Verfahrensmechaniker/-in f. Kunststoff- u.Kautschuktechnik Ausbildung

Die Verwendung von Kunststoff ist aus der Industrie kaum noch weg zu denken. Da es sich hierbei um eine sehr spezialisierte Arbeit handelt, hat sie mit der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ihre entsprechende Qualifikation. In diesem Beruf ist man vor allem damit beschäftigt, aus Kunststoffen Bauteile, Verbundstoffe oder Formteile herzustellen, die dann in anderen Branchen weiter verwendet werden. Auch die Aufbereitung von Kunststoffen gehört zum Arbeitsfeld. Nachdem man die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik beendet hat, ist man aber auch für die Bedienung der entsprechenden Produktionsanlagen zuständig. Das schließt auch deren Programmierung und Wartung ein. Außerdem optimieren sie die Produktionsprozesse und kontrollieren deren Qualität.
Interesse an chemischen Prozessen und Technik sind die wichtigsten persönlichen Voraussetzungen, die ein Azubi in die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik mitbringen sollte. Die meisten, die sich auf einen Ausbildungsplatz bewerben, haben deshalb auch die Mittlere Reife. Das Gehalt ist angemessen hoch, insbesondere bei Nachtschichten und Wochenendarbeiten, mit denen man in jedem größeren Unternehmen rechnen muss.

Ausbildungsgehalt Verfahrensmechaniker/-in f. Kunststoff- u.Kautschuktechnik

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 877 € 926 € 1003 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 695 € 742 € 786 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Die Fakten zur Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

In Deutschland ersetzt die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik seit 1997 die Ausbildungsberufe zum Kunststoffschlosser, Gummi- und Kunststoffauskleider sowie zum Kunststoff-Formgeber. Während der Berufsausbildung, die im Betrieb und in der Berufsschule stattfinden, entscheidet der Auszubildende sich für einen der folgenden Schwerpunkte: Bauteile, Faserverbundwerkstoffe, Kunststofffenster, Halbzeuge, Formteile und Mehrschicht-Kautschukteile. Oft ist es der Betrieb, der den Schwerpunkt vorgibt, da er nur in diesem Bereich tätig ist. Insgesamt liegt die Ausbildungsdauer bei drei Jahren. Wer mit einem höheren Schulabschluss in die Berufsausbildung einsteigt oder während der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik gute Leistungen zeigt, kann die Lehrzeit aber auch um ein halbes Jahr verkürzen und entsprechend früher sein Gehalt verdienen.
In Deutschland gibt es verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, die man nach dem Ende der Ausbildung in Angriff nehmen kann. Die meisten Auszubildenden entscheiden sich dabei für den staatlich geprüften Techniker im Maschinenbau oder zum Meister der Industrie. Maschinenbau kann darüber hinaus auch durch ein Studium an einer Universität erlernt werden.