*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing

Datenbasis: 3.042 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.323 € 3.417 € 5.696 €
Baden-Württemberg 2.559 € 3.662 € 5.614 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Bayern 2.419 € 3.526 € 5.436 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Berlin 2.328 € 3.079 € 4.478 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Brandenburg 1.683 € 2.746 € 4.558 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Bremen 2.071 € 2.951 € 6.095 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Hamburg 2.410 € 3.504 € 5.992 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Hessen 2.354 € 3.613 € 6.113 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Mecklenburg-Vorpommern 1.910 € 2.759 € 3.990 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Niedersachsen 2.005 € 3.105 € 5.184 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Nordrhein-Westfalen 2.197 € 3.353 € 5.650 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Rheinland-Pfalz 2.283 € 3.214 € 5.200 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Saarland 2.290 € 3.129 € 5.496 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Sachsen 1.921 € 2.561 € 5.013 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Sachsen-Anhalt 2.654 € 2.804 € 2.976 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Schleswig-Holstein 1.757 € 3.315 € 4.360 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing
Thüringen 1.736 € 2.494 € 3.939 € Jobs Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing

Fachkaufmann für Marketing / Fachkauffrau für Marketing:

1. Gehalt

Als Fachkaufmann für Marketing liegt das deutschlandweite Gehalt bei 3.417 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 3.042 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 2.323 € beginnen, Fachkaufleute im Marketing in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 5.696 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 3.315 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 3.662 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Fachkaufmann für Marketing in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.929 Euro brutto
  • 30 Jahre = 3.317 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.662 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.917 Euro brutto
  • 45 Jahre = 4.207 Euro brutto
  • 50 Jahre = 4.384 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 3.027 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.499 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 4.292 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Fachkaufmänner und -frauen gab es gestern. Seit 1.4.2015 gibt es nur mehr die Fortbildung zum/zur Fachwirt /-in für Marketing. Die Weiterbildung zum/zur Fachkaufmann /-frau wird nicht mehr angeboten. Auf dem Stundenplan für angehende Fachwirte /-innen für Marketing sind folgende Inhalte zu finden:

  • Beschaffung, Analyse, Bewertung, Präsentation und Erläuterung von Marktinformationen
  • Prognose von Marktentwicklungen
  • Entwicklung von Marketingstrategien
  • Gestaltung und Umsetzung von Marketingkonzepten
  • Planung, Organisation, Koordination, Kontrolle und Optimierung von nationalen und internationalen Marketingprojekten
  • Durchführung von Controlling- und Qualitätssicherungsmaßnahmen im operativen und strategischen Marketing
  • Führung von Mitarbeitern /-innen
  • Organisation von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen

Die Dauer der Weiterbildung variiert in Abhängigkeit davon, ob es sich um einen Teilzeit- oder Vollzeitkurs handelt. So kann die Weiterbildung zum/zur Fachwirt /-in für Marketing zwischen sechs und 24 Monaten dauern. Unabhängig davon wie lange der Kurs dauert, eint die Absolventen die schriftliche Prüfung. Dabei wird geprüft, wie Marketingstrategien entwickelt werden, wie Marketingkonzepte geplant und umgesetzt werden und wie Prozesse analysiert, bewertet und weiterentwickelt werden können. Auch Zusammenarbeit, Führung und Kommunikation werden von der Industrie- und Handelskammer geprüft.

Da es sich bei diesem Werdegang um eine Weiterbildung handelt, muss im Vorfeld zunächst eine Ausbildung abgeschlossen werden, um überhaupt zur Fachwirt-Weiterbildung zugelassen zu werden. Mögliche Ausbildungen mit Marketing-Schwerpunkt sind dabei die Ausbildung zum/zur Gestalter /-in für visuelles Marketing, zum/zur Kaufmann /-frau für Dialogmarketing, zum/zur Kaufmann /-frau für Marketingkommunikation oder zum/zur Veranstaltungskaufmann /-frau. Auch die schulische Ausbildung zum/zur kaufmännischen Wirtschaftsassistenten /-in (Werbung) kann im Vorfeld absolviert werden.

Darüber hinaus eignen sich grundsätzlich auch viele andere kaufmännische Ausbildungen wie beispielsweise die Folgenden: Bürokaufmann /-frau, Kaufmann /-frau für Bürokommunikation, Industriekaufmann /-frau, Kaufmann /-frau für Büromanagement, Tourismuskaufmann /-frau, Medienkaufmann /-frau, Hotelkaufmann /-frau, Kaufmann /-frau im Gesundheitswesen.

3. Studium

Die Weiterbildung zum/zur Fachwirt /-in für Marketing kann auch die Eintrittskarte an eine Hochschule und zu einem BWL-Studium sein, denn wer nicht über eine schulische Hochschulzugangsberechtigung verfügt, kann nach einer abgeschlossenen Aus- und Weiterbildung dennoch an einer Universität studieren.

Wer im Marketing-Bereich bleiben möchte, hat bei der Wahl des Studienfaches die Wahl, sich entweder auf die Professionalisierung der Marketingkenntnisse zu stürzen oder aber branchenspezifische Fachkenntnisse zusätzlich zu erwerben. Der Klassiker für all diejenigen, die später in einer Marketingagentur oder in einer Marketingabteilung arbeiten möchten, ist ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing. Dabei erwarten die Studenten /-innen die folgenden Inhalte: Marketing und Vertrieb, Rechnungswesen, BWL, VWL, (Internationales) Marketing, CRM, Controlling, Datenverarbeitung, Marktforschung, Mathematik, Statistik, Marketinginstrumente /-kommunikation /-management, Wirtschaftsrecht, Werbung und PR, Wirtschaftsinformatik, Service- /Selbstmanagement, Strategisches Marketing.

Wer hingegen branchenspezifische Kenntnisse erlangen will, dem stehen die folgenden Studienfächer zur Auswahl: Medienmanagement, Dienstleistungs- /Servicemanagement, Kommunikationsmanagement, Event-Management, Kulturmanagement, Werbung und Marketingkommunikation. Diese Studiengänge vereinen beides: Marketing und einen Fachbereich. Hier werden bereits die Weichen für die spätere Tätigkeit gestellt, deshalb ist es enorm wichtig, sich über die Schwerpunktsetzung frühzeitig im Klaren zu sein. Natürlich lässt sich ein unüberlegt gewählter Schwerpunkt später noch korrigieren. Das kostet jedoch wertvolle Zeit.

Ebenfalls sehr zielgerichtet auf die spätere Berufstätigkeit sind Dualen Studiengänge. Dabei werden an der Dualen Hochschule die akademischen Inhalte des gewählten Studiengangs vermittelt. Nach einem Semester Theorie folgt ein Praxissemester – quasi im Ausbildungsbetrieb. Dort werden die theoretischen Inhalte um praktisches Wissen ergänzt. Dabei sind nicht nur die praktischen Kenntnisse, die erworben werden, von Vorteil, sondern auch die enge Bindung zum Ausbildungsbetrieb hilft, nach dem Studium einen raschen Einstieg ins Berufsleben zu finden.

Wer nach einem Bachelorstudiengang Gefallen an der wissenschaftlichen Seite gefunden hat, kann ebenso ein Masterstudium sowie eine Promotion anschließen. Mit dieser akademischen Qualifikation ist ein Zugang zu Forschung und Lehre möglich. Mit der ursprünglichen Ausbildung zum/zur Fachwirt /-in für Marketing hat dies allerdings nicht mehr viel zu tun. Denn Fachwirte sind stärker auf die Praxis konzentriert, Universitätsabsolventen hingegen steigen meist ins Management ein.

4. Tätigkeit

Fachkaufleute für Marketing können in allen Unternehmen beschäftigt werden, die ihre Produkte oder Dienstleistungen bewerben wollen. Berufsangehörige haben nach einer kaufmännischen Ausbildung eine Weiterbildung zum/zur Fachwirt /-in absolviert. Sie arbeiten auch in Marketingagenturen oder in Marketingabteilungen. Ihr Aufgabenbereich ist durch drei Hauptaufgabengebiete gekennzeichnet: die Entwicklung von Marketingkonzepten, die Durchführung von Marketingprojekten und die Erfolgsanalyse. Darüber hinaus sind sie stark mit dem Vertrieb verbunden und tragen Verantwortung für ihr Team.

Die Arbeit eines Fachkaufmannes oder einer Fachkauffrau für Marketing wird überwiegend als Bürotätigkeit gewertet. Auch Außendienst ist möglich, aber vom Aufgabenfeld und jeweiligen Arbeitgeber abhängig.

Im Einzelnen stehen die folgenden Aufgaben auf ihrer To-do-Liste:

  • Entwicklung von Marketingstrategien: Analyse unter Anwendung von Methoden der Marktforschung, Ableitung von Marketingstrategien, Entwicklung von Entscheidungsalternativen, Kommunikation /Implementierung von Marketingstrategien
  • Planung und Umsetzung von Marketingkonzepten /-projekten: Auswahl des Marketingmix‘, Koordination und Umsetzung von Marketingprojekten, Auswertung und Optimierung von Marketingkonzepten
  • Analyse, Bewertung und Weiterentwicklung der Prozesse: Marketingcontrolling initiieren, Analyse operativer und strategischer Marketingprozesse, Auswertung des Controlling, Umsetzung zur Optimierung von Prozessen, Ableitungen für Qualitätssicherung
  • Zusammenarbeit, Kommunikation und Führung im Team: Kommunikation, Präsentation, Personalrekrutierung, Personalauswahl, Planung des Personaleinsatzes, Führung, Planung von Aus- und Weiterbildung