Konstruktionsleiter Gehalt bundesweit

3,809 - 7,815

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Konstruktionsleiter / in

Datenbasis: 434 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 3,809 € 5,655 € 7,815 €
Baden-Württemberg 3,974 € 5,618 € 7,935 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Bayern 3,924 € 5,628 € 7,345 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Berlin 4,669 € 5,344 € 6,010 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Brandenburg 2,843 € 4,221 € 5,833 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Bremen 5,289 € 5,995 € 8,822 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Hamburg 4,565 € 6,778 € 9,367 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Hessen 4,639 € 6,261 € 7,773 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Mecklenburg-Vorpommern 2,738 € 4,065 € 5,618 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Niedersachsen 3,943 € 4,868 € 7,139 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Nordrhein-Westfalen 3,718 € 5,879 € 8,023 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Rheinland-Pfalz 3,593 € 4,543 € 5,509 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Saarland 3,543 € 5,260 € 7,269 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Sachsen 2,757 € 3,490 € 5,348 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Sachsen-Anhalt 2,801 € 4,158 € 5,746 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Schleswig-Holstein 5,090 € 6,026 € 7,668 € Jobs Konstruktionsleiter / in
Thüringen 4,078 € 4,909 € 5,832 € Jobs Konstruktionsleiter / in

Konstruktionsleiter / Konstruktionsleiterin:

1. Gehalt

Als Konstruktionsleiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 5.655 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 434 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 3.809 € beginnen, Konstruktionsleiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.815 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 6.026 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 5.618 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Konstruktionsleiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.857 Euro brutto
  • 30 Jahre = 4.415 Euro brutto
  • 35 Jahre = 5.090 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.873 Euro brutto
  • 45 Jahre = 6.061 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.949 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 5.004 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 6.137 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 6.509 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Berufsbezeichnung sagt nicht eindeutig aus, welcher berufliche Werdegang absolviert werden muss, um Konstruktionsleiter/-in zu werden. Unterstellt man, dass ein/-e Konstruktionsleiter/-in ausgebildete/-r Konstruktionsingenieur/-in ist oder als Leiter/-in der Abteilungen Forschung und Entwicklung fungiert, ist in jedem Fall ein abgeschlossenes Studium Grundvoraussetzung. Konstruktionsleiter/-in kann aber auch bedeuten, dass der-/diejenige eine teamleitende Funktion im Bereich Konstruktion hat – und diese berufliche Tätigkeit ist nach der Weiterbildung zum/zur Konstrukteur/-in durchaus möglich.

Die Weiterbildung zum/zur Konstrukteur/-in gibt es in den Fachrichtungen Elektrotechnik, Holztechnik, Stahl- und Metallbautechnik, Maschinen- und Anlagentechnik sowie Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik. Unabhängig von der Fachrichtung, stehen immer die folgenden Themen auf dem Lehrplan: Konstruktions- und Fertigungslehre, Passungen, Toleranzen, Normenlehre, CAD-Arbeitstechnik, CAD-Anwendungstechnik sowie Maschinenbaukonstruktion.

Für die Weiterbildung zum/zur Konstrukteur/-in ist eine abgeschlossene Ausbildung sowie Praxiserfahrung Pflicht. Mögliche Ausbildungen, die die Weiterbildung zum/zur Konstrukteur/-in ermöglichen können, sind:

3. Studium

Wie bereits eingangs erläutert, ist allein durch die Berufsbezeichnung nicht eindeutig ersichtlich, ob für die Tätigkeit eine Aus- und Weiterbildung nötig ist oder ein abgeschlossenes Studium Grundvoraussetzung ist. Arbeitet ein/-e Konstruktionsleiter/-in als Konstruktionsingenieur/-in oder als Leiter/-in der Abteilungen Forschung und Entwicklung, wird jedoch sicherlich ein Studium vorausgesetzt.

Das Studium der Konstruktionstechnik ist dabei eine naheliegende Möglichkeit und wartet mit den folgenden Themenbereichen auf:

  • Konstruktionswissenschaften (angewandte, rechnergestützte), Antriebselemente und Betriebslehre, Elektrotechnik, Mechanik, Energielehre, Konstruktions- und Fertigungsmethoden, Informatik, Mathematik, Physik sowie Werkstoffkunde (im grundständigen Studium).
  • Maschinendynamik, Mehrkörpersysteme, Computational Fluid Dynamics, Festigkeitslehre, Betriebsfestigkeitslehre, Leichtbauwerkstoffe, Numerik, Produktvalidierung, Fertigungseinführung, Reverse Engineering, Schadensanalytik (u.a. Bruchmechanik), Förderanlagen und deren Steuerung sowie Sonderthemen der Konstruktionslehre (Umweltverfahrenstechnik, Prozessverfahrenstechnik, Energiewirtschaft) (im weiterführenden Studium).

Wer Konstruktionstechnik studiert, kann den Werdegang eines/-r Konstruktionsingenieurs/-in einschlagen oder als Berechnungsingenieur/-in arbeiten. Möglich wäre auch eine Spezialisierung

  • als Gutachter/-in oder Sachverständige/-r,
  • als Dozent/-in,
  • als Betriebsleiter/-in,
  • als Leiter/-in im Qualitätsmanagement,
  • als Betriebsmittelkonstrukteur/-in,
  • als Detailkonstrukteur/-in,
  • als Forschungs- und Entwicklungsingenieur/-in,
  • als Produktentwickler/-in,
  • als Projektingenieur/-in
  • oder als Vertriebsingenieur/-in.

Eine Position als Konstruktionsleiter/-in kann hierbei eine Einstiegsqualifikation darstellen, doch in der Regel wird es für eine/-n studierten Konstruktionsleiter/-in noch weiter die Karriereleiter hinauf gehen, um die Fachexpertise auch auszuschöpfen. Grundsätzlich gilt auch hier (wie in den meisten Berufen): Je höher der Abschluss ist, desto verantwortungsvoller wird auch die Stellung sein. Das spiegelt sich in der täglichen Arbeit, die weniger praktisch orientiert ist, sowie in Gehalt und Hierarchie. Eine besonders beliebte Kombination von Theorie und Praxis ist das Duale Studium, das neben den Inhalten aus dem Studium der Konstruktionstechnik auch zum/zur Konstruktionsmechaniker/-in oder zum/zur Technischen Produktdesigner/-in ausbilden kann.

Alternative Studiengänge gibt es zuhauf, denn in den Fächern Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik und Fahrzeugtechnik gibt es viele Inhalte, sie die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Bauteilen und Baugruppen behandeln. Auch ein Studium der Produktentwicklung oder der Automatisierungstechnik wäre mit Blick auf die thematischen Parallelen eine denkbare Alternative.

4. Tätigkeit

Konstruktionsleiter arbeiten im Fahrzeugbau, in der Elektro- oder Metallindustrie, in der Medizintechnik, in der Kunststoffverarbeitung sowie im Möbel- und Holzbau. Auch finden sie Anstellung in Ingenieurbüros. Unabhängig von der Branche haben sie immer eines gemein: Sie leiten ein Team an, das Skizzen und Entwürfe erstellt und diese unter Anleitung versucht umzusetzen.

Ihr Aufgabenbereich ist zweigeteilt, denn sie sind sowohl für die fachliche Komponente der Konstruktionstechnik verantwortlich wie auch für die Aufgaben, die eine Führungskraft übernimmt:

  • fachliche Aufgaben: Anfertigung von Konstruktionsskizzen nach funktionellen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten, Nutzung von Computerprogrammen wie CAD, Einhaltung und regelmäßige Überprüfung der geltenden DIN-Normen, Passungen, Toleranzen und Bearbeitungsteichen.
  • Aufgaben einer Führungskraft: Arbeitseinteilung, Arbeitsanleitung, Qualitätskontrolle, Führung und Förderung der Mitarbeiter nach ihren Stärken, teambildende Maßnahmen.
  • Weitere Aufgaben: Kontrolle von Werkstattzeichnungen, Normen und Bearbeitungszeichen, Anfertigung von Bedienungsanleitungen, Liefer- und Fertigungsdokumenten.

Konstruktionsleiter und Konstruktionsleiterinnen planen, entwerfen, berechnen und konstruieren Maschinen und Produktionsanlagen. Bei neuen Produkten planen Konstruktionsleiter/innen von der Idee bis zur Prüfung und sind desweiteren an der Fertigungsreife der Entwicklung beteiligt. Als Führungsposition benötigt man in diesem Beruf gute Sozial- und Managementkompetenz.

Konstruktionsleiter/ innen sind gefragt wie noch nie und können sich über hohe Einstiegsgehälter freuen. Stellenanzeigen gibt es zu genüge, dazu kommen die hohen Kopfprämien und Handgelder. Akademiker können sich das Beste aus einer Vielzahl von Stellenangeboten auswählen. Die Gehälter für Akademiker liegen im oberen Bereich. Immer mehr Absolventen erlangen seit dem Jahr 2006/2007 den Bachelor- oder Masterabschluss im Ingenieurwesen. Den Arbeitgebern sind die alten und neuen Abschlüsse gleichermaßen willkommen. Am besten bezahlt wird jedoch der Masterabschluss.
Für das Einstiegsgehalt stehen die akademischen Leistungen an erster Stelle, später zählt allerdings persönliche Leistung. Die Anforderungen ändern sich mit den Jahren immer mehr. Ingenieure müssen interdisziplinärer arbeiten, mehr Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit zeigen. Auch der Teamgeist und die Kundenorientierung rücken immer mehr in den Vordergrund. Das Gehalt eines Konstruktionsleiters/leiterin richtet sich bei mehrjähriger Erfahrung nach Region, Berufserfahrung, Branche und Verantwortungsbereich.