*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Immobilienfachwirt

Datenbasis: 59 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.032 € 3.204 € 4.834 €
Baden-Württemberg 3.222 € 3.519 € 4.088 € Jobs Immobilienfachwirt
Bayern 2.713 € 3.656 € 7.861 € Jobs Immobilienfachwirt
Berlin 2.539 € 3.022 € 4.096 € Jobs Immobilienfachwirt
Brandenburg 1.548 € 2.441 € 3.683 € Jobs Immobilienfachwirt
Bremen 2.128 € 3.355 € 5.062 € Jobs Immobilienfachwirt
Hamburg 2.156 € 3.399 € 5.128 € Jobs Immobilienfachwirt
Hessen 2.352 € 3.709 € 5.596 € Jobs Immobilienfachwirt
Mecklenburg-Vorpommern 1.494 € 2.355 € 3.553 € Jobs Immobilienfachwirt
Niedersachsen 1.795 € 2.500 € 3.563 € Jobs Immobilienfachwirt
Nordrhein-Westfalen 2.799 € 3.214 € 3.694 € Jobs Immobilienfachwirt
Rheinland-Pfalz 1.998 € 3.151 € 4.754 € Jobs Immobilienfachwirt
Saarland 1.932 € 3.047 € 4.597 € Jobs Immobilienfachwirt
Sachsen 1.563 € 2.464 € 3.718 € Jobs Immobilienfachwirt
Sachsen-Anhalt 1.532 € 2.415 € 3.644 € Jobs Immobilienfachwirt
Schleswig-Holstein 1.785 € 2.814 € 4.246 € Jobs Immobilienfachwirt
Thüringen 1.588 € 2.504 € 3.778 € Jobs Immobilienfachwirt

Immobilienfachwirt / Immobilienfachwirtin:

1. Gehalt

Als Immobilienfachwirt liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.204 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 59 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.032 € beginnen, Immobilienfachwirte in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.834 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.814 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.519 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Immobilienfachwirt in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.916 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.159 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.297 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.238 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.744 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.458 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.081 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.879 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.682 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Immobilienfachwirt bzw. Immobilienfachwirtin ist eine bekannte und auch beliebte Weiterbildung nach einer klassischen Ausbildung im Immobilienbereich. In der Regel folgt sie einer Ausbildung zum /zur Immobilienkaufmann /-frau und einigen Jahren Berufspraxis.

Neben kaufmännischen Inhalten (Finanzwesen, Unternehmenssteuerung, Präsentation des Betriebs, Jahresabschluss etc.) stehen bei der Ausbildung zum /zur Immobilienkaufmann /-frau Vertriebsthemen (Organisation, Kommunikation, Exposé-Erstellung Information und Verkaufsgesprächsgestaltung) auf dem Stundenplan. Aus der Immobilienwirtschaft werden die folgenden Themen behandelt: Vermittlung, Erwerb, Verkauf, Vermietung, Verwaltung von Gebäuden, Bestandspflege, Begleitung von Baumaßnahmen, gewerbliche Bewirtschaftung von Objekten, Grundstückserwerb und -entwicklung sowie Finanzierung von Immobilien.

Eine Alternative ist eine Ausbildung zum /zur Bankkaufmann /-frau. Sie erwerben während ihrer Ausbildung sehr gute Kenntnisse im Bereich Immobilienfinanzierung und auch in Beratung und Verkauf werden sie in der Regel schon während ihrer Ausbildung aktiv. Auch Kaufleute für Versicherungen und Finanzen kennen sich in Finanzierungsthemen gut aus und haben die Möglichkeit, diese Fortbildung zu absolvieren.

Bei der Weiterbildung zum /zur Immobilienfachwirt /-in werden die folgenden Bereiche vertieft:

  • Immobilienwirtschaft: Immobilienbranche im nationalen und europäischen Raum, Kapitalmärkte,
  • Immobilienbewirtschaftung: Rechtliches zur Eigentumsverwaltung, Initiierung von Serviceleistungen, Optimierung der Betriebskosten,
  • Bauprojektmanagement: Planungskonzepte erstellen, Prüfung der Baurechts, Überwachung und Begleitung von Bauleistungen (inkl. Abnahme und Abrechnung),
  • Personalwesen, Organisation: Zeitmanagement, Mitarbeitereinsatz /-ausbildung /-weiterbildung,
  • Betriebswirtschaft: Portfoliomanagement, Finanzwesen und Controlling
  • Vertrieb: Maklertätigkeit, An- und Verkauf von Immobilien.

Eine alternative Weiterbildung im Immobilienbereich ist die Fortbildung zum /zur Betriebswirt für Immobilien. Diese Weiterbildung ist jedoch stärker auf die betriebswirtschaftlichen Vorgänge ausgerichtet. Das zeigt sich auch im Stundenplan. Hier stehen Wirtschaftsmathematik, -statistik, -informatik und -englisch auf dem Plan. Rechnungswesen, Personalwesen sowie Steuern und Recht ergänzen die betriebswirtschaftlich orientierte Weiterbildung.

Immobilienkaufleute sind in der Vielfalt der kaufmännischen Ausbildungsberufe etwas Besonderes: Überzeugen muss die Wohnung oder das Haus. Dabei geht es nicht nur darum, dass der Schnitt der Immobilie gefällt, sondern es zählt auch, die Bausubstanz und die Haustechnik einschätzen zu können und die Immobilie so zu präsentieren, dass sie beim Kunden ankommt.

3. Studium

Eine Alternative zu einer Weiterbildung zum /zur Immobilienfachwirt /-in ist ein Studium der Immobilienwirtschaft. Im Bachelorstudiengang Immobilienwirtschaft stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan:

  • Baugeschichte,
  • Bau- und Haustechnik, Konstruktion, Gebäudelehre,
  • BWL, Wirtschaftsmathematik /-statistik, Management, Steuern, Rechnungswesen, Finanzierung, Marketing, Recht (Immobilienrecht, Wirtschaftsrecht), Controlling ,
  • mögliche Wahlmodule: internationale Themen, Maklerbetriebslehre, Software, Mathematik, Versicherungen und Unternehmensgründung.

Im weiterführenden Masterstudiengang, der mitunter auch in eine Forschungs- oder Lehrtätigkeit führen kann, stehen die folgenden Themen auf dem Plan:

  • Bautechnik, Grundstückwertermittlung, Immobilienentwicklung, Miete und Pacht, Wertgutachten,
  • Investition, Finanzierung, Recht, Mathematik,
  • Immobilien- /Regionalökonomie,
  • Wahlmodule: Konstruktion, Existenzgründung, Baustoffkunde, Betriebswirtschaftslehre, Haustechnik, Vermessungskunde und Marketing.

Verwandte Studienfächer, die allerdings von Grund auf eine Spezialisierung implizieren sind beispielsweise die Folgenden: Architektur, Baubetriebswirtschaft, Facility-Management, Stadt- /Regionalplanung, Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsingenieur- und Wirtschaftswissenschaften.

Auch in der Immobilienbranche zeichnet sich der Trend ab, dass Grundlagenwissen möglichst mit Fachwissen kombiniert werden sollte, um gute Chancen zu haben, die Karriereleiter zu erklimmen. Dabei kommt es sowohl auf die Fähigkeiten, als auch auf die Interessenlage an: Wer sein Augenmerk auf die Entwicklung von Bauten legen möchte, der studiert Baumanagement. Technisches Gebäudemanagement nimmt Gebäude als große zusammenhängende Betriebe in den Fokus, bei denen - ähnlich wie in einer Schule oder in einem großen Industrieunternehmen - mehrere Einrichtungen aufeinander abgestimmt sind.

Grundsätzlich ist zu beobachten, dass mit zunehmender Spezialisierung auch der klassische Vertrieb immer weiter in den Hintergrund rückt. Wer also mit einem Hochschulstudium dem /der Immobilien(fach)wirt /-in nahe kommen will, dem ist ein klassisches Studium der Immobilienwirtschaft zu empfehlen. Mit einem akademischen Abschluss ist der Weg in eine leitende Position durchaus realistisch. Und auch hier ist wieder eine Spezialisierung möglich, denn in großen Immobiliengesellschaften kann man mit fundierter beruflicher Grundlage für die Betreuung von Großkunden, Gewerbekunden sowie für eine bestimmte Region verantwortlich zeichnen.

4. Tätigkeit

Die Leitung, Koordination und Überwachung von kaufmännischen Aufgaben in der Immobilienbranche ist der Haupt-Tätigkeitsbereich von Immobilienfachwirten. Sie arbeiten in Immobiliengesellschaften, bei Maklern, in der Gebäudeverwaltung, bei Wohnungsbauunternehmen sowie im Facility-Management oder in Bau- und Grundstückgesellschaften.

Neben der Grundaufgabe Immobilien zu akquirieren, zu verkaufen und weiterzuvermitteln – was auch Angebotserstellung, Objektbeschreibung und Objektbesichtigungen umfasst – steht die Entwicklung großer Immobilienprojekte auf der To-do-Liste von Immobilienfachwirten. Dabei analysieren sie den Standort und setzen diesen mit der Nutzungsanforderung in Bezug. Sie planen und überwachen das Bauvorhaben und kümmern sich um die Vermarktung des Objektes. Auch die Finanzierung sowie die Koordination der Gewerke ist ihre Aufgabe.