Fachangestellte/-r für Medien- und Informationsdienste Ausbildung

Wer sich für einen vielseitigen Beruf mit Medien interessiert, für den ist die Ausbildung als Fachangestellter für Medien und Informationsdienste die richtige Wahl. Ist die Berufsausbildung einmal abgeschlossen, gibt es hier ein vielfältiges Tätigkeitsfeld. Neben der Arbeit in Archiven von Presseagenturen, bei Funk und Fernsehen oder in öffentlichen und privaten Bibliotheken kommt auch eine Tätigkeit in Museen, Fachinformationszentren, in Krankenhäusern, Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen in Frage. Zu den Hauptaufgaben gehört es dabei, auf Anfrage von Kunden die gewünschten Informationen hervor zu suchen und zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus befähigt die Ausbildung zum Fachangestellten für Medien und Informationsdienste aber auch zur selbständigen Recherche, zum Ermitteln von Lösungswegen und zur Aufbereitung von Ergebnissen. Die Arbeitszeiten sind dabei vornehmlich tagsüber, teilweise aber auch am Wochenende, das Gehalt ist tarifvertraglich geregelt.

Ausbildungsgehalt Fachangestellte/-r für Medien- und Informationsdienste

Öffentlicher Dienst Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 878 € 930 € 978 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 878 € 930 € 978 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Diese Möglichkeiten gibt es in der Ausbildung zum Fachangestellten für Medien und Informationsdienste

Schon bevor man seine Ausbildung zum Fachangestellten für Medien und Informationsdienste beginnt, gilt es eine Entscheidung hinsichtlich der Spezialisierung zu treffen. Neben den Fachrichtungen Archiv und Bibliothek gibt es auch die Richtungen Information und Dokumentation, Medizinische Dokumentation und Bildagentur. In der Regel entscheidet schon der Ausbildungsplatz über die Fachrichtung: So bilden Krankenhäuser meist nur Fachangestellte für medizinische Dokumentation aus, Bibliotheken Bibliothekare und so weiter. Weil der Beruf stark gefragt ist, werden vor allem Bewerber mit Abitur, einer Affinität zu Medien und guten Kenntnissen in Deutsch bevorzugt. Je nach Ausrichtung können auch gute Noten in den Naturwissenschaften oder Geschichte hilfreich sein.

Obwohl die reguläre Ausbildungsdauer bei drei Jahren liegt, gibt es gute Möglichkeiten, die Ausbildung um ein halbes oder ganzes Jahr zu verkürzen. Das ist in erster Linie von den Leistungen während der Ausbildung zum Fachangestellten für Medien und Informationsdienste abhängig. Zu den Ausbildungsinhalten gehören zum Beispiel allgemeine Aufgaben der Arbeitsorganisation, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, aber auch das Erschließen von Büchern und anderen Medien, deren Katalogisierung und Dokumentation, die technische Bearbeitung von Medien und ihre Verwaltung. Wer als Azubi erfolgreich war, der hat nach der Ausbildung noch die Möglichkeit, sich durch ein Studium zum Fachwirt für Informationsdienste weiter zu bilden. Auch ein Studium des Bibliothekswesens oder der Informationswissenschaften kommen in Frage, ebenso wie die Ausbildung zum Diplombibliothekar, die allesamt mit einem erhöhten Gehalt einher gehen.