Winzer/-in Ausbildung

Wer Wein liebt, für den ist der Beruf des Winzers genau das Richtige. Er baut Wein an und keltert aus den Trauben später Getränke von Wein über Essig bis hin zum Champagner. Dabei beschränkt sich seine Arbeit nicht auf das Anpflanzen von Weinreben. Auch ihre Kultivierung, also die Anpassung an regionale Gegebenheiten und die Zucht neuer Sorten und die regelmäßige Pflege der Reben gehört zu den Arbeiten. Er schützt die Rebstöcke vor Unkraut, Schädlingen und Kälte, überwacht die Entwicklung der Trauben und führt im richtigen Augenblick die Ernte durch. In der Ausbildung zum Winzer lernt man außerdem, wie die Trauben gepresst werden und wie sich ihr Saft durch die Lagerung in Fässern langsam zu Wein entwickelt. Auch kaufmännische Aspekte wie der Handel mit Wein gehört zu den Ausbildungsinhalten.
Die meisten, die eine Ausbildung zum Winzer machen, übernehmen früher oder später den Familienbetrieb. Es gibt aber auch angestellte Winzer, die in fremden Betrieben eingestellt werden. Neben einem guten Geschmackssinn ist auch körperliche Belastbarkeit wichtig, denn die Arbeit am Weinberg muss oft wegen der steilen Abhänge gänzlich von Hand erledigt werden.

Ausbildungsgehalt Winzer/-in

Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 539 € 595 € 647 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 0 € 0 € 0 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Alles über die Ausbildung zum Winzer

In Deutschland ist die Ausbildung zum Winzer vor allem über landwirtschaftliche Schulen geregelt. Für den Weinbau sind dies die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinberg und die Forschungsanstalt in Geisenheim. Hier wird vor allem theoretisches Wissen vermittelt, das durch Praktika in Winzereien ergänzt wird. Die Ausbildungsdauer liegt bei drei Jahren, wer sich in Österreich ausbilden lässt, muss sogar fünf Jahre dafür einplanen. Neben den oben bereits erwähnten Fertigkeiten lernt der Azubi an seinem Ausbildungsplatz auch alles über die verschiedenen Rebsorten, über die idealen Anbaubedingungen, Schädlingsbekämpfung, die richtige Lagerung von Wein und vieles mehr. Wer die Ausbildung zum Winzer abgeschlossen hat, hat allerdings noch nicht ausgelernt. Nach drei Jahren Berufserfahrung, in denen man sein Gehalt auf dem Weingut verdient hat, lassen sich die meisten Winzer zum Winzermeister weiter bilden. Anschließend, oder wenn man ein Abitur hat auch schon früher, gibt es an der Hochschule RheinMain die Möglichkeit Önologie zu studieren. Dabei handelt es sich um die spezielle Verarbeitung der Trauben zu Wein. Andere Universitäten und Fachhochschulen bieten ein duales Studium in Weinbau und Önologie an.