Bei der Berufsbezeichnung Facharbeiter oder Facharbeiterin für Lederwaren
mit der Spezialisierung Industriesattler bzw. Industriesattlerin handelt
es sich um eine in der ehemaligen DDR angebotene Facharbeiterausbildung.
Angehörige dieser Berufsgruppe finden ein Arbeitsumfeld in Unternehmen,
die grobe Lederwaren wie Planen, Schutzhüllen oder Säcke produzieren.
Beschäftigung finden sie unter anderem im Bootsbau oder in der
Autoindustrie. Nach entsprechenden Skizzen schneiden sie das Leder zu und
bereiten es zur Weiterverarbeitung vor. Sie legen einzelne Stücken
zusammen, stanzen diese und nähen sie maschinell zusammen. So produzieren
sie Sport- und Reitzubehör, Innenausstattungen für Fahrzeuge oder
Polsterwaren. Das Gehalt kann von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren.
Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem
Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.