatik im Fernstudium oder über eine duale Ausbildung zu studieren. Voraussetzungen für das Studium sind Abitur oder Fachabitur und eventuell ein Vorpraktikum. In der Regel ist der Studiengang Informatik zulassungsfrei.

Im Studium erhält der Studierende zunächst Grundlagen der praktischen, technischen, angewandten und theoretischen Informatik und der Mathematik. Er erlernt die automatisierte Verarbeitung, Speicherung, Darstellung und Übertragung von Information und befasst sich mit allen Komponenten der Hardware und Software. Neben der Programmierung und Informatik lernt der Studierende Fremdsprachen und fachnahe Zusatzqualifikationen, die ihm berufspraktische Fähigkeiten vermitteln.

Im Hauptstudium kann der Student ein frei wählbares Ergänzungsfach wie Bioinformatik, Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik oder Geoinformatik belegen. Weitere Vertiefungsfächer sind Mobile Computing, IT-Sicherheit, Web- und Business-Applikationen, Virtuelle Realität und IT-Management. Das Bachelorstudium Informatik gliedert sich in verschiedene Module und umfasst ein Berufspraktikum.

Die wichtigsten Inhalte des Informatik-Studiengangs sind:

  • Programmierung,
  • Technische und theoretische Informatik,
  • Angewandte Informatik,
  • Digitaltechnik,
  • Algorithmen,
  • Rechnerarchitektur,
  • Betriebs- und Kommunikationssysteme,
  • Datenbanksysteme,
  • Softwaretechnik,
  • Mathematik,
  • Physik,
  • Fremdsprachen,
  • Projektmanagement,
  • Betriebswirtschaft.

Das Studium schließt der Studierende mit einer Bachelorarbeit ab. Anschließend empfiehlt sich ein Masterstudium in Informatik. Dort vertieft der Studierende seine Kenntnisse und bereitet sich auf den Arbeitsmarkt vor. Den Stundenplan kann der Student selbst zusammenstellen und aus mehreren Vertiefungsfächern seine Wahlfächer auswählen. Zusätzlich erhält er Schlüssel- und überfachliche Qualifikationen, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Informatik stehen, die aber für das Berufsleben von Vorteil sind. Der Master geht über vier Semester und wird ebenso mit einer schriftlichen Arbeit abgeschlossen. Anschließend erhält der Absolvent den Titel Master of Science.

4. Tätigkeit

IT-Architekten kümmern sich um die IT-Planung und Organisation und realisieren komplexe IT-Projekte. Sie setzen sich mit sämtlichen statischen und dynamischen Aspekten der Informationstechnik auseinander und übernehmen nicht nur konzeptionelle Aufgaben, sondern legen auch die Produktauswahlkriterien für neue Soft- oder Hardwarekomponenten fest. Dazu müssen sie die Ist- und die Soll-Architektur ständig abgleichen und Analysen durchführen, ob bestimmte technische Neuerungen und Trends eine Standardisierungsfähigkeit besitzen. Weiterhin kümmern sich die IT-Architekten um die Infrastruktur und das IT-Management. Dazu zählen die Datensicherung, die Ausfallsicherheit, die Katastrophenfall-Planung und die Kapazitätenplanung.

Zu den Aufgaben eines IT-Architekten gehört weiterhin das Erarbeiten von Entwurfsvorschlägen, das Überprüfen von IT-Konzepten und das Kontrollieren des aktuellen Projektstands. Dafür müssen sie technische Bedingungen definieren und mangelhafte und veraltete Komponenten, wie Software oder Hardware austauschen. Wichtig ist, dass sie stets die finanzielle Umsetzbarkeit im Auge behalten. Während des gesamten Projekts stehen die IT-Architekten Spezialisten und Entscheidern als Ansprechpartner und Kunden als Berater zu methodischen und technischen Fragestellungen zur Verfügung.

Für IT-Architekten ist es in der heutigen Zeit eine absolute Notwendigkeit, ihre Kenntnisse immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen und sich darüber hinaus ein Verständnis in betriebswirtschaftlichen Belangen anzueignen. Wer zu den absoluten Spezialisten auf seinem Fachgebiet gehören möchte, sollte sich immer wieder über Neuerungen informieren und Weiterbildungen nicht aus dem Weg gehen. Gute IT-Architekten besitzen ein breites Fachwissen und Führungspersönlichkeit, haben eine hohe Motivation und können sich schnell in neue Themenbereiche einarbeiten.

Das Gehalt eines IT-Architekten bzw. einer IT-Architektin hängt ganz vom jeweiligen Arbeitgeber ab. Die Gehälter in Großunternehmen sind in der Regel um einiges höher im Vergleich zu kleineren Firmen. Ein Studium oder eine Ausbildung im IT-Bereich lohnt sich im Bezug auf das Einkommen im späteren Berufsleben auf jeden Fall. Schließlich bekommt man in vielen anderen Branchen bei weitem kein so hohes Einstiegsgehalt wie in der Informationstechnik.

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