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Gehalt Versicherungskaufmann /frau

Datenbasis: 637  Datensätze aus 2014/2015

Versicherungskaufleute:

1. Gehalt

Als Versicherungskaufmann liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.545 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 637 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.644 € beginnen, Versicherungskaufleute in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.994 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.076 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.603 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Versicherungskaufmann in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.231 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.568 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.847 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.157 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.037 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.716 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.277 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.889 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.336 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein Versicherungskaufmann bzw. eine Versicherungskauffrau absolviert zunächst eine dreijährige Ausbildung. Dabei vertiefen sie ihre Kenntnisse durch Wahl-Qualifikations-Einheiten in Marketing, Kunden-Gewinnung und Bestandsaufbau oder Steuerung und Verkaufs-Förderung in der Betriebseinheit. Jeder Betrieb gewichtet die diversen Themenbereiche unterschiedlich. Schulabgänger aller Stufen haben Zugang zur Lehre. Die meisten Unternehmen bevorzugen Ausbildungs-Anfänger mit Hochschulreife.

Für die Ausbildung sind vertiefte Kenntnisse in den Fächern in Mathematik, Wirtschaft und Deutsch von Vorteil. Bereiche wie Rechnungswesen, Verträge, Kundenberatung und Recht stehen im Zentrum des Ausbildungsganges.

Zukünftige Versicherungskaufleute lernen ihren Beruf bei Versicherungs-Gesellschaften, Versicherungs-Maklern oder Kredit-Instituten. Folgende Themen behandeln sie in den ersten drei Semestern:

  • Kunden beraten beim Abschluss von diversen Verträgen,
  • Versicherungs-Verträge anbahnen,
  • Versicherungs-Agentur gründen,
  • Privatkunden gegen Schadensersatz-Forderungen absichern.

Nach eineinhalb Jahren erfolgt die Zwischenprüfung.

Im letzten Ausbildungsjahr beschäftigt sich der Auszubildende zum/r Versicherungskaufmann/-frau mit zwei Wahl-Qualifikationen sowie mit Schadens- und Leistungs-Beratung. Die Industrie- und Handelskammer prüft am Schluss der Ausbildung schriftlich in Wirtschafts- und Sozialkunde und in Versicherungs-Wirtschaft für Schadens- und Leistungsbearbeitung. Der mündliche Teil der Prüfung besteht aus einem Kunden-Beratungsgespräch und einem fachbezogenen Fallgespräch.

Der Start der Karriere beginnt während der Lehre. Früh erworbene Zusatz-Qualifikationen wie Fremdsprachen-Kenntnisse oder den zusätzlichen Abschluss als Finanz-Assistent wirken sich positiv auf die Berufs-Laufbahn aus. Die Prüfung als Fachwirt Versicherungen und Finanzen öffnet den Weg zu einer Führungs-Position. Ausbildungs-Abgänger mit Hochschulreife erwerben beispielsweise den Bachelor in Versicherungs-Betriebswirtschaft.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen.

3. Studium

Im grundständigen Studiengang der Versicherungs-Betriebswirtschaft erfolgt die Vermittlung von wissenschaftlichem Grundlagen-Wissen in:

  • Recht,
  • Volkswirtschaftslehre,
  • allgemeine und spezielle Betriebswirtschaftslehre,
  • Mathematik / Statistik.

Spezifische Studieninhalte sind Versicherungs-Mathematik, Haftpflicht-Versicherung, Lebens-Versicherung, Risiko-Management sowie Grundlagen der Sozial-Versicherung.

Der Zugang erfolgt bei einigen Hochschulen über ein internes Auswahl-Verfahren. Andere verlangen Englisch-Kenntnisse oder ein Vorpraktikum. Je nach Bildungs-Institution ist Hochschulreife oder Fachhochschul-Reife Pflicht. In vier Jahren gelangt der Student zum Bachelor-Abschluss, der zum weiterführenden Master-Studium berechtigt. Darin vertieft er die vorher erworbenen Kenntnisse. In zwei bis vier Semestern erreicht der Studierende den Abschluss, der eine Tätigkeit in der freien Wirtschaft oder als selbstständiger Versicherungs-Makler ermöglicht.

Wer eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, erwirbt im Anschluss eine Promotion. Diese erleichtert auch in der Forschung und der Privatwirtschaft den Zugang zu einer gehobenen Führungs-Position. Eine Spezialisierung im Bereich Compliance- und Risiko-Management ist ebenfalls möglich.

Das duale Studium im Versicherungswesen dient zum gleichzeitigen Erwerb des Bachelors of Art und den Abschluss als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen. Im ersten Jahr arbeiten die Studierenden im ausbildungs-integrierenden Modell drei Tage die Woche im Betrieb. An zwei Tagen besuchen sie den Unterricht an der Fach-Hochschule. Ab dem dritten Semester verkürzt sich die Arbeit im Betrieb auf zwei Tage. Das Studium findet an drei Tagen statt. Der Studierende legt die Abschluss-Prüfung als Versicherungs-Kaufmann nach zweieinhalb Jahren ab.

4. Tätigkeit

Um den Beruf Versicherungskaufmann / Versicherungskauffrau ausüben zu können, müssen Interessierte vorerst eine dreijährige Ausbildung abschließen. Versicherungskaufleute gibt es in verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel im Handel, bei Banken, Krankenversicherung oder auch in der Industrie.

Im Versicherungsgeschäft haben sie oft mit Privatkunden zu tun. Ihre Aufgabe ist es dann, mit den Versicherungsnehmern Fälle zu besprechen, Anträge anzunehmen und zu bearbeiten. Konkret müssen sie Leistungen, die die Versicherungsnehmer in Anspruch nehmen möchten, überprüfen.

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