*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Bankkaufmann /-frau

Datenbasis: 197 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.342 € 3.174 € 4.930 €
Baden-Württemberg 2.396 € 3.293 € 4.591 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Bayern 2.334 € 3.185 € 6.652 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Berlin 2.191 € 2.970 € 4.613 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Brandenburg 1.784 € 2.418 € 3.756 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Bremen 2.251 € 3.050 € 4.737 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Hamburg 2.484 € 3.367 € 5.230 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Hessen 2.190 € 3.736 € 6.389 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Mecklenburg-Vorpommern 1.721 € 2.333 € 3.624 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Niedersachsen 2.170 € 2.837 € 4.759 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Nordrhein-Westfalen 2.394 € 2.996 € 3.796 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Rheinland-Pfalz 2.303 € 3.121 € 4.848 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Saarland 2.227 € 3.018 € 4.688 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Sachsen 1.801 € 2.441 € 3.791 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Sachsen-Anhalt 1.765 € 2.392 € 3.715 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Schleswig-Holstein 2.056 € 2.787 € 4.329 € Jobs Bankkaufmann /-frau
Thüringen 1.931 € 2.617 € 4.065 € Jobs Bankkaufmann /-frau

Bankkaufmann / Bankkauffrau:

1. Gehalt
Das durchschnittliche Gehalt als Bankkaufmann und Bankkauffrau liegt 2018 in Deutschland bei rund 3.174 € monatlich. Das bedeutet ein Jahresgehalt von 38.088 €. Die Gehaltsspanne jedoch zeigt:

  • Ein Viertel der Bankkaufleute verdient 2.342 € und weniger,
  • während das obere Viertel 4.930 € und mehr im Monat verdient.

Diese Daten basieren auf 197 Datensätze der letzten zwei Jahre.

Hohe Gehälter in deutschen Stadtstaaten

Die höchsten Gehälter erhalten Bankkaufmänner und -kauffrauen vor allem in den Stadtstaaten: in Hamburg angestellte verdienen rund 3.367 €, in Berlin sind es 2.970 € und in Bremen 3.050 €. Auch in Hessen und Baden-Württemberg wird überdurchschnittlich vergütet. Das niedrigste Gehalt beziehen Bankkaufleute in Brandenburg (2.418 €) und in Sachsen (2.441 €).

Einstiegsgehälter und Lohnlücke zwischen den Geschlechtern

Das Einstiegsgehalt von Bankkaufleuten beträgt durchschnittlich 2.664 € monatlich. Frauen verdienen 2.539 €, Männer mit 2.759 € etwas mehr.
Die allgemeine Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen wird im weiteren Berufsleben noch größer: Durchschnittlich verdienen Bankkauffrauen 3.140 €, Bankkaufmänner hingegen 3.201 €.

Den größten Gehaltssprung zwischen dem 30. und dem 35. Lebensjahr

Betrachtet man deas Gehalt von Bankkaufleuten in Abhängigkeit vom Alter ist eine eindeutige Gehaltssteigerung zu erkennen. Den größten Sprung machen Bankkaufleute zwischen dem 30. und dem 35. Lebensjahr: Hier steigt das durchschnittliche Monatseinkommen von 3.279 € auf 3.906 € an. Die Gehaltsspitze liegt im Alter von 45. Jahren bei rund 3.987 € im Monat.

  • 25 Jahre = 2.918 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.279 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.906 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.947 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.987 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.158 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Einkommen

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.848 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.929 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.400 Euro brutto

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Verdienst als Bankkaufmann bzw. Bankkauffrau handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Bankkaufmann findet im dualen System, also in der Bank und in der Berufsschule, statt. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre, wobei das erste Jahr einer Grundbildung über das allgemeine Bankenwesen gewidmet wird. Anschließend kann der Azubi sich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren. Dabei kann es sich zum Beispiel um Anlagemöglichkeiten oder Hausfinanzierungen handeln. Wer als Azubi mit einer mittleren Reife die Berufsausbildung beginnt oder sogar Abitur hat, der kann die Ausbildungsdauer um bis zu 12 Monate verkürzen, dasselbe gilt bei herausragenden schulischen Leistungen.

Wer als Azubi eine Ausbildung zum Bankkaufmann machen möchte, der sollte nicht nur gut in Mathematik sein, sondern auch einen einwandfreien Lebenslauf haben. Da man an seinem Ausbildungsplatz und später bei der Arbeit täglich mit dem Geld fremder Leute hat, ist ein polizeiliches Führungszeugnis ohne negative Einträge unerlässlich, um eine Berufsausbildung zum Bankkaufmann machen zu können. Hinsichtlich der persönlichen Eigenschaften setzen die Ausbildungsbetriebe Freundlichkeit, ein gepflegtes Erscheinungsbild, Aufgeschlossenheit und Verkaufsfreude voraus. Daneben benötigen angehende Bankkaufleute ein mathematisches Verständnis, Stressresistenz, sprachliche Gewandtheit sowie analytische Fähigkeiten.

Da Berufe bei der Bank bei jungen Menschen wegen des guten Gehalts und den günstigen Arbeitszeiten sehr beliebt sind, sind die Chancen auf eine Ausbildung umso günstiger, je besser die Schulnoten sind. Ein Abitur wird zwar nicht vorausgesetzt, wird bei vielen Banken aber gerne gesehen. Schon während der Ausbildung ist das Gehalt von Bankkaufleuten im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen überdurchschnittlich hoch. Bei guten Noten besteht außerdem in vielen Banken die Möglichkeit, direkt am Ausbildungsplatz in eine feste Anstellung übernommen zu werden.

Die abwechslungsreiche Ausbildung für angehende Bankkaufleute sieht diese Lehrinhalte vor:

  • Vermögens- und Geldanlagen,
  • Kredite für Privatpersonen und Firmen,
  • nationale und internationale Kontoführung sowie der zugehörige Zahlungsverkehr
  • Baufinanzierungen
  • Kundenberatung mit Fokus auf Verkauf von Finanzangeboten
  • Finanz- und Rechnungswesen
  • Kundenorientierung und Kommunikation.

Berufstätige Bankkaufleute besitzen die Option, sich mit einer geeigneten Weiterbildung für höhere Aufgaben zu empfehlen. Eine passende Fortbildung stellt der geprüfte Bankfachwirt dar. Es handelt sich um einen Abschluss auf Meisterebene, den die Industrie- und Handelskammer verleiht. Die Teilnahme an der Weiterbildung setzt mindestens zwei Jahre Berufspraxis als Bankkaufmann voraus. Als weitere Fortbildung bietet sich der Bankbetriebswirt an. Die Bankbetriebswirte arbeiten in Führungs-Positionen; ein Beispiel stellt die Leitung von Geschäftsstellen dar. Allerdings existiert für die Weiterbildung keine gesetzliche Regelung. Deswegen gelten die Vorschriften der jeweiligen Träger des Lehrgangs. Normalerweise erfolgt die Fortbildung in Teilzeit und nimmt rund ein Jahr in Anspruch.

Nach Abschluss der Ausbildung zum Bankkaufmann ist außerdem noch ein betriebswirtschaftliches oder bankfachwirtschaftliches Studium als Ergänzung möglich, was sich insbesondere auf das Aufgabenfeld und das Gehalt auswirkt. Neben der Arbeit am Schalter oder im direkten Kundendienst ist mit so einer Fortbildung auch eine Tätigkeit als selbständiger oder angestellter Bankberater für Firmenkunden möglich. Wer eine Position in der Geschäftsführung anstrebt, sollte nach der Ausbildung zum Bankkaufmann noch Wirtschaftswissenschaften oder Jura studieren.

Weitere Details und das Gehalt in der Ausbildung als Bankkaufmann /-frau.

3. Studium

Alternativ zur Weiterbildung besteht für ausgebildete Bankkaufleute die Möglichkeit, über ein Studium die für Führungsaufgaben erforderlichen Qualifikationen zu erhalten. Interessenten besitzen die Wahl zwischen allgemeinen Studiengängen wie der Betriebswirtschaftslehre oder auf das Bankenwesen spezialisierten Angeboten.

Letztere sind häufig als duales Studium mit Praxistätigkeit bei einem Kreditinstitut konzipiert. In spezialisierten Studiengängen lernen die Studierenden Themen wie die Wertpapier-, Anlagen-, Unternehmenskunden- und Kreditgeschäfte kennen. Zugleich erhalten sie während der Praxisaufenthalte einen Einblick in die innerbetrieblichen Abläufe einer Bank.

Das allgemein gehaltene Studium der Betriebswirtschaftslehre beginnt mit Grundlagen-Vorlesungen. Die Studierenden erwarten Einführungs-Veranstaltungen zur Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Ferner befassen sie sich mit Methoden aus der Mathematik sowie der Statistik.

Später bieten die Universitäten und Fachhochschulen Vertiefungen an. Hieraus wählen die Studenten Schwerpunkte, die sie interessieren. Dazu gehören Vorlesungen aus den folgenden Gebieten:

  • Controlling,
  • Investition und Finanzierung,
  • Innovationsmanagement,
  • Dienstleistungs-Management,
  • Logistik,
  • Personal und Organisation,
  • strategisches Managemet
  • Wirtschaftsinformatik.

Für einen Bankkaufmann empfehlen sich Vertiefungen mit Bezug zu seiner Berufsausbildung. Das umfasst Angebote aus dem Bereich der Investition und Finanzierung, aus dem Rechnungswesen sowie aus dem Management von Dienstleistungen. Das BWL-Studium beginnt mit dem sechs bis acht Semester andauernden Bachelor. Absolventen mit einem guten Abschlusszeugnis schließen gewöhnlich ein Master-Studium an. Dessen Regelstudienzeit beläuft sich auf drei bis vier Semester.

4. Tätigkeit

Der Bankkaufmann und die Bankkauffrau finden ihr Arbeitsumfeld in allen Bereichen von Kreditinstituten. Ihre Aufgaben umfassen die Beratung und Betreuung von Kunden. Dabei legen sie Wert auf die Erfüllung von Kundenwünschen, aber nicht ohne die unternehmerischen Ziele der Bank außer Acht zu lassen. Sie erledigen Geldgeschäfte, beraten über ihre Finanzprodukte und führen die Sachbearbeitung durch. Bei Kreditanträgen helfen sie dem Kunden bei der Erstellung und Kontrolle der Unterlagen, vermitteln Versicherungen und stehen dem Kunden für alle Fragen rund ums Geld- und Finanzwesen zur Verfügung. Das Gehalt kann entsprechend der Ausrichtung des Betriebes oder des Unternehmens von Arbeitgeber zu Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab.