*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau

Datenbasis: 83 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 1.733 € 2.133 € 3.329 €
Baden-Württemberg 1.784 € 2.120 € 3.504 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Bayern 2.027 € 2.303 € 3.686 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Berlin 1.925 € 2.101 € 2.295 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Brandenburg 1.320 € 1.625 € 2.536 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Bremen 1.666 € 2.050 € 3.199 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Hamburg 2.111 € 2.352 € 3.148 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Hessen 1.954 € 2.218 € 2.387 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Mecklenburg-Vorpommern 1.274 € 1.568 € 2.447 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Niedersachsen 1.581 € 1.946 € 3.037 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Nordrhein-Westfalen 1.728 € 1.973 € 3.008 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Rheinland-Pfalz 1.705 € 2.098 € 3.274 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Saarland 1.648 € 2.028 € 3.165 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Sachsen 1.333 € 1.641 € 2.561 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Sachsen-Anhalt 1.306 € 1.608 € 2.510 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Schleswig-Holstein 1.733 € 2.133 € 3.329 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau
Thüringen 1.467 € 1.806 € 2.819 € Jobs Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau

Veranstaltungskaufmann / Veranstaltungskauffrau:

1. Gehalt

Als Veranstaltungskaufmann liegt das deutschlandweite Gehalt bei 2.133 € pro Monat. Diesen Wert haben wir auf Basis von 83 Datensätzen ermittelt, die wir in den letzten zwei Jahren erfasst haben. Hinsichtlich der Gehaltsspanne ist festzustellen, dass die unteren Monatsgehälter bei 1.733 € beginnen, Veranstaltungskaufleute in den oberen Regionen jedoch auch bis zu 3.329 € und mehr verdienen können.

Wie bei nahezu allen Berufen, hat neben vielen anderen Faktoren auch der Standort des Arbeitgebers individuellen Einfluss auf die Höhe des Gehalts. So beträgt das monatliche Durchschnittsgehalt im nördlichsten Bundesland der Republik ungefähr 2.133 €. Arbeitet man hingegen im Süden, so kann man beispielsweise in Baden-Württemberg mit einem durchschnittlichem Gehalt von 2.120 € rechnen. Insoweit ist anzumerken, dass die Analyse unserer Daten bundesweit regelmäßig zu dem Ergebnis führt, dass die Gehälter im Süden Deutschlands tendenziell über denen im Norden liegen. Jedoch ist dabei - wie auch beim Vergleich des Verdienstes in städtischen Gebieten mit denen auf dem Land - zu beachten, dass die Lebenshaltungskosten oft parallel zu den Gehältern steigen.

Tabellarisch stellt sich das Gehalt als Veranstaltungskaufmann in Abhängigkeit vom Alter wie folgt dar

  • 25 Jahre = 2.008 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.264 Euro brutto
  • 35 Jahre = 2.639 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.164 Euro brutto
  • 45 Jahre = 2.628 Euro brutto
  • 50 Jahre = 2.479 Euro brutto

Auswirkung der Firmengröße auf das Monatsgehalt

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.120 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 2.246 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 2.333 Euro brutto
2. Ausbildung / Weiterbildung

Laut dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) stellt die Arbeit als Veranstaltungskaufmann oder Veranstaltungskauffrau einen anerkannten Ausbildungsberuf dar. Die Lehre dauert in der Regel drei Jahre und gilt als bundesweit geregelt. Diese Ausbildung bieten Unternehmen in Industrie und Handel an. Des Weiteren besteht die Option einer schulischen Lehre. Als Voraussetzung für eine Ausbildung verlangen die entsprechenden Betriebe von ihren Bewerbern ein Abitur oder Fachabitur.

Die Lehre zum Veranstaltungskaufmann teilt sich in drei Schwerpunkte. Zum einen gibt es den Kernpunkt "Privatkunden" in der Freizeitwirtschaft. Praktische Erfahrungen sammeln die Auszubildenden hier in Museen, bei Veranstaltern und in der öffentlichen Verwaltung. Zum anderen existiert in diesem Bereich der Schwerpunkt "Unternehmen" in der MICE-Industry. Dieser schließt Messe-Gesellschaften, Kongress-Veranstalter und Dienstleistungs-Unternehmen ein. Vorwiegend in klassischen Agenturen zeigt sich der Schwerpunkt "Selbstproduktion". Hier lernen die Interessierten in Model- und Literatur-Agenturen sowie in Künstleragenturen.

Die Ausbilder verlangen von ihren Lehrlingen Organisationstalent und Kreativität. Ebenso spielt eine gute Ausdrucksweise in diesem Beruf eine tragende Rolle. Von Teamfähigkeit profitieren die zukünftigen Veranstaltungskaufleute gleichsam wie von Leistungs-Bereitschaft und einer guten Allgemeinbildung. Zu den relevantesten Fächern bei der Ausbildung gehört die Betriebswirtschafts-Lehre. Weitere Unterrichtsfächer zeigen sich in Form von:

  • Branchenstruktur,
  • Marketing,
  • Rechnungswesen,
  • Arbeitsschutz,
  • Investition und Finanzierung,
  • Veranstaltungs-Konzept und Organisation,
  • Beschaffungswirtschaft,
  • Controlling
  • und Personalwirtschaft.

Zudem bilden die Fächer Veranstaltungsrecht, Kostenrechnung und Dienstleistungs-Prozesse einen wichtigen Bestandteil der Lehre. Zu den allgemeinen Lerninhalten zählen die Sprachen Deutsch und Englisch sowie die Sozialkunde. Viele Berufsschulen bieten die Wahlmodule Ethik und Sport an.

3. Studium

Um als Veranstaltungskaufmann zu arbeiten, eignet sich ein Studium in der Rubrik Eventmanagement. In der Regel beträgt die Dauer dieses Studiums sechs Semester. Wer es absolviert, erhält den akademischen Titel "Bachelor of Arts". An staatlichen Akademien besteht die Möglichkeit, ein duales Studium zu beginnen. Hierbei sammeln die Studenten Erfahrungen im theoretischen und praktischen Bereich. Als Voraussetzung für diese Studienart benötigen Studierende einen Ausbildungsvertrag mit einem entsprechenden Betrieb.

Ein Bachelor-Studium beinhaltet ein verpflichtendes Praktikum. In den Seminaren erfahren die Studenten Wissenswertes über die gesamte Eventbranche. Das Marketing und das Planen des Etats gehören zu den wichtigsten Studien-Inhalten. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von Schwerpunkten bei diesem Bildungsgang. Hierzu zählen:

  • die Betriebswirtschaft,
  • die Volkswirtschaf
  • das Recht,
  • das allgemeine Eventmanagement
  • sowie Soft Skills.

Im Bereich der Betriebswirtschaft stehen das Marketing und das Personal-Management im Fokus. Die Volkswirtschaft beschäftigt sich mit den verschiedenen Wirtschafts-Systemen. Die wichtigsten Rechtsgrundlagen vermitteln Kurse im Rechtswesen. Speziell das Veranstaltungsrecht nimmt hier eine bedeutende Rolle ein. Zu der Kategorie Eventmanagement gehören die Eventlogistik, PR, Ausstellungs-Management und das Veranstaltungs-Management. Die Soft Skills schließen Lerninhalte wie Präsentation, Moderation und Unterricht in verschiedenen Fremdsprachen ein. Das anschließende Pflichtpraktikum umfasst einen Zeitrahmen von einem halben Jahr. Danach erfolgt die wissenschaftliche Bachelorarbeit. Diese besteht in der Regel aus 30 bis 40 Seiten.

4. Tätigkeit

Der Beruf als Veranstaltungskaufmann oder als Veranstaltungskauffrau ist ein Ausbildungsberuf, dessen Ausbildungszeit drei Jahre beträgt. In diesem Beruf ist die Erstellung von Konzepten, die Koordinierung, Umsetzung und Vermarktung von Veranstaltungen maßgeblich. Veranstaltungskaufleute sorgen für einen reibungslosen Betrieb der unterschiedlichen Veranstaltungen. Notwendig für diesen Beruf sind Organisationstalent, Kreativität, kaufmännische Kenntnisse, Talent zum Improvisieren, eine ausgeprägte Dienstleistungsbereitschaft und sehr gute kommunikative und soziale Fähigkeiten. Die Beschäftigung als Veranstaltungskaufmann oder als Veranstaltungskauffrau erfolgt bei Konzertveranstaltern, Marketing- oder Eventagenturen, Künstleragenturen, bei Kongressen oder Messen oder auch bei der kommunalen Verwaltung. Die vielseitigen Aufgabengebiete dieses Berufes sind u.a. die Führung von Kundengesprächen zur Ermittlung der Anforderungen der Veranstaltung, die Analyse der Zielgruppen, die Entwicklung und Ausarbeitung von Konzepten, die Festlegung des Budgets, das Einholen von benötigten Genehmigungen, die Überwachung des Ablaufes und die anschließende Auswertung der Veranstaltung.