Der Einzelhandel ist das Bindeglied zwischen Großhandel oder Hersteller und Verbraucher. Im Jahr 2006 wurden in Deutschland im Einzelhandel knapp 400 Mrd. Euro umgesetzt, Die Zahlen im Großhandel werden kaum publiziert, liegen aber immer darunter, denn sonst würde der Einzelhandel ja nichts verdienen.
Einzelhandel ist nicht immer gleich Einzelhandel. So versteht man darunter den Vollsortimenter mit tausenden von Quadratmetern Verkaufsfläche ebenso, wie den Honigverkäufer, der mit seinem kleinen Marktstand von Markt zu Markt wandert und Abnehmer für seinen leckeren Bienenhonig sucht. Ob Verbrauchermarkt, Tante-Emma-Laden, Convenience-Shop, Supermarkt, Tankstelle, Factory outlet, Ladenpassage, Galerie oder Versandhandel, sie alle zählen zu den Einzelhändlern.
Der Großhandel wiederum steht als Mittler zwischen den Produzenten und den Einzelhändlern. Aufgrund seiner Marktmacht kann er die Nachfrage bündeln, um so bei seinen Lieferanten bessere Preise durchsetzen zu können. Bei den Großhändlern unterscheidet man noch zwischen dem Aufkauf- und dem Absatzgroßhandel. Ersterer kauft beispielsweise von vielen kleinen Bauern die Milch auf, während letzterer leckere Salzstangen in rauen Mengen kauft, um sie an seine Einzelhändler günstig abgeben zu können. Großhändler beschränken sich nicht immer nur auf den reinen Handel, sondern veredeln ab und an auch bestimmte Güter, die sie vertreiben, sei es, dass sie die zu verkaufenden Früchte in ihren Kühllägern bis zum Verkauf reifen lassen oder dass sie die faulen Früchte aussortieren.