Jobangebote für Industriemeister (+15km)

Geschätztes Bruttogehalt  
*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Industriemeister

Datenbasis: 34 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.713 € 3.906 € 5.532 €
Baden-Württemberg 3.564 € 4.025 € 4.817 € Jobs Industriemeister
Bayern 2.929 € 3.650 € 4.904 € Jobs Industriemeister
Berlin 2.310 € 3.326 € 4.711 € Jobs Industriemeister
Brandenburg 2.066 € 2.975 € 4.213 € Jobs Industriemeister
Bremen 2.607 € 3.753 € 5.315 € Jobs Industriemeister
Hamburg 3.139 € 4.520 € 6.402 € Jobs Industriemeister
Hessen 2.908 € 3.904 € 5.044 € Jobs Industriemeister
Mecklenburg-Vorpommern 1.994 € 2.871 € 4.066 € Jobs Industriemeister
Niedersachsen 2.475 € 3.564 € 5.048 € Jobs Industriemeister
Nordrhein-Westfalen 3.456 € 4.271 € 4.374 € Jobs Industriemeister
Rheinland-Pfalz 2.713 € 3.906 € 5.532 € Jobs Industriemeister
Saarland 2.341 € 3.370 € 4.773 € Jobs Industriemeister
Sachsen 2.086 € 3.004 € 4.255 € Jobs Industriemeister
Sachsen-Anhalt 2.045 € 2.944 € 4.170 € Jobs Industriemeister
Schleswig-Holstein 2.542 € 3.660 € 5.184 € Jobs Industriemeister
Thüringen 2.120 € 3.052 € 4.322 € Jobs Industriemeister

Industriemeister / Industriemeisterin:

1. Gehalt

Als Industriemeister liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.906 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 34 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.713 € beginnen, Industriemeister in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.532 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.660 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.025 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Industriemeister in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 3.798 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.547 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.613 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.313 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.413 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.311 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.906 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.761 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.431 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Weiterbildung zum Meister ist eine ganz traditionelle Weiterbildung im Handwerk. Mittlerweile kann der Industriemeister in zahlreichen Fachgebieten erlangt werden, doch es gibt auch fachungebundene Industriemeister, die sich die folgenden Themen während der Weiterbildung aneignet:

  • BWL: Ökonomie, Organisationen und Organisationsentwicklung, Kostenrechnungen (Kostenstellen, Kostenträger), Kalkulationen,
  • Rechtswissenschaften: Grundgesetz, Arbeitsrecht, Sozialrecht, Datenschutzrecht, Umweltschutzrecht, Gesetzgebung, Rechtsprechung,
  • Information, Kommunikation, Planung: Prozesse und Produktionsdaten, Planung und Analyse, Präsentationstechnik, Erstellung technischer Handreichungen, Projektmanagement,
  • Personalwesen: Beurteilung und Förderung der beruflichen Entwicklung, Gruppenstrukturen /-verhalten erkennen und deuten, Führung, Konfliktmanagement,
  • Natur und Technik: Gesetzmäßigkeiten erkennen und Folgen abwägen, Einsatz von verschiedenen Energieformen, betriebs- und fertigungstechnische Größen, Statistik.

Grundvoraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie drei Jahre Berufspraxis. Der Ausbildungsberuf sollte aus dem handwerklichen oder alternativ aus dem technischen Bereich gewählt werden. Wenn die Weiterbildung zum /zur Industriemeister /-in in einer bestimmten Fachrichtung aufgenommen wird, muss auch die Fachrichtung bereits Teil der Ausbildung sein.

Mögliche Fachrichtungen der Industriemeister-Weiterbildung sind: Akustik- und Trockenbau, Aluminiumbe- und -verarbeitung, Betonsteinindustrie, Buchbinderei, Chemie, Elektrotechnik, Fahrzeuginnenausstattung, Luftfahrttechnik, Getränke, Gießerei, Glas, Gleisbau, Holz, Hüttentechnik, Instandhaltung, Isolierung, Kalk, Keramik, Kunststoff /Kautschuk, Lack, Lebensmittel, Lederherstellung, Leitungsbau, Mechatronik, Medizintechnik, Metall, Naturwerkstein, Optik, Papier- und Kunststoffverarbeitung, Papiererzeugung, Pharmazie, Planung/ Konstruktion, Polsterei, Printmedien, Qualitätskontrolle, Schuhfertigung, Süßwaren, Textilwirtschaft.

Die lange Liste und die Heterogenität der Fachrichtungen lassen bereits erahnen, dass nahezu in jedem handwerklichen Ausbildungsberuf eine Meister-Weiterbildung möglich ist.

Ebenso wie es im kaufmännischen Bereich die Wahlmöglichkeit zwischen Fachwirt- und Betriebswirt-Weiterbildung gibt, unterscheidet man im handwerklich-technischen Bereich zwischen der Meister- und der Techniker-Weiterbildung. Dabei ist die Meisterausbildung kürzer und einfacher als die Technikerausbildung. Diese vertieft nicht nur das Fachwissen, sondern auch die planerischen Fähigkeiten. Die Meisterweiterbildung wird heutzutage von vielen in Vollzeit durchgeführt. Bei sogenannten Crashkursen ist zwar die Zeit des Lernens überschaubar kurz, doch das heißt auch, dass die Prüfung rasend schnell vor der Tür steht.

3. Studium

Ein Studienfach mit dem Abschluss "Industriemeister /-in" gibt es nicht, jedoch gibt es sowohl die Möglichkeit, Industriebetriebswirtschaft zu studieren, als auch in einem der vielen Fachbereiche ein Fachstudium zu absolvieren. Wie der Name schon sagt, ist ein Studium der Betriebswirtschaft stark an Wirtschaft und Mathematik ausgerichtet. Daher sieht der Stundenplan in der Regel wie folgt aus:

  • Bachelor-Studium: BWL, Bilanzen, Steuern, Finanzwesen, IT, Kosten- und Leistungsrechnung, Marketing, Materialwirtschaft, Organisation, Personalmanagement, Projektmanagement, Recht
  • Master-Studium: Geschäftsplanung, Finanzwirtschaft, Informationstechnologie, internationales Management, Marketing, operatives Management, Organisationen

Das Studium der Industriebetriebswirtschaft ist relativ stark auf das Management ausgerichtet. Praktischer hingegen geht es in den Fachrichtungen der Industrie zu, die auch als Fachrichtungen der Meister-Weiterbildung gewählt werden können. Mögliche Studienfächer sind hierbei Automatisierungstechnik, Bauingenieurwesen, Biotechnologie, Chemie, Design, Elektrotechnik, Ingenieurwissenschaften, Maschinenbau, Mechatronik, Produktionstechnik, Versorgungstechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.

In der Praxis zeigt sich, dass entweder eine Ausbildung und eine Weiterbildung absolviert wird oder alternativ nach einer Ausbildung ein fachspezifisches Studium folgt. Spätestens bei der Wahl des weiterführenden Studiums empfiehlt sich eine Spezialisierung in einem passenden Fachgebiet. Bis dahin werden Praxiskenntnisse und fundierte theoretische Kenntnisse aufgebaut. Im weiterführenden Masterstudium erfolgt dann der Feinschliff – und dieser kann sowohl technische, als auch betriebswirtschaftliche Ausprägung haben.

Schreibt man die Karriereleiter fort, so steht der Hochschulabschluss über dem Meister und dem Techniker. In der Praxis zeigt sich dann: Meister arbeiten als Schichtleiter oder Werkstattleiter, Techniker als Abteilungsleiter und Industriefachleute mit akademischem Grad können sogar bis ins Management aufsteigen. Ausnahmen bestätigen die Regel: Auch Meister mit Affinität zur Betriebswirtschaft haben es schon in die Führungsetage geschafft. Natürlich verändert sich mit der Position auch der Verantwortungsbereich, aber auch das Gehalt. Allerdings wird auch der Praxisbezug kleiner. Arbeiten im Büro nehmen dann mehr Raum ein.

4. Tätigkeit

Industriemeister /-innen fällen Entscheidungen, beraten und überwachen sowohl die Produktion als auch die Mitarbeiter und das Unternehmen als Organisation. Sie stehen dafür gerade, dass gesetzte Produktionsziele erreicht werden – und zwar termingerecht und effizient. Dabei ist viel Koordinations- und Organisationsleistung gefragt, denn Mensch und Maschine müssen so zusammengestellt werden, dass eine reibungslose Produktion gewährleistet ist, die gleichbleibend gute und den Qualitätsnormen entsprechende Waren produziert.

Dazu gehört auch die Wartung und Instandhaltung von Maschinen und Fertigungsanlagen. Alle Arbeiten müssen unter den Arbeits- und Umweltschutzbestimmungen geleistet werden. In betriebswirtschaftliche Hinsicht gehört die Planung und Entwicklung sowie die Optimierung von Kosten und Leistungen in den Aufgabenbereich der Industriemeister. Auch die Auswahl und Einarbeitung neuer Mitarbeiter sowie die Ausbildung und Beurteilung von Auszubildenden gehören zum Aufgabengebiet.

Industriemeister gibt es in verschiedenen Fachrichtungen. Das Einstiegsgehalt liegt bei 2.400 Euro. Der Verdienst kann auf 2.700 bis 3.000 Euro steigen. Als Betriebsleiter erhält ein Industriemeister ein Einkommen zwischen 45.000 und 50.000 Euro im Jahr.