Kieferorthopädischer Fachhelfer Gehalt bundesweit

1,582 - 3,538

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Kieferorthopädischer Fachhelfer

Datenbasis: 11 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,582 € 2,001 € 3,538 €
Baden-Württemberg 1,735 € 2,194 € 3,879 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Bayern 1,857 € 2,349 € 4,153 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Berlin 1,482 € 1,875 € 3,315 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Brandenburg 1,181 € 1,494 € 2,642 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Bremen 1,512 € 1,913 € 3,382 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Hamburg 1,655 € 2,093 € 3,701 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Hessen 1,848 € 2,337 € 4,132 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Mecklenburg-Vorpommern 1,137 € 1,438 € 2,543 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Niedersachsen 1,440 € 1,822 € 3,222 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Nordrhein-Westfalen 1,509 € 1,909 € 3,375 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Rheinland-Pfalz 1,555 € 1,967 € 3,478 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Saarland 1,471 € 1,861 € 3,290 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Sachsen 1,354 € 1,713 € 3,029 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Sachsen-Anhalt 1,163 € 1,471 € 2,601 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Schleswig-Holstein 1,389 € 1,757 € 3,107 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer
Thüringen 1,231 € 1,557 € 2,753 € Jobs Kieferorthopädischer Fachhelfer

Kieferorthopädische Fachhelfer:

1. Gehalt

Als Kieferorthopädischer Fachhelfer liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.001 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 11 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.582 € beginnen, Kieferorthopädische Fachhelfer in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.538 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.757 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.194 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kieferorthopädischer Fachhelfer in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.678 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.943 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.228 Euro brutto
  • 40 Jahre = - Euro brutto
  • 45 Jahre = - Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.948 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.001 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = - Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = - Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Kieferorthopädische/-er Fachhelfer/-in wird man durch eine Weiterbildung im zahnmedizinischen Bereich. Diese schließt sich zum Beispiel nach der Ausbildung zum/zur zahnmedizinischen Fachangestellten an. Die Weiterbildung befähigt die Lernenden dazu, folgende Kernkompetenzen zu erwerben:

  • Pflege und Assistenz bei der Kieferorthopädie,
  • Verwaltung von Patienten und Patientenaufnahme,
  • Betreuung von Patienten,
  • Prävention,
  • Röntgenassistenz,
  • Behandlungsassistenz in der zahnmedizinischen Betreuung.

Außerdem erfahren kieferorthopädische Fachhelfer eine Ausbildung in den Bereichen

  • Abrechnung und Verwaltung,
  • Ernährungsberatung,
  • Gesundheitspädagogik,
  • Praxishygiene,
  • Dokumentation,
  • Zahnersatz und Prothesen,
  • Erste Hilfe,
  • Strahlenschutz.

Da der Zugang üblicherweise über den Ausbildungsberuf der zahnmedizinischen Fachangestellten verläuft, wird im Folgenden kurz auf diese Ausbildung eingegangen. Auszubildende lernen während der 3-jährigen Ausbildung wichtige Grundlagen wie

  • die Assistenz bei der Behandlung von Patienten,
  • das Durchführen von Hygienemaßnahmen,
  • das Erstellen von Röntgenbildern,
  • die Betreuung von Patienten,
  • die Anleitung zur Mundhygiene,
  • Dokumentation von Behandlungsabläufen,
  • Organisation von Praxisabläufen,
  • Terminplanung.

Die Ausbildung ist dual, das bedeutet, dass der Ausbildungsbetrieb aktiv in den Behandlungs- und Röntgenräumen sowie an der Anmeldung und im Labor ausbildet und die Berufsschule das theoretische Wissen vermittelt. Die Prüfung ist zweigeteilt. Der erste Teil wird im Rahmen einer Zwischenprüfung und der zweite Teil am Ende der Ausbildung als Abschlussprüfung abgelegt. Die Abschlussprüfung umfasst Theorie und Praxis. In der Praxis müssen die Prüflinge Patientengespräche führen, eine Demonstration von Prophylaxemaßnahmen durchführen sowie erläutern, wie Materialien, Werkstoffe und Geräte in der Zahnarztpraxis eingesetzt werden. Der schriftliche Teil beschäftigt sich mit der Behandlungsassistenz, mit der Organisation und Verwaltung, mit dem Abrechnungswesen sowie mit Wirtschaft-und Sozialkunde.

Als Alternative zu dieser Ausbildung stehen die Berufe Medizinische/ -r Fachangestellte /-r, Gesundheits- und Krankenpfleger /-in oder Orthoptist /-in zur Verfügung. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie sich mit der Assistenz und der Verwaltung innerhalb einer Arztpraxis beschäftigen. Für Liebhaber von Tieren empfiehlt sich im medizinischen Bereich der Beruf der tiermedizinischen Fachangestellten.

3. Studium

Für kieferorthopädische Fachhelfer bietet sich das Studium der Zahnmedizin an. Zahnmedizin ist ein grundständiges Studium. Die Studenten erwerben Grundlagenwissen über Zahnheilkunde, Medizin, Naturwissenschaften und Werkstoffkunde. Der Studiengang kann auch als Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde bezeichnet werden. Im Rahmen des Studiums sind unterschiedliche Lehrgebiete zu bewältigen. Um sich auf die naturwissenschaftliche Vorprüfung vorzubereiten, sind die Fächer Chemie, Physik und Zoologie von Bedeutung. Für die zahnärztliche Vorprüfung kommt es auf die Fächer Anatomie, Physiologie, physiologische Chemie und Zahnersatzkunde an. Wer sich auf die zahnärztliche Abschlussprüfung vorbereitet, sollte diese Lehrgebiete beherrschen:

  • Pathologie,
  • Anatomie,
  • Chirurgie,
  • Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten,
  • Haut und Geschlechtskrankheiten,
  • Hygiene,
  • Innere Medizin,
  • medizinische Mikrobiologie und Gesundheitsfürsorge,
  • Pharmakologie,
  • Kieferkrankheiten, Zahn- und Mundkrankheiten,
  • Zahnerhaltungskunde.

Während des Studiums müssen Studenten in Kliniken oder an der Hochschule ein Praktikum absolvieren. Die Regelstudienzeit beläuft sich auf 11 Semester und inkludiert auch die Prüfungszeit für die zahnärztliche Prüfung. Die Abschlussprüfung erfordert den Nachweis über die regelmäßige Teilnahme an den Veranstaltungen. Der Student muss die Teilnahme an der naturwissenschaftlichen und an der zahnärztlichen Vorprüfung belegen und zum guten Schluss folgt die zahnärztliche Prüfung, die aus schriftlichem, mündlichen und praktischen Teil besteht. Eine Prüfungswiederholung ist nur einmalig möglich, wobei es unter Umständen Ausnahmen geben kann.

Nach dem grundständigen Studium können Absolventen ins Berufsleben einsteigen. Sie sind dann als Zahnarzt oder Zahnärztin tätig oder arbeiten im Gesundheits- und Sozialbereich. Eine Weiterqualifizierung oder Spezialisierung ist ebenfalls denkbar. Einige Zahnärzte legen den beruflichen Schwerpunkt auf die Prothetik oder Implantologie. Ist die Approbation nach Abschluss des Studiums erteilt, können angehende Zahnärzte eine Facharztweiterbildung machen. Alternativ steht den Absolventen die Möglichkeit offen, dass weiterführende Studienfach der Zahnmedizin anzustreben. Das weiterführende Studienfach vertieft das Wissen aus dem Grundstudium. In der Regel spezialisieren sich Studenten zum Beispiel in der Parodontologie oder der Endodontie.

4. Tätigkeit

Kieferorthopädische Fachhelfer arbeiten eng mit Fachzahnärzten zusammen. Sie fertigen Kieferabdrücke, erstellen Röntgenaufnahmen und assistieren bei der Behandlung. Hinzu kommt, dass sie Patienten informieren, sie beraten und in der Mundhygiene unterweisen. Konkret führen sie im Berufsalltag diese Tätigkeiten aus:

  • Vorbereitung von Instrumenten und Hilfsmitteln,
  • Arbeitsmaterialien vorbereiten und bereitstellen,
  • Patienten auf Eingriffe vorbereiten und sie über Operationen und vorbeugende Maßnahmen aufklären
  • erforderliche Instrumente während der Behandlung reichen,
  • Kieferabdrücke herstellen,
  • in Notfallsituationen assistieren,
  • Behandlungszimmer aufräumen, säubern und desinfizieren,
  • Behandlungsabläufe dokumentieren.

Im Rahmen der Patientenbetreuung sind sie für deren Empfang zuständig. Sie zeigen ihnen, wie mit kieferorthopädischen Hilfsmitteln umzugehen ist und informieren Patienten darüber, wie Prothesen und Zahnspange zu tragen herauszunehmen und zu säubern sind. Daneben sind sie für die Organisation zuständig. Sie führen Terminkalender, legen Patientenakten an, arbeiten mit Lieferanten zusammen und füllen Behandlungspläne und Heil-Kostenpläne in Absprache mit dem Facharzt aus. Kieferorthopädische Fachhelfer findet ihr Arbeitsumfeld in Zahnarztpraxen und Zahnkliniken, ferner bei Kieferchirurgen oder Oralchirurgen.