*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Immobilienmakler / Immobilienmaklerin

Datenbasis: 327 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.908 € 2.903 € 5.777 €
Baden-Württemberg 2.233 € 3.264 € 6.284 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Bayern 2.168 € 3.455 € 8.170 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Berlin 2.040 € 2.691 € 6.625 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Brandenburg 1.453 € 2.211 € 4.400 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Bremen 1.834 € 2.790 € 5.552 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Hamburg 2.076 € 2.858 € 5.346 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Hessen 1.871 € 2.621 € 7.785 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Mecklenburg-Vorpommern 1.403 € 2.134 € 4.247 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Niedersachsen 1.679 € 3.042 € 5.397 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Nordrhein-Westfalen 1.737 € 2.627 € 5.224 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Rheinland-Pfalz 1.876 € 2.855 € 5.681 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Saarland 1.815 € 2.761 € 5.494 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Sachsen 1.553 € 2.387 € 3.974 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Sachsen-Anhalt 1.438 € 2.188 € 4.354 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Schleswig-Holstein 1.581 € 2.342 € 5.419 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin
Thüringen 1.384 € 2.105 € 4.189 € Jobs Immobilienmakler / Immobilienmaklerin

Immobilienmakler / Immobilienmaklerin:

1. Gehalt

Als Immobilienmakler liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.903 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 327 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.908 € beginnen, Immobilienmakler in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.777 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.342 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.264 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Immobilienmakler in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.441 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.680 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.252 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.405 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.501 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.737 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.832 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 4.096 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 5.225 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Der Immobilien-Makler erwirbt seine Qualifikation im Zuge einer Ausbildung zum Immobilien-Kaufmann. Dabei handelt es sich laut dem Berufsbildungs-Gesetz (BBiG) um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Die Lehre erfolgt im dualen System und erstreckt sich über drei Jahre. Alternativ besteht die Möglichkeit, eine rein schulische Ausbildung zu absolvieren. Ein mittlerer Bildungsabschluss gilt als Zulassungs-Voraussetzung für den Beruf des Immobilien-Maklers beziehungsweise der Immobilien-Maklerin.

Während der Lehre absolvieren die Auszubildenden Theorie- und Praxiseinheiten. Letztere erfolgen in einem Betrieb der Immobilien-Branche. Dabei wenden die angehenden Immobilien-Makler ihre erworbenen Kenntnisse an und erweitern sie durch neue Erfahrungen aus der Praxis. Der Unterricht findet in der Regel blockweise an der Berufsschule statt. Die Auszubildenden erwerben ein Grundlagen-Wissen aus folgenden Bereichen:

  • Grundstücks-, Miet- und Baurecht
  • Steuerrecht
  • Kalkulation von Angebotspreisen
  • Kunden-Kontakt
  • Vermarktung
  • Bauvertragsrecht
  • Planung und Betreuung von Sanierungs-Projekten

Während die Unterrichts-Stunden fachliche Kompetenzen vermitteln, erlernen die Auszubildenden im Rahmen der Praktika wesentliche persönliche Eigenschaften. Hierzu gehören Zuverlässigkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Flexibilität.

Das duale System der Lehre zum Immobilien-Kaufmann geht mit einer Ausbildungs-Vergütung einher. Je nach Ort und Art der Ausbildung schwankt die Höhe des Gehaltes. In der Regel nimmt die Vergütung mit jedem Lehrjahr zu. Bei guten Leistungen oder einer vorausgegangenen Lehre im kaufmännischen Bereich besteht die Möglichkeit, die Ausbildung zu verkürzen. Einige Berufsschulen bieten darüber hinaus eine verkürzte Ausbildung für Abiturienten an. Nach den bestandenen Abschluss-Prüfungen steht den Immobilien-Kaufleuten ein abwechslungsreiches Arbeitsfeld zur Verfügung.

3. Studium

Neben der Ausbildung zum Immobilien-Kaufmann besteht die Möglichkeit eines Studiums der Immobilien-Wirtschaft. Dieses erfolgt an einer Universität oder Fachhochschule. In der Regel endet das Studium der Immobilien-Wirtschaft mit dem Bachelor-Abschluss. Anschließend besteht das Angebot eines aufbauenden Master-Studiums. Hierbei absolvieren die Studierenden verschiedene Wahlfächer und spezialisieren sich somit auf einen Teilbereich der Immobilien-Wirtschaft.

Je nach Ort und Art der Hochschule variiert das Studien-Profil. Einige Hochschulen bieten ein praxisnahes Studium der Immobilien-Wirtschaft an. Dabei absolvieren die Studierenden neben den Vorlesungen eines oder mehrere Praktika. Häufig erfolgt das Studium im dualen System. Dies bedeutet, dass die Seminare und Vorlesungen blockweise erfolgen. Zwischen den Theorie-Einheiten halten sich die angehenden Immobilien-Kaufleute in einem Ausbildungsbetrieb auf. Dabei setzen sie ihr erworbenes Wissen in die Tat um und sammeln erste Erfahrungen in der Praxis. Je nach Hochschule erhalten die Studierenden Aufgaben, die sie im Zuge ihrer Praktika erledigen.

Das Studium der Immobilien-Wirtschaft umfasst Pflicht- und Wahlveranstaltungen. Letztere bieten die Möglichkeit, sich mit einem Teilbereich der Immobilien-Branche genauer zu befassen und sich auf diesen zu spezialisieren. Im Gegensatz hierzu gehören folgende Wissensbereiche zu den Pflicht-Veranstaltungen:

  • Bautechik
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Rechtswissenschaften
  • Buchhaltung
  • Rechnungswesen
  • Finanzierung
  • Wertermittlung

Je nach Art der Hochschule variieren die Inhalte des Studiums sowie deren Gewichtung.

Das Bachelor-Studium der Immobilien-Wirtschaft umfasst sechs Semester. Anschließend erfolgen die Abschluss-Prüfungen. Nach der erfolgreichen Teilnahme sind die Absolventen in der Lage, den Beruf des Immobilien-Maklers zu übernehmen. Alternativ besteht die Möglichkeit, ein Master-Studium anzuhängen.

4. Tätigkeit

Immobilienmakler gehören zwar ganz klassisch zu den besser verdienenden Berufsgruppen, in den letzte Jahren hat sich hier aber einiges verändert. Gerade bei den Immobilienmaklern ist es nämlich absolut entscheidend, in welcher Region diese tätig sind und mit welcher Art von Immobilien gehandelt wird. Diese beiden Faktoren wirken sich nämlich enorm auf den Umsatz, also auch auf das Gehalt eines Immobilienmakler aus. Gerade bei den Umsätzen der Immobilienmakler in Ost- und Westdeutschland kann man einen enormen Unterschied sehen, der sich natürlich aus der wirtschaftlichen Gesamtsituation des Landes ergibt.