Zwischen Arbeitern und Angestellten gib es gesetzlich keinen Unterschied. Natürlich sind auch Arbeiter irgendwo angestellt. Die Unterscheidung zwischen Angestellten und Arbeitern ist eher historisch gewachsen: Angestellte sind eher "geistig" tätig, während Arbeiter ihren Lebensunterhalt mit körperlicher Arbeit verdienen.
Vom Bauarbeiter über den Gärtner, Installateur oder Bäcker hin zum Lastwagenfahrer, die Aufgaben der Arbeiter sind ebenso vielfältig und unterschiedlich wie die der Angestellten. Nach diesen Aufgaben richten sich auch die Rechte und Pflichten der Arbeiter.
Traditionell wird das Entgelt für Arbeiter "Lohn" genannt, das für Angestellte "Gehalt". Dies hat sich nur noch in der Umgangssprache erhalten, ansonsten wird einheitlich von Entgelt gesprochen.
Das Gehalt wird dabei als festes monatliches Entgelt betrachtet, der Lohn dagegen ist sozusagen eine Stückgröße, der pro gefertigtem Artikel, pro Stunde oder pro Woche berechnet wird.
Einen Durchschnittslohn für Arbeiter gibt es als solches nicht, die Höhe des Lohnes hängt immer von den genaueren Umständen ab, etwa von einer eventuellen Tarifbindung (wie bei Arbeitern in Automobilwerken), von der Ausbildung, von der Verantwortungsfülle, den Aufgaben und schließlich auch davon, ob in Schicht oder Akkord gearbeitet wird.
Die Zahl der Arbeiter in einer Volkswirtschaft ist abhängig davon, wie groß der Anteil der produzierenden Industrie ist. Je mehr diese von Dienstleistungen verdrängt bzw. ersetzt wird, desto weniger Arbeiter und desto mehr Angestellte (nach der alten Definition!) wird es geben. Natürlich werden Arbeiter im herstellenden Gewerbe auch zunehmend durch Maschinen ersetzt. In Deutschland ist die Zahl der Arbeiter in den letzten 50 Jahren aus diesen Gründen kontinuierlich gesunken.