Gehaltsdatenbank mit 1,5 Mio Einträgen

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Gehalt Biologielaborant / in

Datenbasis: 77  Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,818€ 2,447€ 4,045€
Baden-Württemberg 1,808€ 2,296€ 4,310€ Jobs Biologielaborant / in
Bayern 2,149€ 2,394€ 3,298€ Jobs Biologielaborant / in
Berlin 2,048€ 3,262€ 3,991€ Jobs Biologielaborant / in
Brandenburg 1,396€ 1,879€ 3,106€ Jobs Biologielaborant / in
Bremen 1,817€ 2,445€ 4,042€ Jobs Biologielaborant / in
Hamburg 2,184€ 2,644€ 2,867€ Jobs Biologielaborant / in
Hessen 2,546€ 2,864€ 3,432€ Jobs Biologielaborant / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,686€ 2,269€ 3,751€ Jobs Biologielaborant / in
Niedersachsen 1,622€ 2,375€ 3,997€ Jobs Biologielaborant / in
Nordrhein-Westfalen 2,142€ 2,694€ 14,324€ Jobs Biologielaborant / in
Rheinland-Pfalz 1,774€ 2,388€ 3,947€ Jobs Biologielaborant / in
Saarland 1,692€ 2,277€ 3,764€ Jobs Biologielaborant / in
Sachsen 1,239€ 1,668€ 2,757€ Jobs Biologielaborant / in
Sachsen-Anhalt 1,274€ 1,715€ 2,835€ Jobs Biologielaborant / in
Schleswig-Holstein 2,107€ 2,190€ 2,695€ Jobs Biologielaborant / in
Thüringen 1,416€ 1,906€ 3,151€ Jobs Biologielaborant / in

Biologielaborant / in:

1. Gehalt

Ein Biologielaborant verdient in Deutschland durchschnittlich 2.447 €, basierend auf 77 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.818 € und können teilweise bis zu 4.045 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Biologielaborant bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.190 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.296 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Biologielaborant Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.300 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.479 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.550 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.577 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.972 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.715 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.257 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.356 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.704 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf Biologielaboranten bzw. Biologielaborantin ist ein klassischer Ausbildungsberuf der Industrie. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Nach 18 Monaten steht die Zwischenprüfung an, die bereits den 1. Teil der Abschlussprüfung darstellt und 35 Prozent der Endnote ausmacht. Nach insgesamt 42 Monaten wird die Ausbildung mit dem 2. Teil der Abschlussprüfung beendet. Bei der finalen Abschlussprüfung stehen Molekularbiologie, Biochemie sowie biologische Technologien, Sozialkunde und Wirtschaft auf dem Prüfstand.

Folgende Aufgaben und Lerninhalte stehen in der Berufsschule und im Betrieb an:

  • Praktische Ausbildung im Betrieb: Arbeitsorganisation; Kommunikation; Umgang mit Arbeitsstoffen; Methodenlehre; mikrobiologische, zellkulturtechnische, biochemische, diagnostische, zoologisch-pharmakologische, molekularbiologische Arbeiten; Qualitätsmanagement
  • Ausbildung in der Berufsschule: Stofflehre (Vereinigung, Trennung, Struktur, Eigenschaften, Untersuchung); mikrobiologische, zellkulturtechnische, biochemische, diagnostische, zoologisch-pharmakologische, molekularbiologische Arbeiten analog zu den Aufgaben im Ausbildungsbetrieb; weiterführende hämatologische, histologische, botanische, phytomedizinische Arbeiten

Rechtlich festgelegte Zugangsvoraussetzungen gibt es für den Beruf des Biologielaboranten nicht. Allerdings zeigt ein Blick in die Statistik, dass zum Großteil Abiturienten diese Ausbildung absolvieren. Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss gibt es viel weniger, Bewerber mit Mittelschulabschluss hingegen kaum.

Auch Biologielaboranten haben die klassischen Weiterbildungsoptionen und können die Weiterbildung zum Industriemeister der Chemie oder die Weiterbildung zum Techniker der Chemie absolvieren. Folgende inhaltlichen Schwerpunkte unterscheiden den Techniker vom Meister:

Der /die Chemiemeister /-in ist für die betriebswirtschaftliche Organisation sowie das Personal zuständig. Auch die Planung, Steuerung und Kontrolle der Produktion sowie qualitätssichernde Maßnahme und die Veranlassung von Wartungs- und Reparaturmaßnahmen gehören zu seinem Aufgabenbereich. Eine Meisterausbildung ist grundsätzlich stark betriebswirtschaftlich ausgerichtet.

Der /die Chemietechniker /-in legt seinen Fokus eher auf die Technik. So gehört auch die Wartung und Instandhaltung der Arbeitsgeräte zu seinem Tätigkeitsbereich. Darüber hinaus ist er in der Optimierung von Abläufen und der Durchführung von Qualitätskontrollen aktiv. Natürlich ist auch die Schulung der Mitarbeiter in punkto Anwendung das Metier des Technikers.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Biologielaborant/-in.

3. Studium

Wer die Ausbildung zum /zur Biologielaborant /-in abgeschlossen hat, steht nun vor der Qual der Wahl: Soll die Biologie als Wissenschaft weiter vertieft werden, dann fällt die Wahl wohl auf einen Bachelorstudiengang der Biologie. Oder soll eine fachspezifische Weiterqualifizierung im Rahmen eines Hochschulstudiums erfolgen? Dann stehen mehrere Fachbereiche zur Auswahl.

  • Bachelorstudiengänge mit dem Fokus auf die Biologie als Wissenschaft: Biosciences, Applied Biology, Biological Sciences, Diversität und Ökologie, Biologische Naturwissenschaften, Technische Biologie, Angewandte Biologie, Biologie und Didaktik der Biologie
  • Fachbereiche der Biologie: Agrarbiologie, Baubiologie, Humanbiologie, Meeresbiologie, Bioinformatik, Biomathematik, Biomedizin, Bionik, Biophysik, Biotechnologie, Geowissenschaften, Nanowissenschaft, Neurowissenschaft, Pharmatechnik

Während die Fachbereiche mit einem sehr speziellen Lehrplan aufwarten, gibt es im Bereich der klassischen Biologie in der Regel die folgenden Schwerpunkte: Biochemie, Molekularbiologie, Biotechnologie, Biodiversität, Botanik, Genetik, Mikrobiologie, Physiologie, Zellbiologie, Zoologie. Grundsätzlich gilt: Je spezialisierter das Studium ist, desto kleiner ist in der Regel die Auswahl an Arbeitsstellen. Allerdings werden die wenigen Stellen dann vergleichsweise gut honoriert.

Wer ein Studium der Biologie oder einer branchenverwandten Fachrichtung absolviert hat, wird zwar auch noch im Labor anzutreffen sein, doch meist schwindet der Praxisbezug je höher der Abschluss ist. So können Biologen /-innen mit abgeschlossenem Studium in der Laborleitung tätig sein. Damit sind sie dem Tätigkeitsbereich eines /-r Biologielaborant /-in noch vergleichsweise nahe. Wer in die Forschung möchte oder Biologie lehren will, muss einen Masterstudiengang absolvieren und promovieren.

Als Sachverständiger oder Gutachter sowie in beratenden Tätigkeiten sind zwar die Praxiskenntnisse nötig, um eine inhaltlich richtige Entscheidung zu treffen, jedoch besteht die Kernaufgabe darin, eine gestellte These zu belegen oder zu widerlegen, die getroffenen Aussagen wissenschaftlich zu untermauern und entsprechende Ableitungen zu treffen. Da Sachverständige meist auf selbstständiger Basis arbeiten, müssen sie Zusatzqualifikationen im Bereich Unternehmensführung, Finanzbuchhaltung, Steuern und Recht sowie Marketing und Vertrieb erwerben, um ihr eigenes Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten.

4. Tätigkeit

Ein Biologielaborant bzw. eine Biologielaborantin bereitet Untersuchungen und Experimente an Tieren und Pflanzen sowie an Mikroorganismen und Zellkulturen vor. Unter Anleitung von Wissenschaftlerin führen sie diese auch selbst aus und protokollieren die Untersuchungsergebnisse.

Biologielaboranten arbeiten in der Forschung, im Gesundheitswesen (u.a. angewandte Medizin, Krankenhaus), in der Pharma- und Kosmetikindustrie, bei Lebensmittelherstellern und in Biotechnologiefirmen. Dabei haben sie folgende Aufgaben:

  • Isolierung und Strukturbestimmung von Pilzen, Viren und Bakterien
  • Ermittlung der Keimbelastung in Luft und Wasser
  • Nachweis von Hefe, Salmonellen und Schimmel in Nahrungsmitteln
  • Auswertung und Dokumentation der Analysen mittels spezieller Programme
  • Zusammenarbeit mit Ärzten /-innen und Naturwissenschaftlern /-innen im Rahmen von Tierversuchen, Laboratorien zur Pflanzenzucht, Erforschung und Anbaumöglichkeiten und Wege der Schädlingsbekämpfung
  • Herstellung von Rohprodukten für die Herstellung von Chemikalien, Kosmetikartikel, Reinigungsmitteln, Textilien etc. mit biotechnischen Isolationsverfahren
  • Vervielfältigung von DNA im Rahmen molekularbiologischer Arbeiten, Erforschung von Erbkrankheiten, Identifikation des genetischen Fingerabdrucks, Durchführung von Abstammungstestes

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung beginnt bei 2.200 Euro. Die Gehälter differieren je nach Art und Größe des Unternehmens.

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