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Gehalt Objektschützer /in

Datenbasis: 78 Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,203 € 1,768 € 2,913 €
Baden-Württemberg 1,636 € 2,031 € 2,608 € Jobs Objektschützer /in
Bayern 1,547 € 2,334 € 4,068 € Jobs Objektschützer /in
Berlin 855 € 1,257 € 2,071 € Jobs Objektschützer /in
Brandenburg 1,041 € 1,715 € 4,537 € Jobs Objektschützer /in
Bremen 1,202 € 1,766 € 2,910 € Jobs Objektschützer /in
Hamburg 1,797 € 2,267 € 2,386 € Jobs Objektschützer /in
Hessen 1,316 € 1,796 € 2,353 € Jobs Objektschützer /in
Mecklenburg-Vorpommern 879 € 1,292 € 2,129 € Jobs Objektschützer /in
Niedersachsen 1,427 € 1,840 € 2,221 € Jobs Objektschützer /in
Nordrhein-Westfalen 1,062 € 1,802 € 3,937 € Jobs Objektschützer /in
Rheinland-Pfalz 979 € 1,439 € 2,371 € Jobs Objektschützer /in
Saarland 1,182 € 1,737 € 2,862 € Jobs Objektschützer /in
Sachsen 1,171 € 1,321 € 1,602 € Jobs Objektschützer /in
Sachsen-Anhalt 1,455 € 1,624 € 2,477 € Jobs Objektschützer /in
Schleswig-Holstein 1,198 € 1,761 € 2,901 € Jobs Objektschützer /in
Thüringen 777 € 1,142 € 1,882 € Jobs Objektschützer /in

Wachleute - Objektschutz:

1. Gehalt

Ein Objektschützer verdient in Deutschland durchschnittlich 1.768 €, basierend auf 78 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.203 € und können teilweise bis zu 2.913 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Objektschützer bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 1.761 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.031 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Objektschützer Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.136 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.684 Euro brutto
  • 35 Jahre = 1.789 Euro brutto
  • 40 Jahre = 1.715 Euro brutto
  • 45 Jahre = 1.673 Euro brutto
  • 50 Jahre = 1.803 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 1.586 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.083 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 1.993 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Langsam aber stetig erwächst Objektschutz zu einer seriösen Dienstleistungsbranche. Es gibt keine direkte Berufsausbildung, um Wachmann oder –frau im Objektschutz zu werden. Interessenten stellen sich auf den Umgang mit unterschiedlichen Menschen ein. Oft warten unvorhersehbare Anforderungen auf Objektschützer. Eine Auseinandersetzung mit einem gewissen Grad an Gewaltbereitschaft darf Bewerber nicht abschrecken.

Ein dreijähriger anerkannter Ausbildungsberuf, der mit einem IHK-Abschluss endet und zu einer Karriere im Objektschutz dient, ist die Lehre zur Fachkraft Schutz und Sicherheit. Firmen, die Objekt-, Personen- und Werteschutz als Service anbieten oder Flughafenbetriebe stellen Lehrlinge ein. Bewerber bringen einen Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife mit. Gute Noten in den Schulfächern Deutsch, Physik und Wirtschaft sind von Vorteil.

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit absolvieren eine abwechslungsreiche theoretische und praktisch-orientierte Ausbildung. Sie befassen sich mit folgenden Inhalten:

  • geltende Rechtsgrundlagen für den Handlungsrahmen von Sicherheitsdiensten,
  • korrekte Informationsweitergabe über Sicherheitsbestimmungen und entsprechende Sicherheitsdienstleistungen,
  • Ergreifung von Maßnahmen zur präventiven Gefahrenabwehr,
  • Einschätzung von Gefährdungspotenzialen,
  • Einleitung von Sicherheitsmaßnahmen,
  • Identifikation von Auswirkung und Gefährdung durch Waffen,
  • Einleitung von Erste-Hilfe-Maßnahmen,
  • fachkundige Meldung von Unfällen oder Zwischenfällen,
  • Anwendung des jeweils betrieblich geltenden Qualitätsmanagements,
  • Akquise von Kunden und die Pflege von Kundenkontakten,
  • Sicherstellung von Kundenzufriedenheit und Beschwerdebearbeitung,
  • Überprüfung und Einhaltung von Brandschutzrichtlinien inklusive der Maßnahmenergreifung im Fall von Mängeln,
  • Planung von Aktionen zur präventiven Gefahrenabwehr mittels Technik, Personal und Organisation,
  • effiziente Planung von Terminen, Personal- und Materialeinsatz,
  • fehlerfreie Rechnungsstellung anhand der individuellen betrieblichen Struktur der Kosten- und Leistungsrechnung.

Mit Seminaren zum Thema Wach- und Sicherheitsdienst bis hin zu Kundenservice halten Wachmänner und –frauen im Objektschutz ihre Fachkenntnisse aktuell. Für leitende Funktionen empfehlen sie sich durch die Prüfung zum Meister /-in für Schutz und Sicherheit. Wer über eine Hochschulreife verfügt, bildet sich mit einem Studium im Fach Sicherheitsmanagement fort. Der Schritt in die berufliche Selbständigkeit mit einem eigenen Dienstleistungsangebot ist für Objektwachleute realisierbar.

3. Studium

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung nehmen Interessenten, die im Objektschutz beruflich tätig werden möchten, ein Studium auf. Ein naheliegendes Studienfach ist Sicherheitstechnik. Das Gebiet Sicherheitstechnik zählt zur Rubrik Versorgungstechnik und Technische Gebäudeausrüstung. In dieses Feld fällen alle technischen Methoden und Einrichtungen, die die Versorgung von Gebäuden möglich machen. Gemeint ist die Versorgung von Bauwerken mit Luft, Wasser, Beleuchtung, Heizung, Müllentsorgungs- und Klimaanlagen. Studenten der Versorgungstechnik befassen sich vorrangig mit der Planung und dem Bau von Gebäuden und Anlagen.

Im Fachbereich Sicherheitstechnik liegt der Focus auf Design und Montage von Sicherheitsanlagen für unterschiedliche Gebäudearten. In der modernen Gesellschaft sind dabei ökologische Gesichtspunkte von Bedeutung. Der Einsatz von umweltfreundlichen Energien wie Solarenergie und Wärmerückgewinnung ist maßgeblich geworden. Anlagen für Sicherheitstechnik, die Studenten bauen und installieren sind beispielsweise Alarmanlagen, Brandschutzanlagen und Zutrittskontrollanlagen.

In das Gebiet Sicherheitstechnik gehört ebenso die Herausforderung, Arbeitsunfälle, die durch die Nutzung technischer Geräte passieren, auf ein Minimum zu reduzieren. Am Studienanfang behandeln die Studenten theoretisches Wissen in naturwissenschaftlichen Fächern. Im weiteren Verlauf des Studiums rücken die Themen

  • Verfahrenstechnik,
  • Messtechnik,
  • Brandschutz und
  • Umweltschutz

in den Vordergrund. Vorlesungen in Sicherheitsrecht und Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre stehen auf dem Studienplan. Viele Hochschulen bieten Spezialisierungen auf einem Fachgebiet an, zum Beispiel Brandschutz.

Das Bachelorstudium Sicherheitstechnik durchlaufen Studenten in der Regel in sieben Semestern. Sie erlangen Kenntnisse über neue Möglichkeiten und Wege, neuzeitliche Technologien für Mensch und Natur sicher und zuverlässig zu gestalten. Das Spektrum Sicherheitstechnik umfasst:

  • Funktionale Sicherheit,
  • Wechselwirkung Mensch und Technik,
  • Qualitätsmanagement,
  • Zuverlässigkeitstechnik.

Die Studierenden lernen Sicherheit im Bereich Informationstechnik und befassen sich mit Verkehrssicherheitstechnik. Sie nutzen Simulationen, besondere Software und Tools, um Vorhersagen hinsichtlich sicherer Technik treffen zu können.

4. Tätigkeit

Wachmänner und –frauen im Objektschutz arbeiten vielfach im Schichtdienst. Sie haben Einsätze, wenn andere gerade frei haben, insbesondere nachts, am Wochenende oder an Feiertagen. Das kann ein harmonisches Familienleben beeinträchtigen. Fachleute im Objektschutz bewachen Gelände oder Gebäude. Sie garantieren die Sicherheit von öffentlichen Einrichtungen und sitzen an der Pforte von größeren Unternehmen. Hier kontrollieren sie den Besucherstrom oder Anlieferungen. Sie bedienen Telefon- und Schrankenanlagen. Wachkräfte im Objektschutz arbeiten bei

  • Industrieunternehmen,
  • Büro- und Geschäftshäusern,
  • Flughafenbetreibern,
  • Einkaufszentren,
  • Wach- und Sicherheitsdiensten,
  • Detekteien,
  • privaten Haushalten.

Eine gute Bezahlung erhalten Objektschützer mit Spezialwissen. Dazu gehören Hundeführer. Sie weisen eine Sachkundeprüfung der IHK nach und sind qualifiziert im Umgang mit scharfen Hunden. Hunde spüren drohende Gefahren wesentlich schneller als Menschen. Daher sind sie bei der Bewachung öffentlicher oder privater Anlagen von großem Nutzen. Wachleute im Objektschutz haben gelegentlich Dienst bei Messen und übernehmen Einlasskontrollen. Häufig überwachen Schutzkräfte mehrere Objekte pro Schicht. Ein Führerschein ist ebenso nötig wie ein einwandfreies Führungszeugnis.

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