Verfahrensmechaniker/-in - Glastechnik Ausbildung

Seit das Glas vor gut 1.000 Jahren entdeckt wurde, ist es aus dem täglichen Leben nicht mehr weg zu denken. Es wird in Fenstern, für Brillen und zum Trinken genutzt, ist aber auch aus industrieller und chemischer Sicht sehr interessant. Der Bedarf an Glas ist groß und damit jeder Industrie-, Handwerks- und Alltagsbereich die passenden Gläser bekommt, gibt es den Verfahrensmechaniker für Glastechnik. Er wird in den verschiedensten Bereichen in der Glasproduktion eingesetzt werden. So arbeitet er nach seiner Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Glastechnik zum Beispiel an der Glasschmelze, wo aus Quarz und Zusatzstoffen Glas von verschiedener Stärke, Güte und Färbung hergestellt wird. Doch auch in Industriebetrieben, die aus Glas Scheiben Rohre, Gläser, Faserglas und anderes herstellen, findet der Verfahrensmechaniker für Glastechnik seinen Einsatz.
Durch Abtragen, Fügen oder Umformen stellt der Verfahrensmechaniker Glastechnik außerdem auch die eigentlichen Endprodukte her, die dann im Haushalt und anderswo genutzt werden können. Dabei lernt er während seiner Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Glastechnik nicht nur, wie man Glas herstellt, sondern auch wie die dazu nötigen Maschinen betrieben, gewartet und repariert werden. Gerade in Industriebetrieben wird dabei im Schichtbetrieb, also auch nachts, gearbeitet. Das Gehalt wird an diese Arbeitszeiten angepasst.

Ausbildungsgehalt Verfahrensmechaniker/-in - Glastechnik

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 645 € 711 € 807 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 664 € 715 € 817 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Alles Wichtige zur Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Glastechnik

Die meisten, die sich auf einen Ausbildungsplatz in der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Glastechnik bewerben, haben mindestens die Mittlere Reife und ein hohes technisches Verständnis. Auch gute Schulnoten in Chemie und Physik sind für die Bewerbung hilfreich. Bei einer Ausbildungsdauer von drei Jahren wird der Azubi im Betrieb und in der Berufsschule mit allem vertraut gemacht, was bei der späteren Arbeit wichtig ist. In Deutschland gibt es derzeit drei Berufsschulen für diese Berufsausbildung, so dass der Unterricht dort in der Regel in Blockform stattfindet. Auch nach der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Glastechnik gibt es noch viele Wege, sich weiter zu bilden. Interessiert man sich für einen Meistertitel, so käme hier der Industriemeister Fachrichtung Glas in Frage. Darüber hinaus gibt es auch den staatlich geprüften Techniker in den Fachrichtungen Glastechnik und Glashüttentechnik. Über den Meistertitel oder das Abitur bietet sich darüber hinaus auch die Möglichkeit zu einem Studium, beispielsweise zum technischen Fachwirt oder zum Ingenieur für Glas, Keramik und Bindemittel.