Dozent in der Erwachsenenbildung Gehalt bundesweit

1,948 - 3,952

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*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Dozent Erwachsenenbildung

Datenbasis: 170 Datensätze aus 2015/2016
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1,948 € 2,416 € 3,952 €
Baden-Württemberg 2,164 € 2,801 € 3,554 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Bayern 2,216 € 3,368 € 5,614 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Berlin 1,491 € 2,928 € 7,503 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Brandenburg 1,657 € 2,056 € 2,340 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Bremen 1,958 € 2,056 € 5,073 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Hamburg 2,272 € 2,522 € 2,711 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Hessen 1,807 € 2,349 € 2,907 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Mecklenburg-Vorpommern 1,819 € 2,056 € 2,668 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Niedersachsen 1,946 € 2,425 € 4,148 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Nordrhein-Westfalen 2,106 € 2,662 € 4,506 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Rheinland-Pfalz 2,168 € 2,346 € 2,861 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Saarland 1,698 € 2,106 € 3,445 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Sachsen 1,688 € 1,962 € 2,575 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Sachsen-Anhalt 1,882 € 2,022 € 2,192 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Schleswig-Holstein 2,111 € 2,411 € 2,582 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung
Thüringen 2,134 € 2,228 € 2,241 € Jobs Dozent Erwachsenenbildung

Dozent / Dozentin - Erwachsenenbildung:

1. Gehalt

Als Dozent in der Erwachsenenbildung liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.416 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 170 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.948 € beginnen, Dozenten in der Erwachsenenbildung in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.952 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.411 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.801 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Dozent in der Erwachsenenbildung in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.395 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.389 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.496 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.412 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.412 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.447 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.411 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.447 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.823 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Eine abgeschlossene Berufsausbildung, eine fachliche Weiterbildungsmaßnahme sowie die Erlangung von pädagogischen Kenntnissen sind Grundvoraussetzung, um als Lehrer /-in bzw. Dozent /-in in der Erwachsenenbildung tätig zu werden. Wie genau diese pädagogische Qualifikation aussehen wird, ist nicht definiert, jedoch müssen im Rahmen der Weiterbildungsmaßnahme die folgenden Kernkompetenzen vermittelt werden, die auf die Lehrtätigkeit vorbereitet:

  • Bildungsplanung, Bildungsmanagement, Bildungsberatung
  • Methodenlehre, Vermittlung von Inhalten
  • Pädagogik, Didaktik, Erziehungswissenschaften, Psychologie
  • Erstellen von Prüfungen, Korrektur von Lernzielkontrollen
  • Unterrichtsgestaltung, Schulung
  • Planung, Vorbereitung, Durchführung von Kongressen, Messen und Veranstaltungen
  • PR, Presse, Öffentlichkeitsarbeit

Grundsätzlich ist es auch möglich, eine klassische pädagogische Ausbildung zu absolvieren, um dann mit einer anschließenden Spezialisierung auf eine Fachrichtung als Dozent /-in in der Erwachsenenbildung einzusteigen. Klassische pädagogische Berufe sind beispielsweise die Ausbildung zum /zur Erzieher /-in sowie zum /zur Heilerziehungspfleger /-in. Allerdings ist der Weg –zunächst eine fachliche Spezifikation zu erlangen und anschließend pädagogische Fähigkeiten auszubilden – gängiger.

Wer heute als Dozent /-in in der Erwachsenenbildung tätig ist, muss nicht zwingend bei Industrie- und Handelskammern aktiv sein. Auch Parteien und Organisationen haben Bildungseinrichtungen und auch Volksschulen haben zu einem Großteil Erwachsenen im Fokus ihrer Zielgruppe. Immer deutlicher geht der Trend auch zu einem berufsbegleitenden Studium oder einer berufsbegleitenden Weiterqualifikation bei einem Ferninstitut. Wer hier als Lehrer /-in in der Erwachsenenbildung aktiv werden möchte, wird sich in ganz anderen Fachbereichen weiterbilden müssen.

Hierbei kommt es weniger auf rhetorische Fähigkeiten an, sondern vielmehr darauf, dass Unterrichtskonzepte so entworfen werden, dass sie für ein Fernstudium nutzbar sind. Mit den Schüler /-innen direkt kommuniziert wird in seltenen Präsenzseminaren, vielmehr jedoch über Online-Plattforum, die oft als E-Learning-Campus ausgewiesen werden. Technisches Know-how ist nun neben fachlichem Wissen besonders gefragt, um als Dozent /-in in der Erwachsenenbildung aktiv werden zu können.

3. Studium

Ein Studium ist auf dem Weg zum/ zur Lehrer /-in in der Erwachsenenbildung keine Pflicht, aber möglich. Wer mit einem akademischen Grad in der Tasche in die Erwachsenenbildung einsteigen möchte, tut dies in der Regel über ein Pädagogik-Studium. Je nach Fachbereich oder beruflicher Qualifikation im Vorfeld, sind die folgenden Bereiche möglich: Berufspädagogik, Erziehungs- /Bildungswissenschaft, Medizin-/Pflegepädagogik, Wirtschaftspädagogik, Ingenieurpädagogik.

Die folgenden Inhalte erwarten angehende

Berufspädagogen: Berufswahl, Interessen, Didaktik beruflicher Bildung, Berufspädagogik, Institutionen und Organisationen beruflicher Bildung, Forschungsmethodik, betriebliche Bildungsarbeit, pädagogische Psychologie, Qualitätsmanagement, akademische Laufbahnen, Fachdidaktik, Berufsbildungsforschung, Lehr- und Lernprozesse

Erziehungs- und Bildungswissenschaftler: Bildungstheorie, Bildungsforschung, Pädagogik, Empirik, Entwicklungspsychologie, sozioökonomische Entwicklungen, Erziehungswissenschaften, Sozialwissenschaften, Organisationspsychologie, Pädagogik, Sozialpsychologie, Psychologie, Erwachsenenhilfe /-bildung, Heilpädagogik, Medienpädagogik, Musikpädagogik, Pädagogik der Kindheit

Medizin- /Pflegepädagogen: Theorie und Praxis, Bildungsmanagement, Ethik, Interdisziplinäre Grundlagen, Management, Psychologie, Soziologie, Didaktik, Pädagogik, Psychologie, Pflege- /Gesundheitswissenschaften, Case- /Disease-Management, Pflegewissenschaften, Therapiewissenschaften, Gerontologie, Rehabilitationspsychologie

Wirtschaftspädagogen: Qualifikations- /Bildungsprozess, Forschung, Wirtschaftswissenschaften, Rechnungswesen, Investitionen, Besteuerung, Makro-/Mikro-Ökonomik, Mathematik, Rechtslehre, Staat und Wirtschaft, Geschichte Europas, Germanistik, Deutsch als Fremdsprache, Religionspädagogik, Germanistik

Ingenieurpädagogen: Grundlagen der Berufspädagogik, Didaktik, Elektrotechnik, Mathematik, Maschinen(konstruktions)lehre, Physik, Recht, Organisation, berufliches Lehren und Lernen, Mechanik, Werkstoffkunde, Energietechnik, Kraftfahrzeugtechnik, Produktionstechnik, Verbrennungsmotoren

Beim Blick auf die jeweiligen Lehrinhalte zeigt sich, dass die Studiengänge mit Fug und Recht mit „Pädagogik“ überschrieben sind, denn neben fachspezifischen Kenntnissen werden auch Methoden vermittelt, um Fachwissen zu transportieren. Dabei gilt: Im Rahmen der Erwachsenenbildung ist weniger die Motivation der Schüler /-innen nötig, denn diese absolvieren in aller Regel freiwillig umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen. Vielmehr gilt es, die fachspezifischen Themen auch so zu vermitteln, dass Erwachsene sie verinnerlichen.

Alternativ zu den klassischen Pädagogik-Studiengängen gibt es auch Bildungsmanagement als Studienfach. Auf dem Lehrplan steht:

  • Bildungsmarketing, Bildungsökonomie, Bildungspolitik, Bildungsrecht, Theorie, Empirie
  • Controlling, Finanzmanagement, Investition, Informations- und Kommunikationstechnologie, Organisation, Führung, Projektmanagement, strategisches Management
  • Schulentwicklung, Schulleitung, Schulreform, Sozialpädagogik
  • Mögliche Schwerpunkte: E-Learning, Budgetierung, Forschungsmanagement, Kommunikation im Beruf, Lernen im Arbeitsprozess, Personalmanagement, Qualitätsmanagement
4. Tätigkeit

Dozenten in der Erwachsenenbildung sind Lehrer, vor denen nicht Kinder und Jugendliche sitzen, sondern Erwachsene. Sie lehren und betreuen in staatlichen oder privatgeführten Bildungsinstitutionen und entweder auf freiberuflicher oder selbständiger Basis. Die erwachsenen Unterrichtsteilnehmer haben sich in der Regel aus eigenem Interesse für eine Weiterbildungsmaßnahme entschieden. Daher muss der/die Dozent/-in in der Erwachsenenbildung weniger für Disziplin im Unterricht sorgen, sondern sieht sich vielmehr mit der Herausforderung konfrontiert, mit einem in der Klasse recht unterschiedlichen Wissensstand umgehen zu müssen.

In ihrer Tätigkeit haben Dozenten für Erwachsenenbildung die folgenden Aufgaben zu bewerkstelligen:

  • Durchführung von Kursen, Seminaren, Trainings oder Workshops in der allgemeinen und beruflichen Aus- und Weiterbildung, der außerschulischen Jugendbildung oder im Rahmen von interkulturellen, integrativen Bildungsmaßnahmen
  • Entwicklung von Unterrichtskonzepten nach dem jeweiligen Bildungsbedarf
  • Erstellen und Zusammenstellen von Lehrmaterialien
  • Entwicklung passender Lehr- /Lernmethoden
  • Prüfungen konzipieren und abhalten sowie korrigieren

Als Leiter /-in in einer Bildungseinrichtung steht zusätzlich die Akquise von Lehrpersonal auf der To-do-Liste. Zudem muss die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten werden und ggf. das Angebot prominent in der Öffentlichkeit vermarktet werden.