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Gehalt Kindergärtner / in

Datenbasis: 23  Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,179€ 1,980€ 3,202€
Baden-Württemberg 1,911€ 3,210€ 5,191€ Jobs Kindergärtner / in
Bayern 1,215€ 2,040€ 3,299€ Jobs Kindergärtner / in
Berlin 1,283€ 2,154€ 3,483€ Jobs Kindergärtner / in
Brandenburg 905€ 1,520€ 2,458€ Jobs Kindergärtner / in
Bremen 1,178€ 1,978€ 3,199€ Jobs Kindergärtner / in
Hamburg 1,072€ 1,801€ 2,913€ Jobs Kindergärtner / in
Hessen 1,900€ 3,190€ 5,159€ Jobs Kindergärtner / in
Mecklenburg-Vorpommern 1,311€ 2,202€ 3,561€ Jobs Kindergärtner / in
Niedersachsen 1,264€ 1,550€ 1,661€ Jobs Kindergärtner / in
Nordrhein-Westfalen 1,756€ 2,374€ 3,179€ Jobs Kindergärtner / in
Rheinland-Pfalz 1,018€ 1,709€ 2,764€ Jobs Kindergärtner / in
Saarland 1,158€ 1,945€ 3,145€ Jobs Kindergärtner / in
Sachsen 1,399€ 2,349€ 3,799€ Jobs Kindergärtner / in
Sachsen-Anhalt 928€ 1,559€ 2,521€ Jobs Kindergärtner / in
Schleswig-Holstein 859€ 1,442€ 2,332€ Jobs Kindergärtner / in
Thüringen 1,537€ 2,581€ 4,174€ Jobs Kindergärtner / in

Kindergärtner / in:

1. Gehalt

Als Kindergärtner liegt das deutschlandweite Gehalt bei 1.980 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 23 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.179 € beginnen, Kindergärtner in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.202 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 1.442 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.210 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Kindergärtner in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 1.709 Euro brutto
  • 30 Jahre = 1.836 Euro brutto
  • 35 Jahre = - Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.349 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.202 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.696 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.128 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 1.175 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = - Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Wer Kindergärtner /-in werden möchte, sucht eine gleichnamige Ausbildung vergebens, denn Kindergärtner absolvieren in aller Regel eine Ausbildung zum Erzieher. Dabei muss zum Beruf des Kindergärtners bzw. zur Erzieher-Ausbildung zunächst einmal strukturell etwas gesagt werden. Wer eine drei- bis sechsjährige Ausbildung zum/ zur Erzieher /-in absolviert, kann anschließend in Kindergärten, -krippen und Horten arbeiten, aber auch in Heimen, Beratungsstellen sowie in Tagessstätten, Wohnheimen und Ferienheimen.

Spezialisierte Erzieher /-innen sind beispielsweise in Führungspositionen in Kindergärten, Heimen oder als Erzieher in sonderpädagogischen Einrichtungen tätig. Auch Kinderdorfmutter /-vater können sie nach ihrer Ausbildung werden. Wem die Ausbildung zum Erzieher zu lange dauert, der entscheidet sich oft für die Ausbildung zum /zur Kinderbetreuer /-in, zum /zur Kindergartenhelfer /-in oder zum Kinderpfleger /-in. Entsprechend geringer ist allerdings dann auch das Gehalt und der Kompetenzbereich ist kleiner.

Die Ausbildung zum /zur Erzieher /-in, die es möglich macht, als Kindergärtner /-in zu arbeiten, ist vielfältig und stetig im Wachsen begriffen, den stets gilt es auf neue Herausforderungen in der Erziehung von Kindern zu reagieren, damit sie bereits in jungen Jahren die bestmögliche Förderung erhalten. Angehende Kindergärtner lernen daher in der Erzieherausbildung die folgenden Themenbereiche kennen:

  • Erziehungsziele, Erziehungsmaßnahmen, Verhaltensreflexion
  • Kompetenzen, Bedürfnisse und Entwicklungen von Kindern nach Altersgruppen
  • Erziehung, Bildung und Betreuung mit Plan, Dokumentation und Auswertung
  • Psychologische Veränderungen bei Kindern und mögliche Reaktionen darauf
  • Aufgabenbereiche der Sonderpädagogik (Heilpädagogik, Sonderpädagogik)
  • Gesundheitliche Schädigungen bei Kindern erkennen
  • Umgang mit Kindern mit Behinderung und deren gesellschaftliche Stellung
  • Spiele, Feste, Feiern – und ihr Nutzen für die Erziehungsarbeit
  • Bedeutung der Medien und Anleitung zum wachen Umgang mit ihnen
  • Sprachentwicklung von Kindern, fremde Sprachkulturen
  • Tanz, Bewegung und Musik können das Lernen fördern

Die Liste der Lerninhalte zeigt, dass angehende Kindergärtner nicht nur mit dem Nachwuchs umzugehen wissen, sondern auch kreativ und gestalterisch tätig sind und daneben den Eltern auch noch beratend zur Entwicklung ihres Kindes zur Seite zu stehen.

3. Studium

Das Studium der Pädagogik und der Erziehungswissenschaften ist sowohl an Universitäten als auch an pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen möglich. Zu den Theorieeinheiten an der Bildungseinrichtung kommen noch Praxiseinsätze, die für die spätere Tätigkeit im Beruf vorbereiten sollen.

Bei einem Bachelorstudiengang im Rahmen der Erziehungswissenschaften erwartet die Studenten folgender Lehrplan:

  • Grundbegriffe der Pädagogik
  • Theorien (Geschichte) verschiedener pädagogischer Ansätze
  • Pädagogische Einrichtungen und Aufgabenbereiche
  • Anthropologie, Didaktik
  • Empirische Sozialforschung (qualitativ, quantitativ), Statistik
  • Prozesse im Rahmen von Bildung und Erziehung
  • Mediennutzung, Kommunikation
  • Lernverhalten, Bildung
  • Soziologie, Psychologie

Wie in den meisten anderen Studiengängen ist auch bei den Erziehungswissenschaften der Masterstudiengang die inhaltliche Vertiefung der im Bachelor erlernten Inhalte. Beim Masterstudiengang stehen die folgenden Lerninhalte auf dem Programm:

  • Bildungstheorie, Bildungsprozess, Bildungsforschung, Bildungsökonomie, Bildungsplanung
  • Bildung für verschiedene Zielgruppen (frühe Kindheit, außerschulische Jugendbildung, Erwachsenenbildung)
  • Bildungs- und Lernberatung
  • Interkulturelle Pädagogik, Migration
  • Kulturpädagogik, Medienpädagogik

Wer im Bereich der Pädagogik einen akademischen Abschluss hat, kann als Kindergärtner /-in arbeiten, wird aber in aller Regel das Studium als Weiterbildungsmaßnahme nutzen, um sich im Anschluss an eine klassische Ausbildung beruflich weiterzuentwickeln, neue Aufgabenbereiche zu erschließen und in punkto Gehalt aufzusteigen. Pädagogen und Erziehungswissenschaftler mit Hochschulabschluss können in Stiftungen, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen tätig sein, mit Behinderten arbeiten, Beratungseinrichtungen, Freizeitzentren oder alters- und sonderpädagogische Einrichtungen leiten sowie für Bildungsträger im Trainingsbereich tätig sein.

Pädagogische Studienfächer gibt’s auch in diversen Spezialisierungen wie beispielsweise die Berufspädagogik, das Bildungsmanagement, die Heilpädagogik, die Ingenieurpädagogik, die Medienpädagogik, die Kulturpädagogik, die Rehabilitations- und Sonderpädagogik, die Waldorfpädagogik sowie die Wirtschaftspädagogik.

Erziehungswissenschaften sind auch ein Studiengang, der von diversen Fernstudienanbietern angeboten wird. Zwar erfordert ein Fernstudium viel Eigenmotivation, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen, allerdings besteht darin auch der große Vorteil, berufsbegleitend zu studieren. Neben dem klassischen pädagogischen Studium gibt es bei Fernuniversitäten auch die Möglichkeit, einen Kurs zur Erziehungsberatung und Kindererziehung zu belegen. Dies eröffnet Kindergärtner /-innen eine branchenspezifische Weiterbildung.

4. Tätigkeit

Die Betreuung und erzieherische Begleitung von Kindern und Kleinkindern stehen für den Kindergärtner bzw. die Kindergärtnerin im Mittelpunkt der Arbeit. Sie übernehmen im Auftrag der Eltern verantwortungsvolle Aufgaben aus allen Teilbereichen. Neben der Versorgung der Kinder, stellen sie mit spielerischen Bildungseinheiten die altersgerechte Förderung verschiedensten Fähigkeiten sicher. Dabei achten Kindergärtner auf die Ausgewogenheit der Angebote, die Umsetzung von hygienischen Grundbedingungen und die soziale Förderung innerhalb der Gruppen. Außerdem sorgen für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder.

Kindergärtner /-innen, die in der Krippe tätig sind, müssen die ganz kleinen Kindern wickeln sowie ihnen zu trinken und zu essen geben und zur Mittagszeit genügend Ausdauer an den Tag legen, um alle Kinder zum Mittagsschlaf zu überreden. Auch Elterngespräche gehören dabei in ihr Aufgabengebiet.

Sowohl in der Kinderkrippe, als auch im Kindergarten ist die altersgerechte Beschäftigung für Kinder besonders wichtig. Spiele, die helfen Motorik und Sprachvermögen zu entwickeln, gehören dabei ebenso dazu wie Musizieren, Singen, Basteln und kleine Anleitungen zum Selbstständig werden zu geben. Wichtig ist auch, dass Kindergärtner /-innen immer Augen und Ohren offenhalten, um Streitigkeiten unter den Kindern schlichten zu können und auch den Eltern ein Feedback über den Entwicklungsstand des Kindes geben zu können.

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