Mechatroniker/-in Ausbildung

Immer neuen Erfindungen ist es zu verdanken, dass Maschinen und Anlagen zwar immer leistungsfähiger, aber auch immer komplexer werden. Damit sie richtig aufgebaut, betrieben und gewartet werden, gibt es die Ausbildung zum Mechatroniker. Wie der Name schon sagt handelt es sich dabei um eine Berufsausbildung, die mechanische Elemente ebenso wie elektronische behandelt. In diesem Beruf ist man insbesondere für den Bau von Maschinen und Anlagen qualifiziert. Zur täglichen Arbeit gehört es zum Beispiel, einzelne Elemente einer Anlage zu montieren, Einzelteile dafür von Hand oder mit Hilfe von Maschinen herzustellen, die mechatronischen Systeme zu programmieren, zu installieren und zu testen und die Anlagen anschließend in Betrieb zu nehmen.

Da die Industrie sich je nach Branche erheblich unterscheiden kann, findet die Ausbildung zum Mechatroniker häufig gemeinsam mit einer Spezialisierung statt. Die möglichen Fachrichtungen sind Maschinen- und Anlagenbau, Automobilbau, Stahlindustrie, Elektronidustrie und Handwerk. Die Ausbildung sorgt vor allem dafür, dass der Azubi lernt, selbständig mit elektrischen Anlagen umzugehen. Interesse an Technischem, aber auch an der Informatik, sollten daher vorhanden sein, wenn man sich auf einen Ausbildungsplatz zum Mechatroniker bewerben möchte.

Ausbildungsgehalt Mechatroniker/-in

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 42 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 947 € 1001 € 1077 € 1139 €
Neue Bundesländer (Ost) 936 € 988 € 1045 € 1095 €
(Quellenangabe: BIBB)

Die Ausbildung zum Mechatroniker: Anforderungen und Inhalte

Ein guter Hauptschulabschluss reicht den meisten Betrieben, die eine Ausbildung zum Mechatroniker anbieten, aus. Ausbildungsplätze gibt es in ganz Deutschland in vielen Betrieben in Industrie und Handwerk. Da mechanische wie elektronische Aspekte während der Berufsausbildung vermittelt werden, ist die Ausbildungsdauer mit 3,5 Jahren vergleichsweise lang. Wer gute Leistungen zeigt oder schon technische Vorbildung hat, kann die Ausbildung auf drei Jahre verkürzen. Welche Inhalte im Betrieb und in der Berufsschule gelehrt werden, kann sehr unterschiedlich sein. Zwar ist das Grundsätzliche überall gleich, doch kann der Schwerpunkt in der Ausbildung mal mehr auf der Mechanik oder mal mehr auf der Elektronik liegen. Abgeschlossen wird die Ausbildung je nach Betrieb mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer oder mit einer Gesellenprüfung.

Mit der abgeschlossenen Ausbildung zum Mechatroniker ist das Lernen noch nicht zu Ende. Wer möchte, kann sich anschließend noch zum Meister oder zum Techniker fortbilden lassen. Auch ein Studium der Informatik oder eine vergleichbare Berufsausbildung kommen je nach Neigung in Frage.