Produktionsplaner Gehalt bundesweit

2,383 - 5,214

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Produktionsplaner / Produktionsplanerin

Datenbasis: 378 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2,383 € 3,426 € 5,214 €
Baden-Württemberg 2,754 € 3,571 € 5,624 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Bayern 2,462 € 3,801 € 6,161 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Berlin 2,180 € 3,702 € 4,449 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Brandenburg 1,808 € 3,016 € 4,039 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Bremen 3,687 € 4,635 € 5,747 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Hamburg 3,353 € 3,923 € 4,724 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Hessen 2,272 € 3,711 € 4,495 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Mecklenburg-Vorpommern 2,391 € 2,688 € 3,042 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Niedersachsen 2,495 € 3,206 € 5,035 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Nordrhein-Westfalen 2,399 € 3,477 € 5,636 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Rheinland-Pfalz 2,613 € 3,332 € 4,765 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Saarland 1,986 € 2,855 € 4,345 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Sachsen 1,712 € 2,728 € 3,402 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Sachsen-Anhalt 1,614 € 2,831 € 3,049 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Schleswig-Holstein 2,410 € 2,781 € 3,009 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin
Thüringen 2,125 € 2,664 € 2,923 € Jobs Produktionsplaner / Produktionsplanerin

Produktionsplaner / Produktionsplanerin:

1. Gehalt

Ein Produktionsplaner verdient in Deutschland durchschnittlich 3.426 €, basierend auf 378 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 2.383 € und können teilweise bis zu 5.214 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Produktionsplaner bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.781 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 3.571 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Produktionsplaner Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 3.147 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.287 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.414 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.499 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.972 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.866 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.092 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.401 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.192 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer plant oder leitet hat in aller Regel eine verantwortungsvolle Aufgabe, für die mehr als nur eine duale Ausbildung vorausgesetzt wird. Planung kann darüber hinaus immer zweierlei bedeuten: Auf der einen Seite steht die theoretische Planung, die Beschaffung von Material und Personal mit stetem Blick auf den Terminplan, der einzuhalten ist. Auf der anderen Seite steht die physische Vorbereitung. Für die Planung ist Know-how gefragt, für die Vorbereitung Genauigkeit, Akribie und praktisches Fachwissen.

Wer seinen Traumberuf in der Produktplanung sieht, wird zunächst eine der folgenden Ausbildungen anstreben:

  • die dreijährige Ausbildung zum/zur Produktionstechnologen/-in,
  • die zweijährige Ausbildung zum/zur Produktionsfachkraft Chemie,
  • die zweijährige Ausbildung zum/zur Maschinen- und Anlagenführer/-in.

Die Parallele all dieser Ausbildungsberufe ist der Ausbildungsort: in der produzierenden Industrie. Der/die Produktionstechnologe/-in lernt, Anlagen zur Produktion auszustatten und zu bedienen. Er lernt, worauf es beim Sicherheitscheck ankommt, wie Arbeitsschritte festgelegt werden und welche Vorschriften des Datenschutzgesetzes Anwendung finden. Wie Kontrollen und Überwachungen mittels Parametern durchzuführen sind, steht ebenfalls auf dem Ausbildungsplan – ebenso wie die Dokumentation der Prozesse. Maschinen- und Anlagenführer lernen während der Ausbildung, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge zu warten und manuell sowie maschinell zu fertigen.

Die Ausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie ist branchenspezifisch aufgebaut, denn wer mit chemischen Stoffen arbeiten will, der muss wissen, wie Stoffe sedimentiert, zentrifugiert und gefiltert werden, wie Rohre und Rohrleitungen verbunden werden und wie Produkte hergestellt und verarbeitet werden. Darüber hinaus wird der Umgang mit branchenspezifischen Anlagen und Maschinen vermittelt.

Ein Blick auf die Ausbildungsinhalte zeigt bereits: Wer diese Ausbildung erfolgreich abschließt, wird später direkt in der Produktion tätig sein oder ggf. noch in der eingangs erwähnten physischen Vorbereitung der Produktion. Wer allerdings in die Planung einsteigen will, muss eine entsprechende Weiterbildung absolvieren. Dabei gibt es die Möglichkeit sich zu spezialisieren beispielsweise

  • mit einer branchenspezifischen Fortsetzung der Ausbildung,
  • mit einer Aufstiegsweiterbildung zum Meister, Techniker, Fachwirt oder Betriebswirt.
3. Studium

Je nachdem welche Stellung ein Mitarbeiter später anstrebt, ist eine Aus- und eine Weiterbildung ausreichend oder ein Studium Voraussetzung, um den Wunschwerdegang zu meistern. Eine Aus- und Weiterbildung ermöglicht es, als Abteilungsleitung in der produzierenden Industrie aktiv zu werden. Ein Studium hingegen wird vorausgesetzt, wenn eine Karriere in der Entwicklung und der Produktionstechnik angestrebt wird. Dann kann ein Studium der Produktionstechnik, der Produktionsentwicklung, der Automatisierungstechnik, der Konstruktionstechnik, des Maschinenbaus oder der Verfahrenstechnik aufgenommen werden – ohne sich zwingend für eine Branche entscheiden zu müssen.

Je nach dem individuellen Studienschwerpunkt können diese Inhalte auf dem Lehrplan stehen:

  • Grundlagen in: Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Konstruktionstechnik, Maschinenbau, Mikrotechnik, Produktentwicklung/-technik, Verfahrenstechnik,
  • Spezialisierungen in: Chemieingenieurwesen, Druck- und Medientechnik, Fahrzeugtechnik, Kunststofftechnik, Verpackungstechnik,
  • Grunddisziplinen: Mathematik, Informatik, Konstruktion, Mechatronik,
  • Praxis: Herstellung und Entwicklung von Maschinen und Bauteilen.

Da ein/eine Produktionsplaner/-in ein großes Wissen im Bereich der Praxis haben muss, wird das Duale Studium immer beliebter. Dabei werden die theoretischen Inhalte eines grundständigen Studiums kombiniert mit den praktischen Inhalten einer Ausbildung. Besonders oft werden die praktischen Inhalte einer Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/-in oder eines/einer Mechatronikers/-in vermittelt, denn diese decken ein vergleichsweise großes Pensum an wichtigem Praxiswissen ab, was auch für die Produktionsplanung von Bedeutung ist.

Wer ein Studium des Ingenieurwesens abschließt, stellt die Weichen für eine berufliche Zukunft in der Entwicklung. Bei den Ingenieurwissenschaften stehen diese Themen im grundständigen Studium im Fokus:

  • IT-gestützte Produkt- und Prozessentwicklung,
  • Chemie, Physik, Mathematik, Differenzial- und Integralrechnung,
  • Ingenieurwissenschaften, Materialwissenschaften,
  • Signaldarstellung, Mechanik, Thermodynamik,
  • Digital and Virtual Engineering,
  • Geometric Modeling,
  • Material Modeling,
  • Process Engineering,
  • Festkörper- und Fluiddynamik.

Studiengänge für Ingenieure gibt es in vielen Fachbereichen. Wie in anderen Branchen gilt auch hier: Spezialisierung schafft Chancen und schränkt auch ein. Das bedeutet, dass es ein Vorteil sein kann, die Ingenieurwissenschaften als Wissenschaft zu begreifen und die Spezialisierung in der Praxis zu erfahren, wird aber ein Spezialist der Chemie, des Maschinenbaus oder der Mechatronik gesucht, ist ein branchenspezifisches Fachstudium Grundvoraussetzung.

4. Tätigkeit

Produktionsplaner und Produktionsplanerinnen beschäftigen sich mit der "PPS", der "Produktionsplanung und Steuerung". Hierunter versteht man die termin- und mengenmäßige Durchführung der Aufgaben der Fertigung in den Bereichen Planung, Veranlassung und Überwachung in der Industrie und in anderen Fertigungsbereichen. Dazu gehören unterschiedlichste Aufgaben, wie beispielsweise die Bearbeitung von Aufträgen, Terminplanung der Durchlaufzeiten, Optimierung der Kapazitäten und die Werkstattsteuerung.
Mit dem Einsatz von Produktionsplanern und Produktionsplanerinnen verfolgt man die Erreichung möglichst kurzer Durchlaufzeiten vom Eingang der Vorprodukte und Halberzeugnisse bis zur Auslieferung des fertigen Produktes. Dazu gehören auch die Einhaltung aller Termine und die Wahrung gesetzter Fristen, die Sicherstellung einer möglichst hohen Auslastung betrieblicher Kapazitäten und Lieferbereitschaft sowie die Optimierung von Lagerbeständen.

Zur Erfüllung dieser Aufgaben erarbeitet er/ sie, oftmals in leitender Funktion, mit den einzelnen Arbeitsgruppen die Produktions-Programmplanung, die Produktions-Bedarfplanung, die Mengenplanung und ermittelt außerdem den Eigenbedarf und die Art und Menge der durch Fremdbezug bereitzustellenden Güter, er/ sie organisiert die Querschnittsaufgaben und überwacht die Datenverwaltung. Entsprechend der Aufgabenstellung von Produktionsplaner und Produktionsplanerinnen gelten für die PPS im Regelfall kurze Planungshorizonte in der Fertigungsplanung, Materialplanung oder Personaleinsatzplanung von bis zu einem Vierteljahr. Innerhalb dieses Zeitrahmens sind sie verantwortlich für die Einhaltung von Soll-Ist-Abweichungen innerhalb der gesetzten Toleranzgrenzen. Der Kompetenzbereich von Produktionsplanern und Produktionsplanerinnen umfasst dabei, je nach individueller Aufgabenstellung Ausführungskompetenzen, Anordnungskompetenzen, Entscheidungskompetenzen und Vertretungskompetenzen.

Dem weiten Aufgabengebiet und der hohen Verantwortung entsprechend gibt es hinsichtlich der gezahlten Gehälter eine hohe Bandbreite. Man kann bereits zu Beginn mit einem verhältnismäßig guten Einstiegsgehalt rechnen. Der Verdienst bemisst sich danach selbstverständlich nach Berufserfahrung, Stundenlohn oder Stundensatz können später erheblich differieren.