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Gehalt Dozent Erwachsenenbildung

Datenbasis: 159  Datensätze aus 2014/2015
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1,890€ 2,425€ 4,014€
Baden-Württemberg 2,163€ 2,784€ 3,569€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Bayern 2,216€ 3,368€ 5,614€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Berlin 1,491€ 2,928€ 7,503€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Brandenburg 1,657€ 2,056€ 2,340€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Bremen 1,958€ 2,056€ 5,073€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Hamburg 2,272€ 2,522€ 2,711€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Hessen 1,807€ 2,349€ 2,907€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Mecklenburg-Vorpommern 1,792€ 2,063€ 2,735€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Niedersachsen 1,946€ 2,425€ 4,148€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Nordrhein-Westfalen 2,103€ 2,655€ 4,520€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Rheinland-Pfalz 2,244€ 2,396€ 2,917€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Saarland 1,641€ 2,106€ 3,486€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Sachsen 1,688€ 1,962€ 2,575€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Sachsen-Anhalt 1,882€ 2,022€ 2,192€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Schleswig-Holstein 2,111€ 2,411€ 2,582€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Thüringen 2,134€ 2,228€ 2,241€ Jobs Dozent Erwachsenenbildung

Dozent / in - Erwachsenenbildung:

1. Gehalt

Ein Dozent - Erwachsenenbildung verdient in Deutschland durchschnittlich 2.425 €, basierend auf 159 Datensätzen. Die Bruttomonatsgehälter starten bei 1.890 € und können teilweise bis zu 4.014 € pro Monat betragen.

Die regionalen Einflüsse machen sich auch für den Dozent - Erwachsenenbildung bemerkbar. Während die Bezüge in den nördlichen Bundesländern, hier zum Beispiel in Schleswig-Holstein bei etwa 2.411 € liegen, kann man in Baden-Württemberg auf ein monatliches Durchschnittsgehalt von 2.784 € kommen. Dem häufig höheren Gehalt in den südlichen Bundesländern stehen aber in der Regel auch höhere Lebenshaltungskosten im Süden Deutschlands gegenüber.

Dozent - Erwachsenenbildung Gehalt im Detail nach Alter :

  • 25 Jahre = 2.395 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.389 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.711 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.422 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.435 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.456 Euro brutto

Monatsgehalt nach Firmengröße:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.425 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.447 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.784 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Eine abgeschlossene Berufsausbildung, eine fachliche Weiterbildungsmaßnahme sowie die Erlangung von pädagogischen Kenntnissen sind Grundvoraussetzung, um als Lehrer /-in bzw. Dozent /-in in der Erwachsenenbildung tätig zu werden. Wie genau diese pädagogische Qualifikation aussehen wird, ist nicht definiert, jedoch müssen im Rahmen der Weiterbildungsmaßnahme die folgenden Kernkompetenzen vermittelt werden, die auf die Lehrtätigkeit vorbereitet:

  • Bildungsplanung, Bildungsmanagement, Bildungsberatung
  • Methodenlehre, Vermittlung von Inhalten
  • Pädagogik, Didaktik, Erziehungswissenschaften, Psychologie
  • Erstellen von Prüfungen, Korrektur von Lernzielkontrollen
  • Unterrichtsgestaltung, Schulung
  • Planung, Vorbereitung, Durchführung von Kongressen, Messen und Veranstaltungen
  • PR, Presse, Öffentlichkeitsarbeit

Grundsätzlich ist es auch möglich, eine klassische pädagogische Ausbildung zu absolvieren, um dann mit einer anschließenden Spezialisierung auf eine Fachrichtung als Dozent /-in in der Erwachsenenbildung einzusteigen. Klassische pädagogische Berufe sind beispielsweise die Ausbildung zum /zur Erzieher /-in sowie zum /zur Heilerziehungspfleger /-in. Allerdings ist der Weg –zunächst eine fachliche Spezifikation zu erlangen und anschließend pädagogische Fähigkeiten auszubilden – gängiger.

Wer heute als Dozent /-in in der Erwachsenenbildung tätig ist, muss nicht zwingend bei Industrie- und Handelskammern aktiv sein. Auch Parteien und Organisationen haben Bildungseinrichtungen und auch Volksschulen haben zu einem Großteil Erwachsenen im Fokus ihrer Zielgruppe. Immer deutlicher geht der Trend auch zu einem berufsbegleitenden Studium oder einer berufsbegleitenden Weiterqualifikation bei einem Ferninstitut. Wer hier als Lehrer /-in in der Erwachsenenbildung aktiv werden möchte, wird sich in ganz anderen Fachbereichen weiterbilden müssen.

Hierbei kommt es weniger auf rhetorische Fähigkeiten an, sondern vielmehr darauf, dass Unterrichtskonzepte so entworfen werden, dass sie für ein Fernstudium nutzbar sind. Mit den Schüler /-innen direkt kommuniziert wird in seltenen Präsenzseminaren, vielmehr jedoch über Online-Plattforum, die oft als E-Learning-Campus ausgewiesen werden. Technisches Know-how ist nun neben fachlichem Wissen besonders gefragt, um als Dozent /-in in der Erwachsenenbildung aktiv werden zu können.

3. Studium

Ein Studium ist auf dem Weg zum/ zur Lehrer /-in in der Erwachsenenbildung keine Pflicht, aber möglich. Wer mit einem akademischen Grad in der Tasche in die Erwachsenenbildung einsteigen möchte, tut dies in der Regel über ein Pädagogik-Studium. Je nach Fachbereich oder beruflicher Qualifikation im Vorfeld, sind die folgenden Bereiche möglich: Berufspädagogik, Erziehungs- /Bildungswissenschaft, Medizin-/Pflegepädagogik, Wirtschaftspädagogik, Ingenieurpädagogik.

Die folgenden Inhalte erwarten angehende

Berufspädagogen: Berufswahl, Interessen, Didaktik beruflicher Bildung, Berufspädagogik, Institutionen und Organisationen beruflicher Bildung, Forschungsmethodik, betriebliche Bildungsarbeit, pädagogische Psychologie, Qualitätsmanagement, akademische Laufbahnen, Fachdidaktik, Berufsbildungsforschung, Lehr- und Lernprozesse

Erziehungs- und Bildungswissenschaftler: Bildungstheorie, Bildungsforschung, Pädagogik, Empirik, Entwicklungspsychologie, sozioökonomische Entwicklungen, Erziehungswissenschaften, Sozialwissenschaften, Organisationspsychologie, Pädagogik, Sozialpsychologie, Psychologie, Erwachsenenhilfe /-bildung, Heilpädagogik, Medienpädagogik, Musikpädagogik, Pädagogik der Kindheit

Medizin- /Pflegepädagogen: Theorie und Praxis, Bildungsmanagement, Ethik, Interdisziplinäre Grundlagen, Management, Psychologie, Soziologie, Didaktik, Pädagogik, Psychologie, Pflege- /Gesundheitswissenschaften, Case- /Disease-Management, Pflegewissenschaften, Therapiewissenschaften, Gerontologie, Rehabilitationspsychologie

Wirtschaftspädagogen: Qualifikations- /Bildungsprozess, Forschung, Wirtschaftswissenschaften, Rechnungswesen, Investitionen, Besteuerung, Makro-/Mikro-Ökonomik, Mathematik, Rechtslehre, Staat und Wirtschaft, Geschichte Europas, Germanistik, Deutsch als Fremdsprache, Religionspädagogik, Germanistik

Ingenieurpädagogen: Grundlagen der Berufspädagogik, Didaktik, Elektrotechnik, Mathematik, Maschinen(konstruktions)lehre, Physik, Recht, Organisation, berufliches Lehren und Lernen, Mechanik, Werkstoffkunde, Energietechnik, Kraftfahrzeugtechnik, Produktionstechnik, Verbrennungsmotoren

Beim Blick auf die jeweiligen Lehrinhalte zeigt sich, dass die Studiengänge mit Fug und Recht mit „Pädagogik“ überschrieben sind, denn neben fachspezifischen Kenntnissen werden auch Methoden vermittelt, um Fachwissen zu transportieren. Dabei gilt: Im Rahmen der Erwachsenenbildung ist weniger die Motivation der Schüler /-innen nötig, denn diese absolvieren in aller Regel freiwillig umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen. Vielmehr gilt es, die fachspezifischen Themen auch so zu vermitteln, dass Erwachsene sie verinnerlichen.

Alternativ zu den klassischen Pädagogik-Studiengängen gibt es auch Bildungsmanagement als Studienfach. Auf dem Lehrplan steht:

  • Bildungsmarketing, Bildungsökonomie, Bildungspolitik, Bildungsrecht, Theorie, Empirie
  • Controlling, Finanzmanagement, Investition, Informations- und Kommunikationstechnologie, Organisation, Führung, Projektmanagement, strategisches Management
  • Schulentwicklung, Schulleitung, Schulreform, Sozialpädagogik
  • Mögliche Schwerpunkte: E-Learning, Budgetierung, Forschungsmanagement, Kommunikation im Beruf, Lernen im Arbeitsprozess, Personalmanagement, Qualitätsmanagement
4. Tätigkeit

Dozenten in der Erwachsenenbildung sind Lehrer, vor denen nicht Kinder und Jugendliche sitzen, sondern Erwachsene. Sie lehren und betreuen in staatlichen oder privatgeführten Bildungsinstitutionen und entweder auf freiberuflicher oder selbständiger Basis. Die erwachsenen Unterrichtsteilnehmer haben sich in der Regel aus eigenem Interesse für eine Weiterbildungsmaßnahme entschieden. Daher muss der/die Dozent/-in in der Erwachsenenbildung weniger für Disziplin im Unterricht sorgen, sondern sieht sich vielmehr mit der Herausforderung konfrontiert, mit einem in der Klasse recht unterschiedlichen Wissensstand umgehen zu müssen.

In ihrer Tätigkeit haben Dozenten für Erwachsenenbildung die folgenden Aufgaben zu bewerkstelligen:

  • Durchführung von Kursen, Seminaren, Trainings oder Workshops in der allgemeinen und beruflichen Aus- und Weiterbildung, der außerschulischen Jugendbildung oder im Rahmen von interkulturellen, integrativen Bildungsmaßnahmen
  • Entwicklung von Unterrichtskonzepten nach dem jeweiligen Bildungsbedarf
  • Erstellen und Zusammenstellen von Lehrmaterialien
  • Entwicklung passender Lehr- /Lernmethoden
  • Prüfungen konzipieren und abhalten sowie korrigieren

Als Leiter /-in in einer Bildungseinrichtung steht zusätzlich die Akquise von Lehrpersonal auf der To-do-Liste. Zudem muss die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten werden und ggf. das Angebot prominent in der Öffentlichkeit vermarktet werden.

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