Gehaltsdatenbank mit 2 Mio Einträgen Über 200.000 aktuelle Stellenangeboten

×

Gehalt Tiermedizinischer Fachangestellte

Datenbasis: 69  Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,159€ 1,556€ 2,349€
Baden-Württemberg 1,034€ 1,659€ 4,309€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Bayern 1,292€ 1,711€ 2,891€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Berlin 1,012€ 1,358€ 2,050€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Brandenburg 1,000€ 1,342€ 2,026€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Bremen 1,065€ 1,430€ 2,159€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Hamburg 941€ 1,263€ 1,907€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Hessen 1,689€ 2,268€ 3,424€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Mecklenburg-Vorpommern 1,048€ 1,116€ 1,371€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Niedersachsen 1,463€ 1,594€ 1,770€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Nordrhein-Westfalen 1,097€ 1,513€ 12,518€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Rheinland-Pfalz 1,131€ 1,519€ 2,293€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Saarland 2,873€ 3,857€ 5,823€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Sachsen 1,231€ 1,653€ 2,495€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Sachsen-Anhalt 912€ 1,225€ 1,849€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Schleswig-Holstein 1,136€ 1,525€ 2,302€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte
Thüringen 1,228€ 1,648€ 2,488€ Jobs Tiermedizinischer Fachangestellte

Tiermedizinische Fachangestellte:

1. Gehalt

Ein Tiermedizinischer Fachangestellter verdient in Deutschland durchschnittlich 1.556 €, basierend auf 69 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.159 € und können teilweise bis zu 2.349 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Tiermedizinischer Fachangestellter bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 1.525 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 1.659 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Tiermedizinischer Fachangestellter Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 1.481 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.648 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.659 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.287 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.742 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.255 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.545 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.053 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 433 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um als Tiermedizinischer Fachangestellter bzw. Tiermedizinische Fachangestellte zu arbeiten, muss eine dreijährige Ausbildungszeit absolviert werden. Anstelle der Bezeichnung Tiermedizinischer Fachangestellter / Tiermedizinische Fachangestellte ist auch heute nach wie vor die Berufsbezeichnung Tierarzthelfer /-in geläufig. Es handelt sich hierbei um einen klassischen Ausbildungsberuf, der nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannt ist. In Deutschland werden aktuell in jeder 2. Tierarztpraxis Ausbildungsstellen zum Tiermedizinischen Fachangestellten / zur Tiermedizinische Fachangestellte angeboten.

Die dreijährige Ausbildung gliedert sich hierbei in einen praktischen und einen theoretischen Teil. Der praktische Teil wird in einer Tierarztpraxis und der theoretische Teil in der Berufsschule absolviert. Daher wird diese Form der Ausbildung auch duale Lehre genannt. Die Ausbildung schließt am Ende mit einer theoretischen sowie einer praktischen Prüfung ab. Bei guten Leistungen ist es möglich, die Ausbildungszeit auf 2,5 oder gar auf 2 Jahre zu verkürzen. Zurzeit werden für diese Ausbildung weder ein Fernstudium noch ein rein schulischer Lehrgang angeboten.

Die Ausbildung zum/r Tiermedizinischen Fachangestellten hat diese Merkmale:

  • Kundenkontakt
  • Organisation/Administration
  • Assistenz bei medizinischen Eingriffen
  • Ausbildung in Kleintier- und Großtierpraxen sowie Tierkliniken möglich
  • Ausbildung dient als optimale Vorbereitung auf das Tiermedizin-Studium

Je nach Ausbildungsbetrieb kommt man mit ganz unterschiedlichen Tierarten in Kontakt und lernt den behutsamen Umgang mit den Geschöpfen. Auch die Kommunikation mit den Tierhaltern ist von Bedeutung und fällt in den Verantwortungsbereich der Tiermedizinischen Fachangestellten.

Hat man die Ausbildung zum/r Tiermedizinischen Fachangestellten erfolgreich abgeschlossen, dann bieten sich zahlreiche Chancen auf eine ergänzende Fort- und Weiterbildung. Diese Vertiefungsrichtungen können sich Tiermedizinische Fachangestellte aneignen:

  • Tierheilpraktiker
  • Tierhomöopathie
  • Tierphysiotherapeut

Die Fortbildungen lassen sich meist nebenberuflich realisieren. Hierzu müssen sich die Lernenden entweder regelmäßig an Wochenenden oder während der Woche abends zu Präsenzveranstaltungen einfinden. In einer Kombination aus theoretischem Unterricht und praktischen Übungen werden die erforderlichen Kenntnisse Schritt für Schritt vermittelt. Im Heimarbeit werden die vermittelten Kenntnisse vertieft.

Wer den Abschluss zum Tierheilpraktiker, Tierhomöopath oder Tierphysiotherapeut erfolgreich erworben hat, ergänzt damit das Profil eines Tiermedizinischen Fachangestellten um einen interessanten Baustein. Dieser kann im Wettbewerb um die begehrten Arbeitsplätze von Bedeutung sein, denn mit einer solchen Zusatzqualifikation unterscheidet man sich von den Mitbewerbern und bringt dem neuen Arbeitgeber einen echten Mehrwert.

Weitere Informationen zum Gehalt in der Ausbildung als Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-r.

3. Studium

Nach dem Abschluss der Ausbildung Tiermedizinischer Fachangestellter besteht grundsätzlich die Möglichkeit eines Studiums der Tiermedizin, um später selbstständig als Tierarzt tätig zu werden. Beim Studium zur Tiermedizin handelt es sich bundesweit um einen zulassungsbeschränkten Studiengang. Der Antrag für ein Studium kann ausschließlich bei der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) gestellt werden. Vergaben erfolgen hier nur zum Winterstudienhalbjahr. Um eine Hochschulzugangsberechtigung zu erhalten, müssen gewisse Vorgaben erfüllt sein

  • Abitur (allgemeine Hochschulreife) oder
  • fachbezogener Hochschulzugang oder
  • Hochschulzugang aufgrund beruflicher Vorbildung

Wurde positiv über den Antrag entschieden, dann muss bis spätestens 31.05. bzw. 15.07. des gleichen Jahres ein Antrag auf Zulassung zum Studium bei der Stiftung für Hochschulzulassung gestellt werden. Wurde ein Abschluss nicht in der BRD erworben, dann ist ein Anerkennungsbescheid der zuständigen Behörde erforderlich. Des Weiteren sind deutsche Sprachkenntnisse nachzuweisen. Die Prüfungen zum Studium werden nach den Vorgaben der Verordnung zur Approbation von Tierärzten und Tierärztinnen durchgeführt.

Außer an der Tierärztlichen Hochschule Hannover kann das Studium der Tiermedizin auch in

  • Berlin (Freie Universität Berlin)
  • Gießen (Justus-Liebig-Universität)
  • Leipzig (Universität Leipzig)
  • München (Ludwig-Maximilians-Universität)

absolviert werden. Das Studium gliedert sich in

  • Vorphysikum
  • Physikum
  • klinischer Abschnitt

und endet schließlich mit der Approbation zum Tierarzt. Es schließen sich weitere Dissertationen mit dem Erwerb des akademischen Grades an. Danach erfolgen analog zur Humanmedizin weitere Spezialisierungen im Rahmen einer postgradualen Weiterbildung zum Fachtierarzt.

4. Tätigkeit

Tiermedizinische Fachangestellte findem ihr Arbeitsumfeld gewöhnlich in Tierarztpraxen, Tierkliniken oder Tierheimen. Es finden sich aber auch immer wieder andere Einsatzgebiete wie zum Beispiel Zoos oder Forschungseinrichtungen und staatliche Einrichtungen. Sie unterstützen Tierärzte bei der Untersuchung und Behandlung von Vierbeinern aller Art und haben umfassende Tätigkeiten im Arbeitsalltag zu erledigen. Zum einen kümmert man sich als Tiermedizinischer Fachangestellter um die Organisation der Praxis und zum anderen assistiert man dem Tierarzt bei seiner Arbeit.

Einfache Behandlungen wie das Verbinden offener Wunden und das Verabreichen von Spritzen oder anderen Medikamenten führen Tiermedizinische Fachangestellte selbst durch. Die Assistenz bei Operationen und die anschließende Pflege der Tiere, die stationär aufgenommen werden müssen, liegen zudem in ihrer Hand. Selbstverständlich sind sie auch für die Hygiene und den einwandfreien Zustand der Instrumente und Behandlungsräume zuständig. Es muss zu jeder Zeit sichergestellt sein, dass ausreichend Medikamente, Verbandsmaterial und sonstiger Praxisbedarf zur Verfügung steht.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt des Tätigkeitsfeldes ist der Kontakt mit dem Tierhalter. Hier werden Beratungsgespräche durchgeführt und auch Pflegeanweisungen gegeben. Der tägliche Arbeitstag beginnt also immer mit dem Vorbereiten des Behandlungszimmers und dem Vorbereiten der Patientendaten, welche in Patientenkarteien eingetragen werden müssen. Gelegentlich gehört auch der Telefondienst in der Praxis mit zu den täglichen Aufgaben des Tiermedizinischen Fachangestellten.

TOP Skip to main content