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Gehalt Konstruktionsingenieur / in

Datenbasis: 110  Datensätze aus 2014/2015

Konstruktionsingenieur / in:

1. Gehalt

Ein Konstruktionsingenieur verdient in Deutschland durchschnittlich 3.630 €, basierend auf 110 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 2.395 € und können teilweise bis zu 5.155 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Konstruktionsingenieur bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 3.426 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 3.678 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Konstruktionsingenieur Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 3.499 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.514 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.684 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.905 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.030 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.514 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.040 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.746 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.899 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der/die Konstruktionsingenieur /-in ist, wie oft fälschlicherweise angenommen, kein Bauingenieur, sondern ein Ingenieur, der Produkte und Maschinen konstruiert und entwirft. Er wird auch als Design Engineer bezeichnet. Zugang zu dem Beruf erhält der Interessent nur über ein abgeschlossenes Studium. Eine klassische Ausbildung im dualen System gibt es nicht.

Da der/die Konstruktionsingenieur /-in beruflich immer auf dem Laufenden bleiben und sein Know-how aktualisieren muss, bieten sich Lehrgänge und Seminare zur Weiterbildung an. Die Kosten der Weiterbildung werden in der Regel vom Unternehmen oder dem Arbeitsamt übernommen. Auch eine Erschließung für ein neues Berufsfeld ist Grund für eine Weiterbildung. Wenn eine höhere Position angestrebt wird, trägt die Weiterbildung zur Fortentwicklung des/der Konstruktionsingenieurs /-in bei.

Der/die Konstruktionsingenieur /-in sollte bei der Wahl der Weiterbildung darauf achten, dass sie in einem sinnvollen Zusammenhang mit dem Berufsbild steht. Welche Weiterbildungsmaßnahmen geeignet sind, kann sich durch ein Gespräch in der Personalabteilung oder mit dem Vorgesetzten herausstellen. Die Weiterbildungen finden im Präsenzunterricht oder über ein Fernstudium statt. Bei persönlichkeitsorientierten Themen kann auch ein Einzelcoaching gewählt werden.

Mögliche Weiterbildungsinhalte für Konstruktionsingenieur /-innen:

  • Konstruktion und CAD Design,
  • Maschinen- und Anlagenbau,
  • IT-Anwendungen,
  • Materialwissenschaften,
  • Forschung, Normung und Entwicklung,
  • Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung,
  • Projektmanagement,
  • Mitarbeiterführung und Teamarbeit,
  • Automatisierungstechnik,
  • Elektrotechnik und Elektronik,
  • Mechatronik und Mikrotechnik,
  • Technischer Vertrieb,
  • Werkzeugbau und Fertigungstechnik.

Die Weiterbildungen werden von verschiedenen Bildungsinstitutionen angeboten. Man findet im Internet sogar ein Ranking der besten Bildungsträger. Das Ranking spielt aber nicht die entscheidende Rolle. Die Weiterbildung sollte die Themen beinhalten, die der/die Konstruktionsingenieur /-in in dem Moment benötigt.

Der/die Konstruktionsingenieur /-in kann weiterhin berufliche Umschulungen vornehmen und sich in einem Bereich spezialisieren. Er hat die Möglichkeit, als Gutachter oder Sachverständiger zu arbeiten, eine Lehrtätigkeit an einer Hochschule auszuführen oder in die wissenschaftliche Forschung zu gehen.

3. Studium

Um Konstruktionsingenieur /-in zu werden, muss ein Studium der Konstruktionstechnik durchlaufen werden. Mögliche Studiengänge sind auch Entwicklung und Konstruktion oder Maschinenbau. Konstruktionstechnik wird an Universitäten und Fachhochschulen angeboten. Für die Zulassung benötigt der Bewerber eine Fachhochschulreife oder eine Hochschulreife. Zudem sollte er gute Vorkenntnisse in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie, Informatik und Englisch besitzen.

Die Regelstudienzeit beträgt sechs bis acht Semester. Das Konstruktionstechnik-Studium vermittelt wissenschaftliche Grundlagen, profundes Fachwissen in Konstruktion und Fertigung sowie Werkstoffkunde und technische Mechanik. Der Student lernt physikalische, chemische und biologische Effekte bei der Realisierung von Produkten anzuwenden, befasst sich mit bildhaften und räumlichen Darstellungen, Skizzen, technischen Zeichnungen und Computermodellen für die Entwurfsplanung und erlernt, die Eigenschaften eines Produktes zu optimieren und vorherzubestimmen. Weiterhin erhält der Student soziale und wirtschaftliche Kompetenzen durch Themen der betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Unternehmenssteuerung. Sein Wissen erarbeitet er in interdisziplinären Teamaufgaben.

Studieninhalte des Konstruktionstechnik-Studiums:

  • Antriebselemente der Konstruktion, angewandte Konstruktion und Konstruktionsmethoden,
  • Betriebslehre und Kommunikation,
  • Elektrotechnik und Fertigung,
  • Energielehre und Verfahren,
  • Produktentwicklungsprozesse,
  • Industriedesign,
  • Informatik, Mathematik und Physik,
  • Messen, Steuern und Regeln,
  • Technische Mechanik und Werkstoffkunde,
  • Rechnerunterstützes Auslegen, Optimieren und Konstruieren,
  • Softwareentwicklungsmanagement.

Das Bachelor-Studium wird mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen. Anschließend wird dem Absolventen ein Masterstudium empfohlen, um auf dem Arbeitsmarkt bessere Einstiegschancen zu haben und, um sich auf einen Bereich zu spezialisieren. Mögliche Masterstudiengänge sind Angewandte Konstruktionslehre, Industrial Design, fortgeschrittene Konstruktionslehre oder Produktentwicklung.

Der Studiengang Konstruktionstechnik kann auch im dualen Studium durchlaufen werden. Das heißt, das Studium ist an eine betriebliche Ausbildung gekoppelt. An drei Tagen der Woche verbringen die Studenten ihre Zeit im Betrieb, die anderen Tage in der Universität. Sie erhalten einen IHK und einen Bachelor-Abschluss. Die Studierenden bekommen während des Studiums eine Ausbildungsvergütung. Nach dem Studium können Konstruktionsingenieure /-innen als Gutachter arbeiten oder im Vertrieb, der Verfahrens- und Produktentwicklung oder der Qualitätssicherung tätig werden.

4. Tätigkeit

Die Konstruktionsingenieure /-innen stellen Konzepte für Produkte her und entwickeln und konstruieren unter Berücksichtigung von Funktionsweise, Ökonomie und Ergonomie Maschinen, Geräte und Anlagen. Für die Konstruktion führen sie Berechnungen durch und fertigen Zeichnungen mithilfe von CAD-Programmen und 3-D Software an.

Weiterhin optimieren die Konstruktionsingenieure /-innen bereits vorhandene Produkte und Verfahren. Bei der Herstellung von bestimmten Werkzeugen oder Fertigungsmitteln wählen sie die passenden Werkstoffe und deren Festigkeit aus. Sie sind direkt an der Produktionsplanung und Steuerung beteiligt und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Weitere Tätigkeiten beinhalten die technische Anwendungsberatung.

Bei der Herstellung des Produkts arbeiten sie immer mit anderen Technikern und Technikerinnen zusammen. Sie befassen sich mit Materialplänen, Stücklisten, Leistungsverzeichnissen, Kalkulationen, Normen und technischen Regelwerken. Die Konstruktionsingenieure /-innen arbeiten meistens in größeren Unternehmen und Wirtschaftsbereichen oder der Elektro- und Metallindustrie sowie im Fahrzeugbau. Zudem sind sie für Ingenieursbüros tätig und übernehmen dort die technische Fachplanung. Sie benötigen gute Fremdsprachenkenntnisse, da sie häufig internationale Projekte ausführen.

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