Biologe Gehalt bundesweit

2,238 - 5,384

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Biologe / Biologin

Datenbasis: 577 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2,238 € 3,586 € 5,384 €
Baden-Württemberg 2,453 € 3,463 € 5,319 € Jobs Biologe / Biologin
Bayern 2,447 € 3,817 € 5,570 € Jobs Biologe / Biologin
Berlin 2,125 € 3,539 € 5,377 € Jobs Biologe / Biologin
Brandenburg 1,684 € 2,704 € 4,944 € Jobs Biologe / Biologin
Bremen 2,332 € 3,737 € 5,611 € Jobs Biologe / Biologin
Hamburg 1,374 € 3,077 € 5,753 € Jobs Biologe / Biologin
Hessen 2,271 € 3,977 € 6,426 € Jobs Biologe / Biologin
Mecklenburg-Vorpommern 1,997 € 2,596 € 4,380 € Jobs Biologe / Biologin
Niedersachsen 2,073 € 3,034 € 4,385 € Jobs Biologe / Biologin
Nordrhein-Westfalen 2,024 € 3,099 € 4,894 € Jobs Biologe / Biologin
Rheinland-Pfalz 2,391 € 3,435 € 9,915 € Jobs Biologe / Biologin
Saarland 2,295 € 2,776 € 3,397 € Jobs Biologe / Biologin
Sachsen 1,962 € 2,505 € 4,747 € Jobs Biologe / Biologin
Sachsen-Anhalt 1,646 € 2,637 € 3,959 € Jobs Biologe / Biologin
Schleswig-Holstein 2,838 € 3,766 € 4,628 € Jobs Biologe / Biologin
Thüringen 1,927 € 2,667 € 3,115 € Jobs Biologe / Biologin

Biologe / Biologin:

1. Gehalt

Als Biologe liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.586 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 577 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.238 € beginnen, Biologen in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.384 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.766 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.463 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Biologe in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.872 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.208 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.812 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.195 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.779 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.790 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.153 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.812 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.107 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Um Biologe bzw. Biologin zu werden, müssen Interessierte in aller Regel studieren. Das heißt, dass der Weg zum Beruf üblicherweise nicht über eine klassische Berufsausbildung führt, sondern über die Hochschule. Wer sich dennoch zunächst für eine Ausbildung entscheidet, kann aus dualen Ausbildungen und schulischen Angeboten wählen. Die folgenden Berufe sind der Arbeit von Biologen sehr ähnlich:

  • Duale Ausbildung: Pflanzentechnologe /-in, Milchwirtschaftliche /- Laborant /-in, Biologielaborant /-in, Biologiemodellmacher /-in
  • Schulische Ausbildung: biologisch-technische /-r Assistent /-in, landwirtschaftlich-technische /-r Assistent /-in, Medizinische /-r Sektions- und Präparationsassistent /-in, Präparationstechnische /-r Assistent /-in

Während einige der Ausbildungsberufe bereits ein inhaltliche Richtung vorgeben, ist die duale Ausbildung zum /zur Biologielaborant /-in die inhaltlich freieste Form der Ausbildung. Eine Fokussierung erfolgt hier in der Regel durch den Ausbildungsbetrieb, der spezialisiert ist. Ein /-e Biologielaborant /-in lernt während der Ausbildung folgendes:

  • Erfassung, Auswertung, Verarbeitung von Messdaten
  • Probenentnahme (Gewebeentnahme), Analyseverfahren
  • Durchführung von mikrobiologischen, zellkulturtechnischen und biochemischen Aufgaben
  • Umgang, Pflege und Wartung von fachspezifischen Geräten und Arbeitsmitteln
  • Messung physikalischer Größen
  • Grundkenntnisse der Pharmakologie
  • Datenauswertung inklusive biologischer Variabilität
  • Aufgaben der Gentechnik und Molekularbiologie

Wer eine Ausbildung in einem klassischen, naturwissenschaftlichen Fach anstrebt und keine Möglichkeit hat, als Biologielaborant zu arbeiten, entscheidet sich oft für verwandte Berufe wie den /die Chemie- oder Physiklaborant /-in.

Biologielaboranten arbeiten nach der Ausbildung oft im medizinischen Bereich oder in der Forschung oder sie suchen nach einer geeigneten Weiterbildungsoption. Eine klassische Variante ist dabei die Weiterbildung zum /zur Industriemeister /-in mit Fachrichtung Chemie. Darüber hinaus gibt es fachspezifische Kurse, die in Einzelbereichen wie der IT, dem Management, der Forschung, der Führung oder der Ausbildung weiterqualifizieren und eine gute Alternative zum Studium sind. Wer jedoch als ausgebildete /-r Biologe /-in arbeiten möchte, wird ein Studium absolvieren.

3. Studium

Wer Biologe /-in werden möchte, absolviert ein Bachelor- oder Masterstudiengang der Biologie und wird je nach praktischer Qualifikation im Bereich Entwicklung, Beratung, Forschung oder im Management tätig. Die folgenden Studiengänge können hierbei zum Ziel führen:

  • Bachelorstudiengänge: Applied Biology, Biological Sciences, Biologie (und ihre Vermittlung), Diversität und Ökologie, Biosciences, Naturschutzbiologie, Biologische Naturwissenschaften, Technische Biologie, Angewandte Biologie
  • Masterstudiengänge: Molekularbiologie, Biodiversität und Ökologie, Sammlungsmanagement, Biological Sciences, Biologie, Biological Behavior, Biologie der Pflanzen, Diversität und Evolution, Pflanzenwissenschaft, technische Biologie

Bei einem klassischen Biologiestudium entscheidet sowohl der Schwerpunkt, als auch die im Rahmen des Studiums gewonnen Praxiserfahrungen, denn erst dadurch wird eine berufliche Färbung deutlich. Wer sich nicht erst durch ein Vertiefungsfach oder entsprechende Praktika spezialisieren möchte, der kann bereits das Studienfach entsprechend wählen. Gängig sind hierbei die folgenden Spezialformen:

Fachkräfte dieser Richtung richten ihren Fokus auf die landwirtschaftliche Produktion. Sie analysieren, bewerten und untersuchen etwaige Auswirkungen auf Umwelt und Organismus und geben Tipps, wie Produktionsbedingungen verbessert werden können.

Baubiologie

Baubiologen /-innen suchen in Gebäuden nach Gefahren, die durch Umweltgifte und Umwelteinflüsse ausgelöst werden. Bei ihrer Suche können sie sowohl auf Schimmelpilze stoßen, als auch auf falsch angewandte oder falsch gepflegte Baustoffe, Allergene, Smog und elektromagnetische Felder. Sie arbeiten in der Regel als Gutachter und geben nicht nur Auskunft über den Status Quo, sondern zeigen auch mögliche Lösungen auf.

Humanbiologie

Humanbiologen /-innen untersuchen Vorgänge, die im Menschen vorgehen. Dabei werden Stoffwechselvorgänge, aber auch Genveränderungen untersucht und die Forschungsergebnisse dokumentiert. Je nach Ergebnis werden Ableitungen für Produktmanagement, Vertrieb und andere Fachabteilungen getroffen.

Meeresbiologie

Der Ozan, der Meeresboden, aber auch die dort lebenden Tiere stehen bei Meeresbiologen /-innen im Fokus. Sie bringen Forschungen zur Meeresverschmutzung sowie zur Überfischung heraus, beschäftigen sich mit der Wirkung von Naturstoffen aus dem Meer für die Chemie- und Pharmaindustrie und fungieren ggf. bei Bauvorhaben nahe des Ozeans als Gutachter.

4. Tätigkeit

Der Tätigkeitsbereich von Biologen /-innen ist sehr vielseitig und variiert je nach Einsatzgebiet. Nach ihrem Studium sind folgende Schwerpunkte für Biologen denkbar:

In der Forschung erfüllen sie entweder Lehrtätigkeiten oder sie forschen aktiv im Auftrag von Unternehmen und Industrien. Dann arbeiten sie im Laborbereich und/oder fertigen Gutachten an. Wer im Labor oder in der Verfahrens- und Produktentwicklung tätig ist, wird Versuchsanordnungen konzipieren, Analysen durchführen, Ergebnisse dokumentieren und Ableitungen aus dem gewonnen Datenmaterial treffen. Vertiefungsrichtungen gibt es im Bereich der Agrar- und Zoobiologie, der Mikro- und Molekularbiologie sowie der Genetik.

Auch im Qualitätsmanagement sind Biologen gefragte Fachkräfte, dort leiten sie Maßnahmen zur Qualitätssicherung ab.

Als Gutachter /Sachverständiger haben Biologen /-innen meist ein Fachgebiet wie beispielsweise Baubiologie studiert. Dabei reihen sich neben klassischen Inhalte der Biologie auch Themen aus dem Bausektor. Gesetze und Richtlinien müssen erlernt und in der Praxis überprüft werden.

Der Aufgabenbereich in Umweltberatung oder Umweltmanagement erschließt sich je nach individueller Schwerpunktsetzung. Möglich sind Tätigkeiten im Umweltschutz, als Klimamanager, als Fachkraft im Bereich Umweltökonomie oder als Umweltgutachter.

Der Verdienst für Diplom-Biologen im öffentlichen Dienst liegt im Jahr zwischen 30.000 und 40.000 Euro, in der freien Wirtschaft kann das Einkommen bis zu 60.000 Euro betragen.