Stukkateur/-in Ausbildung

Die Ausbildung zum Stukkateur stellt eine Verbindung aus künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten dar. Wer in diesem Beruf arbeitet, ist insbesondere dafür zuständig, Wände zu verputzen, damit sie später gestrichen oder tapeziert werden können. Der Stukkateur arbeitet also in erster Linie im Innenausbau, ist aber auch für die Verputzung von Fassaden zuständig. Zu dieser Arbeit gehört auch die Wärmedämmung von Wänden. Darüber hinaus bringt er aus Gips und anderen Materialien kunstvolle Verzierungen wie Reliefs, Leisten und Ziersockel an den Wänden an. Teilweise werden diese Stuckteile in der Werkstatt von Hand vorbereitet, teilweise aber auch erst vor Ort.
Der Stukkateur arbeitet vor allem auf Baustellen, wenn der Rohbau bereits abgeschlossen ist. Während seiner Ausbildung zum Stukkateur lernt er den Umgang mit Werkzeugen wie Kelle, Blechschere, Wasserwage, Senklot und Richtlatte sowie mit allerlei Materialien wie Kalk, Zement und Gips. Ein gutes Fingerspitzengefühl und Sinn für künstlerische Arbeit sind die wichtigsten Voraussetzungen, wenn man sich für einen Ausbildungsplatz im Stukkateurberuf interessiert. An schulischen Voraussetzungen reicht in den meisten Ausbildungsbetrieben der Hauptschulabschluss aus.

Ausbildungsgehalt Stukkateur/-in

Im Handwerk Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 755 € 1115 € 1400 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 675 € 895 € 1120 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Das gibt es über die Ausbildung zum Stukkateur zu wissen

Wie die meisten Berufsausbildungen in Deutschland wird auch die Ausbildung zum Stukkateur im dualen System absolviert, also im Betrieb und in der Berufsschule. Dabei ist es üblich, dass der Azubi auch an überbetrieblichen Lehrgängen teilnimmt, um praktische Elemente seiner Arbeit kennen zu lernen, die im eigenen Ausbildungsbetrieb vielleicht nicht allzu häufig genutzt werden. Die Ausbildungsdauer bei der Ausbildung zum Stukkateur liegt bei drei Jahren, wobei man bereits nach zwei Jahren den Abschluss als Ausbaufacharbeiter erlangt hat. Nach der Gesellenprüfung ist der Meister der nächste Schritt auf der Karriereleiter. Anschließend kann man sein Gehalt zum Beispiel durch einen eigenen Betrieb verdienen oder sich zum Restaurator fortbilden. Auch ein Studium der Gebäudeklimatik käme hier in Frage, das seit 2012 speziell für das Stukateurhandwerk angeboten wird. Viele Stukkateure arbeiten nach ihrer Berufsausbildung rein künstlerisch nach Vorbildern wie Johann Baptist, Dominikus Zimmermann, Lorenz Zotz und Josef Schnitzer, allesamt bekannte Stukkateure und Bildhauer im deutschsprachigen Raum. Sie finden ihren Einsatz dann entweder freischaffend oder in Kirchen, Schlössern und ähnlichen Prachtbauten.

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