*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Controller

Datenbasis: 5.673 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.912 € 4.398 € 7.166 €
Baden-Württemberg 3.147 € 4.714 € 7.321 € Jobs Controller
Bayern 3.011 € 4.629 € 7.501 € Jobs Controller
Berlin 2.644 € 3.820 € 5.886 € Jobs Controller
Brandenburg 2.377 € 3.320 € 5.448 € Jobs Controller
Bremen 3.083 € 4.155 € 6.461 € Jobs Controller
Hamburg 3.010 € 4.312 € 6.699 € Jobs Controller
Hessen 3.174 € 4.882 € 7.376 € Jobs Controller
Mecklenburg-Vorpommern 2.192 € 2.998 € 4.894 € Jobs Controller
Niedersachsen 2.753 € 4.217 € 6.731 € Jobs Controller
Nordrhein-Westfalen 3.025 € 4.557 € 7.323 € Jobs Controller
Rheinland-Pfalz 2.946 € 4.364 € 7.694 € Jobs Controller
Saarland 2.075 € 4.255 € 7.414 € Jobs Controller
Sachsen 2.685 € 3.623 € 5.709 € Jobs Controller
Sachsen-Anhalt 2.606 € 3.530 € 5.008 € Jobs Controller
Schleswig-Holstein 2.936 € 3.895 € 6.470 € Jobs Controller
Thüringen 2.115 € 3.017 € 4.770 € Jobs Controller

Controller / Controllerin:

1. Gehalt

Auch wenn Sie als Controller Tag für Tag mit Zahlen zu tun haben, dürften Sie die folgenden Zahlen besonders interessieren. Schließlich geht es um Ihr Gehalt. Denn auch Zahlen-Profis wissen oft nicht genau, ob der eigene Verdienst angemessen ist.

Für den Start sehr interessant: im bundesweiten Durchschnitt verdienen Controller 4.398 € brutto im Monat. Unsere Basis für diese Aussage: ganz genau 5.673 Controller-Datensätze, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst und analysiert haben. Wie das bei Durchschnittswerten so ist, kann das tatsächliche Einkommen natürlich auch drunter oder drüber liegen:

  • So verdienen 25 % der Controller monatlich maximal 2.912 €,
  • wiederum 25 % hingegen erhalten mindestens 7.166 € im Monat.

Gehalt für Absolventen

Besonders bei Berufsanfängern blinken oft die Fragezeichen in den Augen, wenn es zum Thema Einstiegsgehalt kommt. Viele fragen sich: Was kann ich verlangen, wenn ich frisch von der Uni komme? Es hilft ein Blick auf unsere Altersstatistik: Laut unserer Datenbank verdienen Controller im Alter von 25 Jahren durchschnittlich 3.550 €. Mit steigender Berufserfahrung steigen auch die Aufstiegsmöglichkeiten - und verbunden damit, steigt auch der Verdienst. Auch Weiterbildungen liefern gute Argumente, wenn es in die Gehaltsverhandlung mit dem Vorgesetzen geht. So kommt es, dass das Durchschnittgehalt im Alter von 50 Jahren bereits bei 5.736 € liegt. Alle Zahlen im Überblick:

  • 25 Jahre = 3.550 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.975 Euro brutto
  • 35 Jahre = 4.650 Euro brutto
  • 40 Jahre = 5.152 Euro brutto
  • 45 Jahre = 5.606 Euro brutto
  • 50 Jahre = 5.736 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt als Controller

Rund 1.000 Euro mehr Gehalt im Monat? Das kann drin sein, wenn man einen Job in einem Konzern ergattert. Die Verantwortung im Job ist dann unter Umständen größer, je nachdem, wie viel Umsatz der verantwortliche Geschäftsbereich erwirtschaftet. Die Gehaltstabelle zeigt:

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.811 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.198 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.029 Euro brutto

Regionale Unterschiede

Wer flexibel und bereit ist, für seinen Job umzuziehen, sollte einen Blick auf die regionalen Gehaltsunterschiede werfen. Wie so oft, wird auch bei den Controllern im Süden besser bezahlt, als im Norden. So haben Sie in Rheinland-Pfalz (4.364 €), Hessen, Bayern und Baden-Württemberg ein deutlich höheres Durchschnittsgehalt, als im Rest der Republik. Die Ausnahme: Hamburg (4.312 €). Der Stadt-Staat im Norden profitiert wohl u. a. von den florierenden Geschäften des Hafens und der vielen anderen Unternehmen. Auch hier wird mehr gezahlt, als im Bundesdurchschnitt. Aber Achtung: In Großstädten und anderen attraktiven Wohngegenden sind die Lebenshaltungskosten auch höher.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Controller bzw. Controllerin handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Beruf des Controllers / der Controllerin ist ein anerkannter Fortbildungsberuf, der in der Regel mit dem Zertifikat „Geprüfter Controller“ abschließend besiegelt wird. Während dieser Weiterbildungsmaßnahme werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Wettbewerb, Controlling, erfolgswirtschaftliche Kennzahlen, Finanzcontrolling, Cash Flow
  • Kostenmanagement , Kostenrechnung, Investitionen
  • Deckungsbeitragsrechnung, Unternehmensplanung, Budgetierung, Jahresabschlussanalyse
  • Umsatzplanung, Kostenplanung, Erfolgsplanung und Kontrolle
  • Berichtswesen, Informationsmanagement
  • Beratung, Führung, Kommunikation, Moderation

Die Lerninhalte implizieren bereits, dass sowohl betriebswirtschaftliche Kenntnisse, als auch die Fähigkeit, mit Zahlen und Menschen gleichermaßen gut umzugehen, die Grundlage für die erfolgreiche Ausübung des Berufs des Controllers / der Controllerin sind. Oft erfolgt die Fortbildung zum Controller / zur Controllerin berufsbegleitend. Wenn sich aus dem aktuellen Tätigkeitsfeld heraus diese Weiterentwicklungsmöglichkeit ergibt, ist die schulische Vorbildung nur noch als Zulassungsvoraussetzung ausschlaggebend.

Wer eine kaufmännische Ausbildung absolviert hat und vier Jahren Berufspraxis nachweisen kann, wird zur Controller-Prüfung zugelassen. Ohne kaufmännische Ausbildung sind sechs Jahre Berufspraxis im Controlling die Zulassungsvoraussetzung für die Controller-Weiterbildungsmaßnahme. Die Liste der kaufmännischen Ausbildungsberufe ist vergleichsweise lang. Besonders gut zum Beruf des Controllers / der Controllerin passen Berufe aus dem Finanzbereich wie Bankkaufmann/-frau und Finanzassistent/-in, aber auch Industrie- und Bürokaufleute sind nach einer entsprechenden Fortbildung als Controller tätig. Eine Alternative kann hier auch ein entsprechendes Traineeprogramm sein, das insbesondere Hochschulabsolventen praxisnah ausbildet.

Controller / Controllerin zu werden bedeutet also nach einer kaufmännischen Ausbildung Berufspraxis zu sammeln und anschließend eine Weiterbildungsmaßnahme zu besuchen. Diese wird von der IHK angeboten sowie von freien Instituten. Betriebsinterne Controllinglehrgänge haben den Vorteil, stärker das Unternehmen selbst und die dort relevanten Zahlen zu fokussieren. Fernlehrgänge hingegen ermöglichen den Teilnehmern eine Weiterbildung bei größtmöglicher Flexibilität. Ein ausgeprägtes unternehmerisches Denken, ein Gespür für Markttrends, Interesse an betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen, eine überaus gute Allgemeinbildung sowie eine strategisch geprägte Handlungsweise sind die Fähigkeiten, die ein angehender Controller / eine Controllerin mitbringen sollte, um nach der Fortbildung auch erfolgreich tätig sein zu können.

3. Studium

Während Absolventen einer kaufmännischen Ausbildung einige Jahre Berufspraxis nachweisen müssen, um die Weiterbildung zum Controller absolvieren zu können, gibt es auch die Möglichkeit, nach der (Fach-) Hochschulreife ein entsprechendes Studium aufzunehmen. Die meisten betriebs- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge haben den Controlling-Bereich als Vertiefungsfach integriert. Die folgenden Studiengänge ermöglichen eine Qualifizierung zum Controller / zur Controllerin:

  • Betriebswirtschaftliche Studiengänge wie Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Controlling, Finanz- und Rechnungswesen oder Wirtschaft, Rechnungswesen und Steuern
  • Spezielle Controlling-Studiengänge wie Controlling, Interdisziplinäres Vermögensmanagement, Unternehmensführung und Controlling oder Controlling, Management and Information
  • Studiengänge mit Schwerpunkt Finanzen wie European Finance and Accounting, Finance and Management, Finanzmanagement (Finanzen, Accounting, Taxation, Controlling), International Finance

Während vor einigen Jahren noch ein Unterschied zwischen Fachhochschul- und allgemeiner Hochschulreife gemacht wurde, so zählen heute bereits vor Studienbeginn relevante Praktika. Studiert wird dann an einer privaten oder an einer staatlichen Hochschule, an der die Studierenden oft per Einstellungstest ausgewählt werden. Vor- und Nachteile gibt es auf beiden Seiten. Während private Hochschulen bezüglich des Betreuungsgrades sehr gut sind, sind die Studiengebühren vergleichsweise hoch. Staatliche Hochschulen bieten hingegen eine größere Auswahl beim Fächerangebot.

Eine Mischung aus Ausbildung und Studium sind hingegen duale Studiengänge. Dabei werden theoretische Kenntnisse an einer dualen Hochschule erworben, die Praxis lernen die Studenten / Studentinnen direkt im Unternehmen kennen. Auch bei dualen Studiengängen gibt es heute viele Möglichkeiten, Controlling als Vertiefungsfach zu wählen. Zudem bieten Fernuniversitäten an, Controller im Fernstudium zu werden. Die Inhalte des Studiengangs bleiben dabei unverändert, jedoch bietet ein Fernstudium die Möglichkeit, ortsunabhängig und berufsbegleitend zu studieren. Allerdings ist für ein Fernstudium viel Selbstmotivation nötig.

Während des dualen oder regulären Studiums lernen die Studenten / Studentinnen die folgenden Themenfelder kennen: Betriebswirtschaftslehre, (Wirtschafts-)Mathematik, Statistik, Volkswirtschaftslehre, Buchführung, (Wirtschafts-) Recht, Wirtschaftsinformatik, Steuerlehre, Rechnungswesen, Wirtschaftsenglisch, Controlling/Finanzen/Accounting/Taxation, Unternehmensführung, Bewertung, Gesellschaftsrecht, Kapitalmarktrecht.

4. Tätigkeit

Der Aufgabenbereich im Controlling ist recht vielseitig. Die Gemeinsamkeit aller Aufgaben ist jedoch der Umgang mit Zahlen, die unter den verschiedenen Gesichtspunkten erfasst und verglichen werden. Controller kontrollieren, regeln und steuern die Leistungsprozesse eines Betriebes durch den Einsatz von verschiedenen Controlling Instrumente. Ziel ist es, die Produktivität eines Unternehmens so zu steigern, dass möglichst effizient gewirtschaftet wird. Dazu werden betriebswirtschaftliche Ausgaben wie Lohnkosten, Materialkasten, Anschaffungskosten etc. mit den Einnahmen der angebotenen Produkte und/oder Dienstleistungen abgeglichen.

Sie unterstützen das Management in ihren Entscheidungen und sorgen zielorientiert für die Umsetzung der Unternehmensziele. Zu ihren Aufgabengebieten zählen u. a. die Mitwirkung bei der Unternehmensplanung, die Vorbereitung von Präsentationen für Meetings und das Sammeln und Analysieren von Daten.

An dieser Stelle wird deutlich, dass Controller im laufenden Betrieb genauso gebraucht werden, wie um Restrukturierungsmaßnahmen strategisch zu begleiten. Nur der Auftrag lautet jedes Mal anders: Während im laufenden Betrieb die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen kontinuierlich überwacht werden müssen, um Kostenfallen oder Ineffizienz rechtzeitig zu erkennen, gilt es bei einer Restrukturierungsmaßnahme stets Kosten und Nutzen abzuwägen, um einen kosteneffizienteren Weg einschlagen zu können, der nachhaltig ist.

Oft sind Controller als „Mitarbeiter mit dem strengen Rotstift“ bekannt, die Stellen kürzen und Arbeitslosigkeit schaffen. Auf der anderen Seite sind Controller aber auch federführend dafür zuständig, ein Unternehmen zukunftsfähig zu gestalten.

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