*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau

Datenbasis: 204 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.741 € 2.439 € 3.593 €
Baden-Württemberg 1.921 € 2.689 € 4.024 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Bayern 2.034 € 2.774 € 4.037 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Berlin 1.679 € 2.173 € 3.032 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Brandenburg 1.520 € 2.129 € 3.136 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Bremen 1.673 € 2.344 € 3.453 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Hamburg 2.273 € 2.651 € 4.617 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Hessen 2.016 € 2.986 € 5.255 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Mecklenburg-Vorpommern 1.733 € 1.777 € 2.257 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Niedersachsen 1.726 € 2.086 € 3.003 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Nordrhein-Westfalen 1.719 € 2.444 € 3.334 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Rheinland-Pfalz 2.175 € 2.511 € 3.625 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Saarland 1.655 € 2.319 € 3.416 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Sachsen 1.726 € 1.742 € 1.901 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Sachsen-Anhalt 1.483 € 2.078 € 3.061 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Schleswig-Holstein 2.051 € 2.441 € 2.756 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau
Thüringen 1.361 € 1.906 € 2.808 € Jobs Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau

Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau:

1. Gehalt

Wohnen kostet – wer wüsste das besser als Immobilienkaufleute. Daher für Sie vielleicht besonders wichtig: Reicht das Gehalt als Immobilienkaufmann und -frau für eine private Wohlfühloase?

Im Gesamtdurchschnitt ist das Gehalt von Immobilienkaufleuten in Deutschland 2.439 € hoch, brutto im Monat. Umgerechnet entspricht das einem Stundenlohn von 16,94 €. Dass bei solch einem Durchschnittswert auch Abweichungen nach unten und oben existieren, versteht sich von selbst:

  • So liegt das Einkommen der hinteren 25% der Gehaltstabelle bei 1.741 € oder weniger,
  • das der vorderen 25% hingegen bei mindestens 3.593 € monatlich.

All diese Werte basieren auf 204 Datensätzen, die wir innerhalb der letzten zwei Jahre erhoben und ausgewertet haben. Die Höhe des individuellen Einkommens hängt von vielen Faktoren ab – unter anderem davon, ob Ihr Arbeitgeber an einen Tarifvertrag gebunden ist. Auch das Geschlecht ist immer noch ein häufiger Faktor für Gehaltsunterschiede. In den meisten Berufen verdienen Männer immer noch mehr als Frauen. Ein Blick auf unsere Zahlen für Immobilienkaufleute bestätigt das: So ist der Lohn eines Immobilienkaufmanns (2.645 €) im Schnitt etwas höher als der einer Immobilienkauffrau (2.387 €).

Gehalts-Treppe für Immobilienkaufleute

Nach beendeter Ausbildung winkt Immobilienkaufleuten ein durchschnittliches Einstiegsgehalt in Höhe von 2.148 €. Mit wachsender Erfahrung wächst dann auch der Verdienst. Doch ist die Steigerung im Vergleich zu vielen anderen Berufen eher gering, wie man im Überblick sieht:

  • 25 Jahre = 2.338 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.456 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.655 Euro brutto
  • 40 Jahre = 2.522 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.734 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.877 Euro brutto

Wer sein Gehalt deutlich nach oben schrauben möchte, sollte über eine Fort- oder Weiterbildung – zum Beispiel zum Immobilienfachwirt – nachdenken oder ein Studium in Betracht ziehen. Sollten Sie hauptsächlich im Bereich Verkauf und Vermietung tätig sein, kann auch die ein oder andere Provision das Gehalt aufbessern.

Regionaler Gehaltsspiegel

Genau wie Immobilienpreise, sind auch Gehälter stark von der Region abhängig. So verdient man als Immobilienkaufmann oder Immobilienkauffrau in Hamburg (2.651 €), Hessen und Bayern in der Regel deutlich mehr als in Sachsen (1.742 €), Brandenburg oder Thüringen. Eine Erklärung für diese Gehaltsunterschiede, sind die regional unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten, zu denen, neben der bereits erwähnten Miete, die Preise für Konsumgüter und Dienstleistungen gehören. Und diese sind im Osten der Republik meist eben deutlich niedriger als zum Beispiel im Süden.

Kleines Immobilienbüro oder großer Konzern?

Die Erfahrung zeigt: In vielen Branchen steigt mit der Größe des Arbeitgebers auch der durchschnittliche Verdienst. Eine Tendenz, die auch bei Immobilienkaufleuten deutlich zu erkennen ist:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.387 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.894 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.760 Euro brutto

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Ausbildungsberuf Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau ist nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) anerkannt und gilt als bundesweit einheitlich geregelt. Die dreijährige Ausbildung findet in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft statt. Dabei zeigt sich die Lehre mit einer flexiblen Ausbildungsstruktur. Neben der betrieblichen Lehre ist auch eine rein schulische Bildung möglich.
Die drei Ausbildungsjahre unterscheiden sich für den Auszubildenden durch folgende Lerninhalte:

  • Innerhalb des ersten Jahres geht es um Rechtsformen und Strukturen, Umweltschutz und Entwicklungsstrategien. Darüber hinaus bilden Marketing und Arbeitsorganisation wichtige Themen.
  • Im zweiten Jahr nimmt die Wichtigkeit der Teamarbeit und Kooperation zu, ebenso die Pflege eines Immobilienbestandes und das betriebliche Rechnungswesen.
  • Das letzte und dritte Jahr der Lehre vermittelt Schwerpunkte wie Finanzierungen, Baumaßnahmen und Versicherungen.

Wer die Ausbildung als Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau anstrebt, verfügt bestenfalls über wichtige Kriterien. Dazu gehören Verkaufstalent, gute Argumente und das Bevorzugen eines abwechslungsreichen Arbeitsalltags. Dies ist vorausgesetzt, da ein Beruf innerhalb dieser Branche viel Kontakt mit anderen Menschen und einen stetig wechselnden Arbeitsplatz bedeutet.

Durch weiterbildende Maßnahmen ergibt sich die Aufstiegsmöglichkeit zum Immobilienfachwirt. Das Ziel dieser Weiterbildung ist, eine Führungsposition im Immobilienmanagement einzunehmen. Des Weiteren bieten sich Fachrichtungen wie die zum zertifizierten Immobilienverwalter, Immobilienökonom oder Immobilienmakler an. Die Dauer hängt davon ab, ob die weiterbildende Maßnahme in Vollzeit oder berufsbegleitend stattfindet. Sie variiert zwischen drei Monaten und zwei Jahren. Darüber hinaus bieten eine Weiterbildung und ausreichende Berufserfahrung die Chance der Selbstständigkeit. Ein stetiger Aufstieg innerhalb dieser Branche ist gewährleistet.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Immobilienkaufmann/-frau .

3. Studium

Das weiterführende Studium zum/zur Immobilienbetriebswirt /-in vermittelt tieferes Wissen zur Wertermittlung von Immobilien und deren Management. Darüber hinaus steht das internationale Immobiliengeschäft im Mittelpunkt dieses Studiums. Nach dem Absolvieren des Lehrgangs zum Immobilienfachwirt besteht die Möglichkeit, sich diesen für das Studium zum Immobilienbetriebswirt anrechnen zu lassen. Kosten und tatsächliche Dauer hängen davon ab, ob ein Studiengang in Vollzeit, berufsbegleitend oder über die Ferne stattfindet. Der Abschluss bei einem berufsbegleitenden Studium ist nach drei Semestern vorgesehen und läuft bei jeder Studienform auf ein Zertifikat hinaus.

Bei allen Studiengängen zum Immobilienbetriebswirt ist der Inhalt gleich:

  • Management von Privat- und Gewerbeimmobilien,
  • Entwicklung von Bauprojekten,
  • Grundwissen der Betriebswirtschaftslehre,
  • Immobilienrecht und Immobilienwirtschaft,
  • internationale Immobilien,
  • Vermittlung und Verwaltung von Immobilien und Bauprojekten.

Dieses Studium ist staatlich anerkannt und erfordert einen mittleren Bildungsabschluss. Einige Hochschulen fordern einen Hochschulabschluss, dies unterscheidet sich nach gewählter Universität. Des Weiteren ist eine abgeschlossene Berufsausbildung als Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau vorgesehen, um an diesem Studiengang teilzunehmen. Das Wissen in dem Beruf und entsprechende Möglichkeiten Karriere zu machen, steigert ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und / oder der Wirtschaftspsychologie. Um dem Immobiliengeschäft gewachsen zu sein, ist es empfehlenswert, neben dem Studium berufliche Erfahrung zu sammeln. Dies bietet sich durch ein duales Studium, sowie einer Lehre vor oder nach dem Studiengang an.

4. Tätigkeit

Der Immobilienkaufmann / die Immobilienkauffrau hat zum 1. August 2006 den bisherigen Ausbildungsberuf des Kaufmanns, bzw. der Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft abgelöst. Das Berufsbild ist sehr umfangreich und die Tätigkeit erfolgt in allen Bereichen der Immobilienbranche. Neben Bewirtschaftung, Erwerb und Vermittlung von Immobilien, liegt auch die kaufmännische Kontrolle und die Organisation von Bauvorhaben in ihrem Aufgabenbereich. Immobilienkaufleute kaufen, vermitteln, verkaufen und bewirtschaften alle Arten von Liegenschaften und planen und betreuen Neubauten und Sanierungs- oder Modernisierungsvorhaben. Qualifikationen sind unter anderem im Gebäudemanagement, Bauprojektmanagement, in der Wohnungsverwaltung und im Maklergeschäft möglich.