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Gehalt Küchenchef / in

Datenbasis: 662  Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,507€ 2,199€ 3,476€
Baden-Württemberg 1,596€ 2,369€ 3,529€ Jobs Küchenchef / in
Bayern 1,603€ 2,340€ 3,890€ Jobs Küchenchef / in
Berlin 1,487€ 1,956€ 3,053€ Jobs Küchenchef / in
Brandenburg 1,480€ 1,672€ 2,128€ Jobs Küchenchef / in
Bremen 1,580€ 1,940€ 2,287€ Jobs Küchenchef / in
Hamburg 1,548€ 2,097€ 4,052€ Jobs Küchenchef / in
Hessen 1,745€ 2,318€ 3,540€ Jobs Küchenchef / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,172€ 1,435€ 2,276€ Jobs Küchenchef / in
Niedersachsen 1,500€ 2,015€ 3,382€ Jobs Küchenchef / in
Nordrhein-Westfalen 1,723€ 2,425€ 3,657€ Jobs Küchenchef / in
Rheinland-Pfalz 1,344€ 2,056€ 3,376€ Jobs Küchenchef / in
Saarland 1,811€ 1,887€ 1,958€ Jobs Küchenchef / in
Sachsen 1,358€ 1,758€ 3,346€ Jobs Küchenchef / in
Sachsen-Anhalt 1,491€ 2,097€ 2,287€ Jobs Küchenchef / in
Schleswig-Holstein 1,453€ 1,991€ 2,903€ Jobs Küchenchef / in
Thüringen 1,101€ 2,668€ 4,012€ Jobs Küchenchef / in

Küchenchef / in:

1. Gehalt

Als Küchenchef liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.199 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 662 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.507 € beginnen, Küchenchefs in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.476 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.991 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.369 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Küchenchef in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.811 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.029 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.382 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.581 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.714 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.628 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.157 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.237 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.714 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer Chef werden möchte, muss das Metier in- und auswendig kennen und Führungskompetenzen haben. So ist das in jeder Branche und auch in der Gastronomie, daher muss jeder Küchenchef zunächst eine Ausbildung in der Küche absolviert haben und dann Berufserfahrung sammeln. Die klassischste Ausbildung in der Küche ist sicherlich die Ausbildung zum /zur Koch /Köchin. Vereinzelt finden auch ausgebildeten Restaurantfachleute, Hotelfachleute oder Hauswirtschafter den Weg in die Küche, nur dann wird die Phase der Berufspraxis entsprechend länger ausfallen müssen.

Zum Küchenchef kann man schlicht befördert werden. Das heißt, wer beispielsweise lange Jahre verlässliche und gute Arbeit geleistet hat und sich über die Maßen hinaus engagiert hat, hat Chancen auf den Posten des Küchenchefs. Um neben den fachlichen Aufgaben dann auch noch die betriebswirtschaftlichen Aufgaben stemmen zu können, belegen einige angehende Küchenchefs spezielle Kurse, die sie für die Führungsaufgaben rüsten.

Eine klassische Weiterbildung, um sich auch theoretisch zum /zur Küchenchef /-in zu qualifizieren ist die Weiterbildung zum Küchenmeister. Diese Fortbildung ist staatlich anerkannt und deutschlandweit einheitlich. Diese Weiterbildung kann in Vollzeit oder Teilzeit erfolgen. Auf dem Stundenplan stehen dann Wirtschaftsthemen und fachspezifische Inhalte.

  • VWL und BWL: Grundlagen, Existenzgründung, Unternehmensformen
  • Rechnungswesen: Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Leistungsrechnung, Controlling, Planung
  • Recht und Steuern
  • Unternehmensführung: Organisation, Mitarbeiterführung, Personalentwicklung, Personalbedarf erkennen und reagieren, Mitarbeiter-Recruiting
  • Betriebsabläufe: Arbeitsplatzorganisation, Konzepte für Speisen, Getränke und Special-Interest-Events, Planung, Kostenkalkulation, Hygiene- und Umweltschutzmaßnahmen, Qualitätsmanagement
  • Lebensmittelbeschaffung: Angebotswesen, sachgerechte Lagerung, rechtliche Vorschriften einhalten, Investitionsbedarf begründen, Einkauf koordinieren
  • Ernährungswissenschaften: Speisenplanung, Bewertung, Nährstoffgehalte, Nährwerterhalt, spezielle Kost für bestimmte Krankheitsbilder
  • Kundenkontakt: Betreuung von Gästen, Vermarktung von Produkten, Verkaufsförderung, Angebote für spezielle Anlässe, Beratung und Verkauf, Präsentation

Wer sich für eine Fortbildung zum staatlich geprüften Küchenmeister entscheidet, kann sowohl auf eine Führungsposition in einem Unternehmen hoffen, als auch mit wertigem Rüstzeug den Sprung in die Selbstständigkeit wagen.

3. Studium

Ein Studium zum /zur Koch /Köchin oder zum /zur Küchenchef /-in gibt es nicht. Jedoch gibt es mehrere Möglichkeit, fachspezifische Studiengänge zu absolvieren. Eine ist dabei die Fortbildung zum Betriebswirt. Diese wird meist an einer Gastronomie- /Hotelfachschule absolviert und öffnet die Tore zu den Managementaufgaben im Hotel- und Gastronomiebereich. Als staatlich geprüfte /-r Betriebswirt /-in für Hotel und Gaststättengewerbe werden die berufsspezifischen Kenntnisse um betriebswirtschaftliche Inhalte, interkulturelle Erfahrungen und Sprachkurse ergänzt. Einsatzgebiet für staatlich geprüfte Betriebswirte ist in aller Regel der Managementbereich von Hotels, Restaurants, Eventagenturen, Cateringunternehmen, Kureinrichtungen und Dienstleistungsunternehmen. Nur die wenigsten Betriebswirte zieht es nach der Weiterbildung zurück an den Herd, um dort als Küchenchef tätig zu sein.

Auch ein Fachstudium, welches stark an die Techniker-Weiterbildung erinnert, ist im Gastronomiebereich denkbar. Dies wird jedoch in der Regel angestrebt, um sich von der Küche in Richtung Industrie und Forschung weiterzuentwickeln und weniger um später als Küchenchef tätig zu sein. Wer diesen Weg anstrebt, der wird ein Studium der Lebensmitteltechnologie oder der Ökotrophologie absolvieren. Als Lebensmitteltechnologe mit akademischem Abschluss wird man in der Regel in der Produktentwicklung, im Qualitätsmanagement, in der Produktion oder in der Forschung tätig sein.

Näher am Beruf des /der Kochs /Köchin liegt da das Studium der Ernährungswissenschaften. Bei Studenten dieser Fachrichtungen stehen die folgenden Themen im Fokus:

  • Biologie, Chemie, Mathematik, Physik, Biochemie, Genetik
  • Lebensmittelchemie, Ernährungsphysiologie, Lebensmittelrecht, Ernährungsmedizin

Wer ein Studium der Ernährungswissenschaften erfolgreich abschließt, ist anschließend oft in der Getränke- und Lebensmittelindustrie oder aber in Krankenhäusern und Pharmaunternehmen tätig. Ernährungswissenschaftler führen Qualitätsproben durch oder konzipieren als selbstständige Ernährungsberater Essenspläne in Abhängigkeit von etwaigen Vorerkrankungen oder speziellen Zielgruppen. Auch ein Ernährungswissenschaftler kann als Küchenchef /-in tätig sein, doch muss er dann mit der Gehaltsdifferenz leben, die zwischen dem klassischen Gastronomiebereich und branchenverwandten Tätigkeiten in der Industrie vorherrscht.

4. Tätigkeit

Der Küchenchef bzw. die Küchenchefin ist die Führungskraft in einem Küchenbetrieb. Dort ist er/sie für den reibungslosen Ablauf verantwortlich. Küchenchefs organisieren selbständig die anfallenden Arbeiten, überwachen die Zubereitung der Gerichte und achten dabei auf die Einhaltung von Qualitäts- und Hygienevorschriften des Betriebes. Neben der Arbeit in der Küche gehören auch verwaltende Arbeiten im Bürobereich zu den Aufgaben eines Küchenchefs bzw. einer Küchenchefin. Dort erstellen sie die Personaldienstpläne, die Speisekarten, die Speisepläne und übernehmen die Kalkulation in der Beschaffung von Nahrungsmitteln und Verbrauchsmaterialien.

Das Aufgabenspektrum eines Küchenchefs ist zweigeteilt, denn es gilt Fach- und Führungsaufgaben zu bestreiten. Fachaufgaben eines /einer Küchenchefs /-in sind:

  • Einkauf, Lagerung, Verarbeitung von Lebensmitteln
  • Organisation von Special-Interest-Angeboten: Hochzeiten, Firmenfeiern, etc.
  • Beratung von Gästen
  • Test und Implementierung neuer Rezepte
  • Erstellen von Speiseplänen
  • Anleitung und Kontrolle von Mitarbeitern
  • Kontrolle von Hygienevorschriften und Lebensmittelrechtsverordnungen

Führungsaufgaben eines /einer Küchenchefs /-in sind:

  • Abläufe planen, koordinieren, optimieren
  • Delegieren von Aufgaben an Mitarbeiter
  • Budgetverwaltung und -verantwortung
  • Buchführung
  • Marketing
  • Personalmanagement, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter
  • Jugendarbeitsschutzgesetz, Unfallverhütung, Arbeitszeitordnung

Ein Küchenchef kann überall dort eine Stelle finden, wo es eine Küche gibt. Das heißt neben Restaurants sind auch Hotels, Heime, Krankenhäuser, Cateringbetriebe und Lebensmittelproduzenten mögliche Arbeitgeber von Küchenchefs. Je nach Einsatzort gibt es noch weitere spezifische Aufgaben zu bewältigen, wie in Heimküchen die sachgerechte Herstellung von Spezialessen wie Diätkost, Diabetikerkost etc. In High Class Restaurants ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Restaurantleiter gefragt, um beispielsweise Essen- und Getränkeangebot perfekt aufeinander abzustimmen.

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