*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Immobilienverwalter

Datenbasis: 44 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.932 € 2.730 € 4.258 €
Baden-Württemberg 2.137 € 2.923 € 3.309 € Jobs Immobilienverwalter
Bayern 2.182 € 2.882 € 7.017 € Jobs Immobilienverwalter
Berlin 2.263 € 2.410 € 2.556 € Jobs Immobilienverwalter
Brandenburg 1.472 € 2.080 € 3.244 € Jobs Immobilienverwalter
Bremen 1.856 € 2.623 € 4.091 € Jobs Immobilienverwalter
Hamburg 2.099 € 2.966 € 4.626 € Jobs Immobilienverwalter
Hessen 2.236 € 3.160 € 4.929 € Jobs Immobilienverwalter
Mecklenburg-Vorpommern 1.345 € 1.901 € 2.965 € Jobs Immobilienverwalter
Niedersachsen 1.763 € 2.491 € 3.885 € Jobs Immobilienverwalter
Nordrhein-Westfalen 2.281 € 2.398 € 2.976 € Jobs Immobilienverwalter
Rheinland-Pfalz 1.900 € 2.685 € 4.188 € Jobs Immobilienverwalter
Saarland 1.837 € 2.596 € 4.049 € Jobs Immobilienverwalter
Sachsen 1.486 € 2.100 € 3.275 € Jobs Immobilienverwalter
Sachsen-Anhalt 1.456 € 2.058 € 3.210 € Jobs Immobilienverwalter
Schleswig-Holstein 1.640 € 2.317 € 3.614 € Jobs Immobilienverwalter
Thüringen 1.318 € 1.862 € 2.904 € Jobs Immobilienverwalter

Immobilienverwalter / Immobilienverwalterin:

1. Gehalt

Als Immobilienverwalter liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.730 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 44 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.932 € beginnen, Immobilienverwalter in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.258 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.317 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.923 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Immobilienverwalter in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.340 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.291 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.579 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.032 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.856 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.886 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.628 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.785 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.389 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Einen Ausbildungsplatz zum Immobilienverwalter bzw. zur Immobilienverwalterin finden Interessierte nicht, denn der Beruf ist kein klassischer Ausbildungsberuf, sondern kann nach einer ähnlichen Ausbildung und einer Weiterbildung ausgeübt werden. Als Ausbildung kommen dabei die als Immobilienassistent /-in, Kaufmann /-frau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft sowie die klassische Ausbildung zum /zur Immobilienkaufmann /-frau infrage.

Neben kaufmännischen Themen (Finanzbuchhaltung, Unternehmenssteuerung etc.) stehen bei der am häufigsten gewählten Ausbildung zum /zur Immobilienkaufmann /-frau auch Vertriebsthemen wie Exposé-Erstellung und Verkaufsgesprächsgestaltung auf dem Stundenplan. Darüber hinaus werden aus der Immobilienwirtschaft die folgenden Themen behandelt: Erwerb /Verkauf /Vermietung von Wohnungen und Häusern, Vermittlung und Verwaltung von Gebäuden, Begleitung von Baumaßnahmen, Bestandspflege und gewerbliche Bewirtschaftung von Objekten, Grundstückserwerb und -entwicklung sowie Finanzierung von Immobilien.

Als Immobilienverwalter /-in jedoch rücken dann die Vertriebsthemen schnell wieder in den Hintergrund und es fällt der Fokus auf Tätigkeiten wie die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden. Um hier das theoretische und praktische Fachwissen zu ergänzen, wird in der Regel eine der beiden folgenden Weiterbildungen nachgeschoben:

  • Fachkaufmann /frau für die Verwaltung von Wohnunsgeigentum

Diese Weiterbildungsmaßnahme ist zeitlich überschaubar und dauert in der Regel ein Jahr. Auf dem Stundenplan stehen die Themen Immobilienrecht (Willenserklärung, Rechtliches zur Vermittlung von Wohnungen, Geschäftsräumen und Grundstücken), Wohnungseigentumsrecht (Vereinbarungen, Gemeinschaftsordnung, Rechtliches für Wohnungseigentümer), Verwaltung von Wohnungseigentum (Mietverwaltung, Eigentumsverwaltung, technisches und kaufmännische Tätigkeiten des Verwalters) sowie VWL und BWL (Marketing, Objektfinanzierung, Unternehmensfinanzierung).

  • Fachmann /-frau für die Gebäudebewirtschaftung

Diese Weiterbildung kann bis zu zwei Jahre dauern, je nachdem bei welchem Bildungsträger die Fortbildung absolviert wird. Mit Blick auf den Stundenplan zeigt sich, dass dieser sehr viel umfangreicher ist. Die folgenden Themen werden während der Ausbildung behandelt: Facility-Management, Informationstechnik, Gebäudemanagement (technisch, kaufmännisch, infrastrukturell) und Projektmanagement.

Um als Immobilienverwalter /-in erfolgreich zu sein, müssen Interessenten die folgenden Kompetenzen mitbringen bzw. sich im Rahmen von Aus- und Weiterbildungen aneignen. Dazu gehört die Fähigkeit, Ausschreibungen und Leistungsbeschreibungen zu erstellen, Immobilien zu verwalten und zu vermitteln, Kunden zu beraten sowie Kosten- und Leistungsrechnungen zu erstellen. Auch Kenntnisse im Mietrecht und im Wohnungseigentumsrecht sind als Immobilienverwalter nötig.

3. Studium

Bei der Wahl eines Studienganges stellt sich im Grunde genommen die Frage, wo der Schwerpunkt liegen soll: in der klassischen Immobilienwirtschaft, im Gebäudemanagement oder im Baumanagement?

Ein Studium der Immobilienwirtschaft ist als Bachelor- oder Masterstudiengang möglich. Dabei stehen im Grundstudium die Themen Bau- und Haustechnik, Konstruktion und Gebäudelehre sowie Betriebswirtschaftslehre, Mathematik, Marketing, Recht, Steuern und Finanzen und Controlling auf dem Lehrplan. In der weiterführenden Variante werden die Bereiche Bautechnik, Immobilien- und Grundstückswertermittlung sowie Miete, Pacht und Wertgutachten nebst Finanzthemen und Immobilienökonomie vertieft.

Stärker auf Betrieb und Bewirtschaftung von Immobilien ausgerichtet ist der Studiengang Facility Management / technisches Gebäudemanagement. Auch diesen Studiengang gibt es in der Bachelor und in der Master- Variante:

  • Studieninhalte des Grundstudiums: Baukonstruktion, Facility-Management, Gebäudeausrüstung, Baubetrieb, BWL, Immobilienökonomie, Informatik, Gebäudemanagement, Instandhaltungsmanagement, Physik, Tragwerkslehre, Statistik; etwaige Wahlmodule sind: Brandschutz, Bauphysik, Bauvertragsrecht, energiesparendes Bauen, Immobilienrecht, Marketing, Personalwesen, Qualitätsmanagement
  • Studieninhalte des weiterführenden Studiums: Bautechnik, Projektentwicklung, Wertermittlung und -gutachten, Immobilienentwicklung, Immobilienmanagement, Investition, Finanzierung, Immobilienrecht, Regional- und Immobilienökonomie, Mathematik; etwaige Wahlmodule sind: Konstruktion, Baustoffkunde, Bauphysik, BWL, Existenzgründung, Haustechnik, Marketing, Bauaufnahme, Vermessungskunde

Eine /-e Immobilienverwalter /-in mit akademischen Grad findet man äußert selten, denn wer erst ein Studium absolviert hat, wird sich nicht mehr um einzelne Gebäudekomplexe kümmern, sondern in der Regel für ein Team verantwortlich sein, das in einer Immobiliengesellschaft eine bestimmte Kundengruppe oder eine bestimmte Region betreut. Nicht selten schließen Objektverwalter /-innen nach einer praktischen Phase eine Weiterbildung in Form eines Studiums an, um die eigenen Karrierechancen zu verbessern oder sich einen Weg in die Selbstständigkeit zu eröffnen. Eine berufsbegleitende Alternative ist ein Fernstudium oder das Absolvieren von einzelnen Weiterbildungsmaßnahmen, die nur in einem Teilbereich eine Fachqualifikation mitbringen.

4. Tätigkeit

Der Beruf Immobilienverwalter /-in ist in erster Linie ein kaufmännischer, bzw. verwaltungstechnischer Beruf. Berufsangehörige verwalten das Eigentum ihrer Kunden, führen die treuhändige Buchhaltung durch, vertreten die Interessen des Eigentümers und koordinieren die Finanzierung der Objekte. Zu ihrem technischen Aufgabenbereich gehört das Einweisen des Hausmeisters, das Bestellen von Schlüsseln, die Organisation von Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten und nicht zuletzt die Begehung von Gebäuden und Wohnungen.
Allgemeine Verwaltungsaufgaben, wie zum Beispiel das Verhandeln mit Behörden, das Einholen von Genehmigungen und die Berücksichtigung gesetzlicher Bestimmungen gehören ebenfalls zum Tätigkeitsbereich des Immobilienverwalters / der Immobilienverwalterin.

Sie kümmern sich um alles, was bei der Bewirtschaftung und dem Unterhalt einer Immobilie an Aufgaben anfällt. Bei einigen Bauvorhaben sind sie vom Neubau bis zum Verkauf vom Eigentümer betraut. Je nach Art des Objektes sind Eigentümerversammlungen einzuberufen, ist die optimale Bewirtschaftung zu planen oder zu reorganisieren und neben Reinigungs- und Instandhaltungsaufgaben sind auch Renovierungen und Sanierungen zu begleiten.

Auch um die Finanzen müssen sie sich kümmern. Das heißt sie kontrollieren den Eingang von Mieten und verwalten die Rücklagen, die zur Instandsetzung angespart werden. Hinzu kommt die Ausarbeitung von Wirtschaftsplänen, die ebenfalls zu ihrem Aufgabenbereich gehört. Immobilienverwalter /-innen sind ebenso Ansprechpartner für die Mieter. Außerdem überwachen Sie die Rechte und Pflichten der Mieter, sie können dabei unter anderem die Mieträume und die Erfüllung von Mieterpflichten überprüfen.

Das monatliche Einkommen, bzw. das Durchschnittsgehalt hängt von der Größe des Unternehmens und der Qualifikation des Angestellten ab. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt schwankt ebenfalls sowohl von Stadt zu Stadt als auch von Bundesland zu Bundesland.

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