Fluggerätmechaniker/-in Ausbildung

Damit ein Flugzeug überhaupt sicher in die Luft abheben kann, ist der Fluggerätemechaniker wichtig. Je nach Einsatzbereich ist er in seinem Beruf zum Beispiel für die Herstellung von Flugzeugen und anderen Luftfahrzeugen, oder auch für deren Wartung und Instandsetzung zuständig. Eine Ausbildung zum Fluggerätemechaniker kommt demnach auch bei sehr vielen Unternehmen in der Flugbranche in Frage. Zu den klassischen Betrieben, die einen Ausbildungsplatz in diesem Beruf anbieten, gehören zum Beispiel Zulieferer von Luftfahrtunternehmen, aber auch das Militär oder die Polizei. Urtümlich als Flugzeugmechaniker bezeichnet, hat man die Berufsbezeichnung mittlerweile geändert. Das Warten von Helikoptern, Luftschiffen, Raketen und Drohnen gehört nämlich ebenso zum Berufsbild wie das klassische Flugzeug. Wer sich für eine Ausbildung zum Fluggerätemechaniker interessiert, der sollte dementsprechend ein großes, technisches Verständnis und am besten auch Fremdsprachenkenntnisse mitbringen.

Ausbildungsgehalt Fluggerätmechaniker/-in (alle Fachrichtungen)

Ausbildungsdauer: 42 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 954 € 979 € 1050 € 1107 €
Neue Bundesländer (Ost) 938 € 990 € 1049 € 1099 €
(Quellenangabe: BIBB)

Die richtige Ausbildung zum Fluggerätemechaniker für jeden Typ

Insgesamt kommen drei Fachrichtungen für die Ausbildung zum Fluggerätemechaniker in Frage: Wer Azubi der Fachrichtung Instandhaltungstechnik wird, beschäftigt sich vor allem für die Reparatur und Überholung von Fluggeräten. In der Herstellung ist man in diesem Fachbereich vor allem mit der Endmontage von Fluggeräten, aber auch mit dem Einflug der Geräte beschäftigt. Im Detail gehören die Montage, das Einstellen von Systemen, Flugfreigaben sowie Fehlersuche- und Behebung zur Arbeit. Wer an einem Flughafen arbeitet, der muss nach der Ausbildung zum Fluggerätemechaniker dementsprechend auch Arbeitszeiten mitten in der Nacht in Kauf nehmen. Das überdurchschnittliche Gehalt rechtfertigt dies aber.

Fast ausschließlich mit dem Herstellungsprozess sind diejenigen beschäftigt, die sich einen Ausbildungsplatz in der Fertigungstechnik gesucht haben. Hier werden vor allem Einzelteile hergestellt, aber auch einzelne Elemente des Fluggeräts montiert. So gehören die Montage der Struktur, aber auch das Ausrüsten mit Hydraulikanlagen und elektronischen Systemen, die Montage der Kabineneinrichtung und die Endmontage zu den typischen Aufgaben, die man bereits in der Ausbildung zum Fluggerätemechaniker kennen lernt. Da die herstellenden Unternehmen oft im Schichtbetrieb arbeiten lassen, ist Nachtarbeit auch hier keine Seltenheit. Die dritte Fachrichtung in der Ausbildung zum Fluggerätemechaniker ist die Triebwerkstechnik. Neben der Entwicklung und Montage von Triebwerken gehört auch die Instandhaltung dieser Fluggerätebestandteile zur Arbeit.

Die Ausbildungsdauer ist mit 3,5 Jahren etwas länger als in einem klassischen Ausbildungsberuf. Zu den Einstellungsvoraussetzungen gehören die mittlere Reife, gute Noten in Englisch, Mathematik und Physik sowie keine Höhenangst. Alle drei Fachrichtungen werden mit einer Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgeschlossen. Wer durchfällt, kann sich nach 63 Monaten Ausbildungszeit oder durch ein eigenständiges Studium zur Facharbeiterprüfung anmelden. Nach der Ausbildung zum Fluggerätemechaniker gibt es eine ganze Reihe von Weiterbildungsmöglichkeiten wie den Meister und Industriemeister, den staatlich geprüften Techniker oder auch die Modulausbildung, die zum Fliegen dieser Geräte berechtigt.