*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Immobilien-Ökonom

Datenbasis: 59 Datensätze
Region Q1 Ø Q3 Offene Jobs
Deutschland: 1.971 € 3.107 € 4.688 €
Baden-Württemberg 3.125 € 3.413 € 3.965 € Jobs Immobilien-Ökonom
Bayern 2.631 € 3.546 € 7.625 € Jobs Immobilien-Ökonom
Berlin 2.462 € 2.931 € 3.973 € Jobs Immobilien-Ökonom
Brandenburg 1.501 € 2.367 € 3.572 € Jobs Immobilien-Ökonom
Bremen 2.064 € 3.254 € 4.910 € Jobs Immobilien-Ökonom
Hamburg 2.091 € 3.297 € 4.974 € Jobs Immobilien-Ökonom
Hessen 2.281 € 3.597 € 5.428 € Jobs Immobilien-Ökonom
Mecklenburg-Vorpommern 1.449 € 2.284 € 3.446 € Jobs Immobilien-Ökonom
Niedersachsen 1.741 € 2.425 € 3.456 € Jobs Immobilien-Ökonom
Nordrhein-Westfalen 2.715 € 3.117 € 3.583 € Jobs Immobilien-Ökonom
Rheinland-Pfalz 1.938 € 3.056 € 4.611 € Jobs Immobilien-Ökonom
Saarland 1.874 € 2.955 € 4.459 € Jobs Immobilien-Ökonom
Sachsen 1.516 € 2.390 € 3.606 € Jobs Immobilien-Ökonom
Sachsen-Anhalt 1.486 € 2.342 € 3.534 € Jobs Immobilien-Ökonom
Schleswig-Holstein 1.731 € 2.729 € 4.118 € Jobs Immobilien-Ökonom
Thüringen 1.540 € 2.428 € 3.664 € Jobs Immobilien-Ökonom

Immobilien-Ökonom:

1. Gehalt

Als Immobilien-Ökonom liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.107 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 59 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.971 € beginnen, Immobilien-Ökonome in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 4.688 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.729 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.413 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Immobilien-Ökonom in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.828 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.064 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.198 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.140 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.631 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.354 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.988 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.762 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.571 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Ein Immobilien-Ökonom bzw. eine Immobilien-Ökonomin hat eine Weiterbildung zum /zur Betriebswirt /-in für Immobilien absolviert. Während der Weiterbildung, die berufsbegleitend oder in Vollzeit geleistet werden kann, stehen die folgenden Themen auf dem Lehrplan:

  • Betriebswirtschaftslehre: allgemein und speziell im Bereich Immobilienwirtschaft,
  • Rechnungswesen,
  • Wirtschaftsmathematik, -statistik, -informatik, -englisch,
  • Steuern und Recht in der Immobilienwirtschaft,
  • Personalwesen,
  • Kommunikation, Volkswirtschaftslehre, Politik.

Die wohl bekannteste Alternative ist die Weiterbildung zum /zur Fachwirt /-in für Immobilien. Die Ausbildungsinhalte sind dabei ähnlich, jedoch ist die Ausbildungsdauer geringer und auch in der Außenwirkung zeigt sich: Fachwirte sind fachliche Profis, Betriebswirte kennen sich besser in den wirtschaftlichen Themen aus.

Doch wie eingangs erwähnt wird man Immobilien-Ökonom /-in erst nach einer mehrjährigen Weiterbildung. Vorab gilt es, den Grundstein in Form einer einschlägigen Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis zu legen. Einer der gängigen Wege zum /zur Immobilien-Ökonom /-in führt dabei über eine Ausbildung zum /zur Immobilienkaufmann /-frau. Während dieser dreijährigen Ausbildung stehen die folgenden Inhalte auf dem Stundenplan:

  • Kaufmännische Inhalte: Steuerung, Kontrolle, Präsentation des Immobilienunternehmens, gesamtwirtschaftliche Einflüsse auf Immobilienwirtschaft, Jahresabschluss,
  • Vertriebliche Inhalte: Organisation, Information, Kommunikation, Vertrieb ,
  • Immobilienwirtschaft: Erwerb, Vermittlung, Verkauf, Vermietung, Verwaltung, Bestandspflege, gewerbliche Bewirtschaftung von Objekten, Grundstückserwerb und -entwicklung, Begleitung von Baumaßnahmen, Finanzierung von Immobilien.

Eine Alternative zur klassischen Ausbildung als Immobilienkaufmann /-frau ist die Ausbildung zum /zur Immobilienassistent /-in. Doch auch Quereinsteiger finden den Weg zur Berufstätigkeit. Bankkaufleute haben beispielsweise sehr gute Kenntnisse im Bereich Immobilienfinanzierung und auch in Beratung und Verkauf waren sie in der Regel schon während ihrer Ausbildung aktiv. Auch Kaufleute für Versicherungen und Finanzen mit der Fachrichtung Finanzberatung kennen sich in Finanzierungsthemen und im Vertrieb aus. Nur beiden fehlt das fachspezifische Wissen der Immobilienwirtschaft.

3. Studium

Wie in vielen anderen Fachbereichen gibt es auch die klassische Variante – das Studium der Immobilienwirtschaft – und viele spezialisierte Studiengänge wie Architektur, Baubetriebswirtschaft, Facility-Management, Stadt- /Regionalplanung, Volkswirtschaftslehre sowie Wirtschaftsingenieur- und Wirtschaftswissenschaften. Diese können sowohl direkt nach dem schulischen Erwerb der Hochschulreife erworben oder im Anschluss an eine Ausbildung als Spezialisierung genutzt werden.

Doch zurück zum klassischen Studium der Immobilienwirtschaft. Das wird als Bachelor- und aufbauend darauf als Masterstudiengang angeboten:

  • Bachelorstudiengang: Baugeschichte, Bau- und Haustechnik, Konstruktion, Gebäudelehre, BWL, Management, Steuern, Finanzierung, Marketing, Recht (Immobilienrecht, Wirtschaftsrecht), Rechnungswesen, Controlling, Wirtschaftsmathematik /-statistik sowie Wahlmodule wie beispielsweise internationale Themen, Maklerbetriebslehre, Software, Mathematik, Versicherungen und Unternehmensgründung,
  • Masterstudiengang: Bautechnik, Grundstückwertermittlung, Immobilienentwicklung, Investition, Finanzierung, Recht, Immobilien- /Regionalökonomie, Mathematik, Miete und Pacht, Wertgutachten sowie Wahlmodule wie beispielsweise Konstruktion, Baustoffkunde, Betriebswirtschaftslehre, Existenzgründung, Haustechnik, Vermessungskunde und Marketing.

Wer ein Bachelor- oder Masterstudium der Immobilienwirtschaft abgeschlossen hat, hat sehr gute Chancen in einer Führungs- oder Leitungsposition zu arbeiten oder sich erfolgreich selbstständig zu machen. Während die Ausbildung zum /zur Immobilienkaufmann /-frau die Grundlagen der Branche vermittelt, werden diese in der Weiterbildung zum /zur Betriebswirt /-in insbesondere in punkto BWL und Recht intensiviert. Ein Studium der Immobilienwirtschaft hingegen hat nicht den Vertrieb von Immobilien im Fokus, sondern vermittelt Kenntnisse und Wissensblöcke rund um die Immobilie selbst. So erlernen angehende Immobilienmakler beispielsweise, wie eine Immobilie regionalökonomisch einzuordnen und wie der Verkehrswert grob einzuschätzen ist.

In der Praxis zeigt sich auch, dass Immobilien-Ökonome mit akademischem Grad eher den Fokus darauf legen, einen inhaltlich zusammenpassenden Bestand aufzubauen, um damit Marketing- und Vertriebsmaßnahmen zusammenlegen zu können, als eine einzelne Mietwohnung zu präsentieren. Auch das Controlling und die Begutachtung neuer Immobilien mit Fokus auf Konstruktion, Baustoffkunde, Haustechnik und Co. ist in der Regel Aufgabe des /der Immobilien-Ökonoms /-in mit akademischem Grad.

Allerdings zeigt sich auch, dass im Immobilienbereich in der Regel der akademische Grad weniger bedeutsam ist. Auf einen entsprechenden Titel achten in der Regel nur Großinvestoren; wer eine Wohnung oder ein Haus zur Miete oder zum Kauf sucht, für den ist der Titel des Maklers in aller Regel weniger von Bedeutung.

4. Tätigkeit

Ein/e Immobilien-Ökonom /-in nimmt Fach- und Führungsaufgaben in der Immobilienbranche wahr. In der Praxis zeigt sich kaum ein Unterschied im Tätigkeitsbereich von Immobilien-Ökonomen mit Fachschul- oder Hochschulabschluss. Beide planen, überwachen und organisieren die Immobilienwirtschaft so, dass sie Käufe, Verkäufe und Vermietungen im Unternehmen genau im Auge behalten. Das Tätigkeitsfeld erstreckt sich über die Vermietung, Verpachtung und die Verwaltung von Wohnungen, Häusern, von Gewerbeobjekten und anderen Immobilien. Auch die Entwicklung, Realisierung und Steuerung von Immobilienprojekten inklusive Standortanalyse bis hin zur Abrechnung der Bauvorhaben zählt zu den Aufgabengebieten.

Immobilien-Ökonomen können bei Maklern und Immobilienverwaltungen arbeiten, im Wohnungsbau oder bei Immobiliengesellschaften aktiv sein oder ihr Wissen in der Bauverwaltung einsetzen. Auch findet man Immobilien-Ökonome in Banken. Dort beraten sie mit explizitem Fachwissen bei Kauf und Finanzierung einer Immobilie. Ihre Hauptaufgaben sind:

  • Analyse von Markt und Unternehmen; Erstellung von Zielstellungen, Maßstäben und Plänen
  • Abwicklung von Vermietungen und Verkäufen sowie Marketingmaßnahmen zur Verkaufssteigerung
  • Umfassende Beratung von Besitzern als auch Suchenden

Die Tätigkeit ist sowohl direkt beim Kunden vor Ort als auch im Büro. Gehalt, Lohn oder Einkommen sind u.a. branchenspezifisch und regional verschieden und können nicht pauschal bestimmt werden.

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