Pferdewirt Gehalt bundesweit

949 - 2,234

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Pferdewirt / in

Datenbasis: 64 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 949 € 1,504 € 2,234 €
Baden-Württemberg 659 € 1,045 € 1,552 € Jobs Pferdewirt / in
Bayern 1,059 € 1,334 € 2,049 € Jobs Pferdewirt / in
Berlin 889 € 1,409 € 2,093 € Jobs Pferdewirt / in
Brandenburg 722 € 1,144 € 1,699 € Jobs Pferdewirt / in
Bremen 907 € 1,438 € 2,136 € Jobs Pferdewirt / in
Hamburg 1,003 € 1,762 € 2,011 € Jobs Pferdewirt / in
Hessen 1,325 € 1,664 € 2,048 € Jobs Pferdewirt / in
Mecklenburg-Vorpommern 682 € 1,081 € 1,606 € Jobs Pferdewirt / in
Niedersachsen 886 € 1,470 € 2,679 € Jobs Pferdewirt / in
Nordrhein-Westfalen 1,019 € 1,510 € 3,012 € Jobs Pferdewirt / in
Rheinland-Pfalz 933 € 1,479 € 2,197 € Jobs Pferdewirt / in
Saarland 883 € 1,399 € 2,078 € Jobs Pferdewirt / in
Sachsen 794 € 1,258 € 1,869 € Jobs Pferdewirt / in
Sachsen-Anhalt 816 € 1,293 € 1,921 € Jobs Pferdewirt / in
Schleswig-Holstein 1,379 € 1,525 € 1,851 € Jobs Pferdewirt / in
Thüringen 738 € 1,170 € 1,738 € Jobs Pferdewirt / in

Pferdewirt / in:

1. Gehalt

Ein Pferdewirt verdient in Deutschland durchschnittlich 1.504 €, basierend auf 64 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 949 € und können teilweise bis zu 2.234 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Pferdewirt bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 1.525 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 1.045 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Pferdewirt Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 1.324 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.430 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.831 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.839 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.801 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.630 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.510 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.357 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.324 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Einschränkung auf den Schwerpunkt Pferdezucht und -haltung lässt erkennen, dass es durchaus noch weitere Fachrichtungen im Rahmen der dreijährigen Ausbildung zum/zur Pferdewirt/-in gibt. Der duale Ausbildungsberuf wird in diesen Fachrichtungen angeboten:

  • Klassische Reitausbildung,
  • Spezialreitweisen,
  • Pferderennen,
  • Pferdehaltung und Service,
  • Pferdezucht.

Allen Ausbildungsschwerpunkten gemein sind diese Themen:

  • Umgang mit dem Pferd: Analyse des tierischen Verhaltens, Untersuchung und Pflege von Hufen, Transport von Pferden, Auswahl und Einsatz von Ausrüstung und Hilfsmitteln,
  • Pflege und Fütterung: je nach Art der Haltung, je nach Art des Einsatzbereiches, Sonderkost/Pflege bei Krankheiten (u.a. Zugabe von Medikamenten),
  • Lebensraum: Reinigung von Boxen und Paddocks,
  • Gesundheitscheck: Notfallmedizin, Vorbeugung von Infektionen und Seuchen, Impfpläne, Hygienevorschriften.

Dazu kommen die jeweiligen Spezialthemen der Ausbildungsschwerpunkte: Beim Schwerpunkt „Klassische Reitausbildung“ steht die Planung, Umsetzung, Analyse und Korrektur von Trainingszeiten im Fokus. Beim Schwerpunkt „Spezialreitweisen“ steht sowohl die Grundausbildung eines jungen Tieres auf dem Lehrplan als auch die Ausbildung in speziellen Reittechniken. Die Ausbildung eines Tieres erfolgt dabei nach einem speziell konzipierten Ausbildungsplan, der auch danach erstellt wurde, wie das Tier später eingesetzt werden soll. In diesem Zusammenhang ist auch die Vorbereitung von Pferd und Reiter ein wichtiger Bestandteil. Beim Schwerpunkt „Pferderennen“ steht die Planung, Durchführung und Analyse von Renneinsätzen im Fokus. Auch die fachgerechte Versorgung vor, während und nach einem Rennen wird hierbei vermittelt.

Wie der Schwerpunkt „Pferdehaltung und Service“ bereits vermuten lässt, werden die klassischen Ausbildungsinhalte um die Themen Bewirtschaftung von Pferdeweiden sowie Beratung zu Tierauswahl und Ausrüstung ergänzt. Mit dem Fokus auf das Thema „Pferdezucht“ wird vermittelt, wie Tiere aus Züchtersicht bewertet werden und wie Pferde nach ihrem züchterischen Nutzen ausgewählt werden. Auch die theoretischen Grundlagen zur künstlichen Besamung von Stuten steht auf dem Programm. Darüber hinaus lernen die angehenden Pferdewirte mit diesem Schwerpunkt, wie Pferde auf Zuchtveranstaltungen am besten präsentiert werden.

3. Studium

Wer vor der Wahl steht, eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren, muss sich zwischen Theorie und Praxis entscheiden. Interessierte, die auf eine Ausbildung zum/zur Pferdewirt/-in setzen, wählen die Praxis. Studenten der Pferdewirtschaft wählen die Theorie, denn obgleich auch Praxisphasen integriert sind, wird die spätere Arbeit, für die das Studium qualifiziert, doch nicht so stark praxisorientiert sein, wie nach einer Ausbildung zum/zur Pferdewirt/-in.

Das Studium der Pferdewirtschaft wird als grundständiges und als weiterführendes Studium angeboten. Dabei stehen diese Studieninhalte auf dem Lehrplan:

  • Ausbildung von Pferd und Reiter im Hinblick auf Tourismus, Turnierwesen, Reitsport, Reitwesen, Organisation, Ausbildungssysteme,
  • Grundlagen in Tierwissenschaften, Ethologie, Pferdehaltung, Biologie, Mathematik, Physik
  • Tiergesundheit: Seuchen- und Infektionshygiene, Fütterung, Haltung, Erkrankungen,
  • Tierernährung, Pferdefütterung,
  • Zucht: Reproduktionstechnologie in der Pferdezucht, Pferdezucht/-genetik,
  • Landbau und Naturschutz, Agribusiness, Precision Farming, Bau- und Verfahrenstechnik, Weidemanagement,
  • BWL und Unternehmensführung für Pferdewissenschaftler, Event- und Sportmarketing.

Wer nach einer thematisch weiter gefassten Studienalternative sucht, ist mit einem Studium des Agrarmanagements und diesen Studieninhalten gut beraten.

  • Agrarbusiness: Unternehmensführung, Statistik, Datenanalyse, Konsumentenverhalten, Umweltmanagement, Kommunikation und Beratung, Marketing, Politik, Recht,
  • Naturwissenschaften: Agrikulturchemie, Pflanzenbiotechnologie, Biologie, Geologie, Geoökologie, Ökologie, Klimawandel,
  • Produktion von Tieren und Pflanzen: ökologischer Landbau, Pflanzengesundheit, Tierhaltung,
  • Vermarktung: Lebensmitteltechnologie, Lebensmittelchemie, Lebensmittelrecht,
  • Spezialisierungsfächer: Wassermanagement, Wasserverwendung, Bodenökologie, Weidewirtschaft, Verfahrenstechnik.

Studierende, die hingegen eher den sportlichen Aspekt in den Fokus rücken wollen, können sich auch für ein Studium des Sportmanagements und der Sportökonomie entscheiden. Dabei stehen dann diese Fächer auf dem Stundenplan:

  • Sportmanagement: Controlling, Investition und Finanzierung, Kosten-/Leistungsrechnung, Marketing und Unternehmensführung, Sportmarketing, Medien und Kommunikation, Sportrecht, Tourismus, Ökonomie, Nachhaltigkeit, Steuern,
  • Grunddisziplinen: Mathematik, Informatik, BWL, Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung,
  • Sonderthemen: Rechnungswesen in Sportorganisationen, Ideengeschichte in der Ökonomie, Umweltmanagement, Sozio-Ökonomie des Sports.

Wer eine Ausbildung zum/zur Pferdewirt/-in absolviert und ein Studium der Sportökonomie anschließt, wird sich in Richtung Rennsport orientieren.

4. Tätigkeit

Pferdewirte im Bereich Pferdezucht arbeiten später in Deckstationen, Aufzuchtbetrieben, Hengstdepots und Gestüten. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Betreuung und Ausbildung der Tiere. Im Fokus stehen die Tiere im Hinblick auf ihren Einsatz bei Zuchtschauen und bei der Zucht selbst. Dabei beschäftigen sich Pferdewirte mit diesen Hauptaufgaben:

  • Planung von Zuchtmaßnahmen unter Berücksichtigung der Zuchthygiene,
  • Organisation der Besamung der Stute,
  • Überwachung des Geburtsvorgangs, Aufzucht der Fohlen,
  • Präsentation der Tiere bei Zuchtschauen,
  • Allgemeine Aufgaben: Versorgung und Pflege der Tiere, Weidepflege, Stallarbeiten, Vorbereitung und Durchführung von Pferdetransporten.

Wer für die Ausbildung den Schwerpunkt Pferdehaltung und Service gewählt hat, kann auch in Reitschulen, Reitvereinen, Reiterhöfen und Reiterpensionen arbeiten. Die Hauptaufgaben sind:

  • Versorgung der Tiere mit geprüftem und abgestimmtem Futter,
  • Organisation der Unterbringung der Tiere,
  • Beratung und Ausbildung in allen Themen der Pferdehaltung, Ausrüstung, Ausbildung etc.,
  • Pflege der Tiere und des Lebensraumes,
  • Ausrüstung der Tiere.