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Gehalt Industriekaufmann /frau

Datenbasis: 2941  Datensätze aus 2013/2014

Industriekaufleute:

Gehalt

Ein Industriekaufmann verdient in Deutschland durchschnittlich 2.333 €, basierend auf 2941 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.664 € und können teilweise bis zu 3.286 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Industriekaufmann bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.533 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.439 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Industriekaufmann Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.159 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.364 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.545 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.662 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.662 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.794 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.291 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.326 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.637 Euro brutto
Ausbildung / Weiterbildung

Ehe Industriekaufleute ihren Beruf ausüben, absolvieren sie eine gleichnamige Berufsausbildung. Es handelt sich um eine durch das Berufsbildungsgesetz anerkannte Lehre, die drei Jahre in Anspruch nimmt..

Eine Verkürzung auf zwei Jahre gilt als möglich, sofern der ausbildende Betrieb sie genehmigt und der Antrag rechtzeitig bei der Industrie- und Handelskammer eingeht. Das Gesetz schreibt keine Schulbildung der Bewerber vor. Die Betriebe stellen überwiegend Personen mit Abitur ein. Knapp ein Drittel der Interessenten besitzt die mittlere Bildungsreife..

Während ihrer Ausbildung erhalten die Teilnehmer die erforderlichen Qualifikationen, um später in ihrem Unternehmen sämtliche kaufmännische Aufgaben zu erledigen. Darüber hinaus legen die Ausbilder vermehrt Wert auf Kenntnisse in Fremdsprachen. Damit folgen sie der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft..

Neben den angesprochenen betriebswirtschaftlichen Sachverhalten und den Fremdsprachen sieht der Lehrplan folgende Inhalte vor:.

  • den Einsatz von Medien- und Kommunikationstechniken,
  • das Beraten und Betreuen von Kunden,
  • das exakte Ermitteln der Bedarfe und den darauf abgestimmten Einkauf von Gütern,
  • das Erkennen und Analysieren von Marktpotenzialen.

Im Laufe der Berufsausbildung steht eine Zwischenprüfung an, die wiederum als Voraussetzung für die Teilnahme an der Abschlussprüfung gilt. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung entscheiden sich einige der Industriekaufleute für eine Weiterbildung. Diesbezüglich stehen den Interessenten unterschiedliche Optionen offen. Hierzu zählt die Fortbildung zum Ausbilder. Als Alternativen bieten sich die Weiterbildungen zum Fachkaufmann oder zum Fachwirt an..

Studium

Eine weitere Möglichkeit für ausgebildete Industriekaufleute bildet der Beginn eines Studiums an einer Hochschule. Die erforderliche Hochschul-Zugangsberechtigung besitzen viele der Industriekaufleute, da überwiegend Personen mit Abitur die Ausbildung absolvieren.

Im Hinblick auf den Beruf als Industriekaufmann beziehungsweise Industriekauffrau empfiehlt sich ein Studium aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Manche Universitäten bieten den gleichnamigen Studiengang der Wirtschaftswissenschaften an. An anderen Hochschulen befassen sich die Studenten in den Studiengängen Betriebswirtschaftslehre oder Volkswirtschaftslehre mit Teildisziplinen der Wirtschaftswissenschaften.

In den ersten Semestern ähneln sich die Vorlesungsinhalte der drei genannten Studienrichtungen stark. Die Studenten erwarten Einführungsveranstaltungen in die Betriebs- und die Volkswirtschaft. Außerdem erhalten sie einen ersten Einblick in die Techniken des betrieblichen Rechnungswesens. Ergänzend halten die Dozenten Vorlesungen in den Fächern Mathematik und Statistik.

Im weiteren Verlauf differenzieren sich die Inhalte des Studiums. Die Studenten wählen hierbei aus Schwerpunkten, die sie interessieren. Durch die Spezialisierung richten sie das Studium an persönlichen Präferenzen und den beruflichen Zukunftsplänen aus. So stehen zum Beispiel Studierenden der Betriebswirtschaftslehre häufig diese Themengebiete zur Auswahl:

  • Innovationsmanagement,
  • Dienstleistungsmanagement,
  • Controlling,
  • Wirtschaftsinformatik,
  • Personal und Organisation,
  • Internationales und Strategisches Management,
  • Logistik.
  • Das exakte Angebot an Vertiefungsvorlesungen hängt von der jeweiligen Universität und deren Lehrstühlen ab. Mittlerweile bieten die Universitäten und Fachhochschulen überwiegend Bachelor- und Masterstudiengänge an. Erfolgreiche Absolventen der Wirtschaftswissenschaften tragen hinter ihrem Bachelor- oder Master-Titel den Zusatz "of Arts". Im Falle eines BWL- oder VWL-Studiums mit zusätzlicher technischer Ausrichtung erhalten die Studenten die Bezeichnung "of Science".

Tätigkeit

Den anerkannten Abschluss des Industriekaufmannes bzw. der Industriekauffrau erhält man nach einer 3-jährigen Ausbildung (Verkürzungen sind möglich) in einem Betrieb sowie der parallel dazu verlaufenden schulischen (Aus-)Bildung. Das Arbeitsfeld der Industriekaufleute ist sehr breit gefächert und umfasst nahezu alle Bereiche, die in einem kaufmännischen Beruf anfallen, so zum Beispiel im Verwaltungsbereich, Personen- und Finanzwesen, aber auch den direkten Kontakt mit den Kunden- oder Lieferantenstamm. Weiterhin kann der Industriekaufmann/-frau auch in Lager- oder Produktionsabläufe eingebunden werden.

Zum ersten Mal konnte man sich im Jahr 1936 zum Industriekaufmann ausbilden lassen. Zwar gibt es die Industrie schon seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert, zuvor hatte es allerdings keinerlei Veranlassung gegeben, dass Kaufleute sich auf diesen einen Bereich spezialisierten. Mit dem Jahr 1957 kam es wegen des großen Wandels in der Industrie auch zu einer erheblichen Veränderung des Berufsbildes. Die heutige Ausbildungsordnung stammt aus dem Jahr 2002.

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