*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Betriebsleitung

Datenbasis: 2.671 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.625 € 4.231 € 7.723 €
Baden-Württemberg 2.938 € 4.706 € 8.459 € Jobs Betriebsleitung
Bayern 2.589 € 4.488 € 7.896 € Jobs Betriebsleitung
Berlin 2.438 € 3.952 € 7.083 € Jobs Betriebsleitung
Brandenburg 2.500 € 4.156 € 7.213 € Jobs Betriebsleitung
Bremen 2.466 € 3.717 € 8.377 € Jobs Betriebsleitung
Hamburg 2.652 € 3.993 € 7.567 € Jobs Betriebsleitung
Hessen 2.775 € 4.393 € 7.773 € Jobs Betriebsleitung
Mecklenburg-Vorpommern 2.254 € 3.612 € 9.455 € Jobs Betriebsleitung
Niedersachsen 2.599 € 4.000 € 6.964 € Jobs Betriebsleitung
Nordrhein-Westfalen 2.739 € 4.417 € 7.789 € Jobs Betriebsleitung
Rheinland-Pfalz 2.749 € 3.867 € 7.557 € Jobs Betriebsleitung
Saarland 2.916 € 4.437 € 7.811 € Jobs Betriebsleitung
Sachsen 2.657 € 4.593 € 7.957 € Jobs Betriebsleitung
Sachsen-Anhalt 2.365 € 3.978 € 7.012 € Jobs Betriebsleitung
Schleswig-Holstein 2.101 € 3.814 € 5.377 € Jobs Betriebsleitung
Thüringen 2.645 € 4.218 € 7.510 € Jobs Betriebsleitung

Betriebsleiter / Betriebsleiterin:

1. Gehalt

Als Betriebsleiter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 4.231 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 2.671 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.625 € beginnen, Betriebsleiter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 7.723 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.814 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 4.706 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Betriebsleiter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.928 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.613 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.910 Euro brutto
  • 40 Jahre = 4.231 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.470 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.827 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.859 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 5.000 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.972 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Kaufmännische Betriebsleiter /-innen konnten früher aufgrund einer soliden kaufmännischen Ausbildung sowie entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen Karriere machen. Heute ist das eher die Seltenheit. Eine kaufmännische Ausbildung absolvieren noch wenige, denn meist bahnen sich angehende kaufmännische Betriebsleiter ihren Weg nach einem Studium in die Chefetage. In kleineren Betrieben gibt es jedoch noch heute die Chance, nach einer kaufmännischen Ausbildung und einer entsprechenden Weiterbildung kaufmännische/r Betriebsleiter/-in zu werden.

Beliebte kaufmännische Berufe sind beispielsweise die Folgenden:

Bei einigen kaufmännischen Berufen ist bereits eine Richtung – IT, Medien, Tourismus, Gastronomie – inbegriffen, bei anderen wiederum erhält die Ausbildung erst durch den Ausbildungsbetrieb eine inhaltliche Färbung. Möglich ist eine Weiterbildung in jedem Fall, doch wer das Ziel vor Augen hat, kaufmännischer Betriebsleiter zu werden, sollte die folgende Weiterbildungsmöglichkeit näher in Betracht ziehen: Die Ausbildung zum Betriebswirt /-in für Unternehmensführung.

Der genaue Lehrplan variiert je nach Fachschule, doch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch, Englisch und Arbeitspädagogik sowie BWL, VWL, Buchhaltung, Rechtswesen, Steuern, Wirtschaftsmathematik, Datenverarbeitung und Unternehmensführung werden sicherlich im Fokus stehen. Auch Kenntnisse des Vertriebs, des Marketings, der Statistik, des Qualitätsmanagements, des Personalwesens, der Kostenrechnung und der Finanzwirtschaft müssen erlangt werden.

Darüber hinaus müssen angehende kaufmännische Betriebsleiter /-innen nicht nur auf ihre kaufmännischen Aufgaben, sondern auch auf ihre Führungsaufgaben vorbereitet werden. Für ihre angestrebte Position müssen sie die folgenden Kompetenzen mitbringen:

  • Betriebsführung, Management
  • Führungskompetenz, Managementstrategien, Unternehmenskultur
  • Kommunikationsstärke, Projektmanagement
  • Psychologische Grundkenntnisse über Arbeitsleben und Organisationen
3. Studium

Wer in die Chefetage möchte, der studiert Betriebswirtschaftslehre. Das galt viele Jahre als Geheimrezept für all diejenigen, die Chef /-in – oder in diesem Fall – Betriebsleiter/-in werden wollten. Heute ist ein BWL-Studium ein solides Grundstudium – ohne spezielle Richtung. Für die inhaltliche Färbung sidn Studenten selbst zuständig. Im Dualen Studium richtet sich der inhaltliche Schwerpunkt nach dem Betrieb – ähnlich wie in einer dualen Ausbildung. Dabei gibt es beispielsweise die folgenden Ausbildungsrichtungen, die allesamt im dualen System konzipiert sind:

  • Tourismus
  • Business Administration
  • Prozesstechnik
  • Gesundheitsökonomie
  • Fitnessökonomie
  • Internationales Vertriebs- und Einkaufsingenieurwesen
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Bauwesen Projektmanagement
  • Bachelor of Laws
  • Medien- und Kommunikationswirtschaft
  • Banking und Finance
  • Technischer Vertrieb
  • Prozessmanagement
  • Vertriebsingenieurwesen
  • Logistikmanagement

Ohne konkrete inhaltliche Färbung ist das duale Studium Wirtschaft und Management und schon die Studienbeschreibung zeigt: Wer diesen Studiengang wählt, möchte zum/zur kaufmännischen Betriebsleiter/-in aufsteigen oder gar Geschäftsführer /-in werden. Wer ein klassisches Studium der Betriebswirtschaftslehre absolviert, steht spätestens nach der Hälfte der Studienzeit vor der Entscheidung, welcher Schwerpunkt gewählt werden soll – und hierbei ist die Auswahl enorm groß.

Grundsätzlich gilt: Wer kaufmännischer Betriebsleiter werden möchte, sollte sich auf die Ausbildung der Kernkompetenzen eines/r Kaufmanns /-frau fokussieren. Dazu zählen alle Bereiche eines BWL-Studiums ohne Fachspezifik. Der Grund ist einfach, denn neben einem kaufmännischen Betriebsleiter wird meist ein fachlich bzw. inhaltlich versierter Betriebsleiter stehen, um die auf Zahlen basierenden Entscheidungen auch auf inhaltliche Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Ein Beispiel ist hierfür ein Krankenhaus, das sicherlich einen Betriebsleiter hat, der aus dem Bereich der Medizin stammt. Um allerdings das Unternehmen Krankenhaus wirtschaftlich aufzustellen, steht ihm ein/-e kaufmännische/-r Betriebsleiter /-in gleichberechtigt zur Seite. Daneben gibt es jedoch uch kleine Unternehmen, die von einem kaufmännischen Betriebsleiter in Personalunion als Geschäftsführer /-in geführt werden.

4. Tätigkeit

Ein kaufmännischer Betriebsleiter bzw. eine kaufmännische Betriebsleiterin ist Chef der wirtschaftlichen Belange eines Unternehmens. Sie tragen viel Verantwortung und sind dafür zuständig, dass der Betrieb am Markt wirtschaftlich arbeitet. Das heißt auch, dass Materialkosten, Personal, Finanzmittel und Informationen so koordiniert werden müssen, dass ein effizienter und wirtschaftlicher Betrieb des Unternehmens möglich ist. Im Einzelnen haben kaufmännische Betriebsleiter folgende Aufgaben:

  • Planung, Koordination und Kostenoptimierung von Arbeitsmaterial, Betriebsmitteln und Produktionsaufwänden inklusive Material- und Lagermanagement
  • Personalmanagement: Planung des Personalbedarfs, Personal Recruiting, Aus- und Weiterbildung, innerbetriebliche Bildung Steuerung von Produktionsanlagen und -prozessen, Prozessoptimierung
  • Finanzbuchhaltung, Controlling, Planung, Kalkulation, Wirtschaftlichkeitsprüfung, Budgetierung, Rechnungswesen, Investitionsplanung, Deckungsbeitragskalkulation
  • Festlegung von Maßnahmen im Bereich Vertrieb und Marketing vor dem Hintergrund aktueller Markt- und Wettbewerbsanalysen und mit dem Ziel, das in der Planung niedergeschriebene Absatz- /Vertriebsziel zu erreichen, Werbeaktionen initiieren, Absatzmärkte kontinuierlich dem Markt anpassen
  • Qualitätsmanagement, -prüfung, -sicherung

Die Verdienstmöglichkeiten sind als Betriebsleiter natürlich sehr gut, von den Berufsangehörigen wird aber auch sehr viel gefordert.