Koch/Köchin Ausbildung

Inhaltsverzeichnis

Der Beruf des Kochs ist bei jungen Menschen besonders beliebt. Es handelt sich dabei um eine abwechslungsreiche, höchst anspruchsvolle Arbeit. In kaum einem Beruf ist das Spektrum der Anforderungen so groß: Von der Zubereitung einfachster Speisen aus dem Bereich der Convenience bis hin zur Sterneküche ist hier für praktisch jeden Geschmack und Ehrgeiz die richtige Beschäftigung möglich. Wer eine Ausbildung zum Koch gemacht hat, ist dabei nicht nur für das Kochen an sich zuständig. Er plant auch die Speisen, kauft Lebensmittel ein, lagert sie fachgerecht und organisiert auch die Arbeit von Küchenhilfen und Subköchen. Als Koch arbeitet man nicht nur im Restaurant, sondern auch in Kantinen und Mensen, in Hotels, bei Cateringfirmen und bei Herstellern für Fertiggerichte und Fast Food.

Ausbildungsgehalt als Koch/Köchin

In der Industrie und dem Handel Ausbildungsdauer: 36 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 672 € 761 € 862 € 0 €
Neue Bundesländer (Ost) 564 € 644 € 728 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Alles zum Einstiegsgehalt, das Gehalt nach Alter, Geschlecht und Bundesland hier: Gehalt als Koch/Köchin.

Über die Ausbildung zum/r Koch/Köchin

Die Arbeitszeiten für einen Koch sind anfänglich gewöhnungsbedürftig, denn man arbeitet grundsätzlich dann, wenn andere Menschen Feierabend haben. Fasst man eine Ausbildung zum Koch ins Auge, sollte man deshalb Arbeiten an Wochenenden, abends und an Feiertagen von Anfang an einplanen. Auch für den Azubi gibt es im Ausbildungsgesetz eine spezielle Ausnahme, die die Arbeit bis in die späte Nacht gestattet. Dafür hat man bei entsprechender Reisebereitschaft aber nach der Ausbildung zum Koch auch sehr gute Möglichkeiten, durch Arbeitseinsätze im Ausland fremde Länder und Küchen kennen zu lernen.

Fachliche und persönliche Voraussetzungen

Ein Hauptschulabschluss ist für die Ausbildung zum Koch ausreichend, wer später einmal im Ausland arbeiten möchte, sollte aber unbedingt auch gute Fremdsprachenkenntnisse haben. Ein guter Geschmackssinn, saubere und kreative Arbeit, Flexibilität und körperliche Belastbarkeit sind die Grundvoraussetzungen, die man bei der Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz erfüllen sollte.

Ausbildungsinhalte und Ablauf

Bei einer Ausbildungsdauer von drei Jahren wird der Azubi mit allem vertraut gemacht, was mit dem Beruf des Kochs zu tun hat:

  • Zubereiten und Anrichten von Speisen (unter Berücksichtigung von Ernährungslehre, Rezeptur und Wirtschaftlichkeit),
  • Annahme von Warenlieferungen, Warenlagerung, Kontrolle von Lagerbeständen,
  • Auftreten als Gastgeber: Empfang, Information und Beratung der Gäste,
  • Zubereitung von Quark und Joghurt, Eier- und Käsegerichten,
  • Zubereitung von Süß- und Nachspeisen,
  • Herstellung von Panaden, Füllungen und Marinaden,
  • Zubereitung von Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Gemüse und Salat,
  • Herstellung und Verarbeitung von Massen und Teigen, Suppen und Fonds,
  • Herstellen von Gerichten mit Fisch, Krusten- und Schalentieren sowie Wild, Geflügel und Innereien,
  • Entgegennahme und Bearbeitung von Reklamationen.

Neben diesen praktischen Kenntnissen wird an der Berufsschule vor allem die Theorie vermittelt. Auf dem Lehrplan stehen dazu zum Beispiel rechtliche Grundlagen im Gastgewerbe, aber auch Warenwirtschaft, Arbeitsorganisation und ähnliches.

Möglichkeiten nach der Ausbildung zum/r Koch/Köchin

Das Gehalt in der Ausbildung ist eher durchschnittlich, wie viel man später verdient, hängt vor allem vom Arbeitsort ab. So verdient ein Sternekoch wesentlich mehr Geld als jemand, der in einer Kantine arbeitet. Dafür gibt es zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten über ein Studium oder Schulungen. So kann man nach der Ausbildung zum Koch zum Beispiel Küchenmeister oder Fachwirt im Gastgewerbe werden oder sich durch spezielle Seminare in einem bestimmten Bereich weiter entwickeln.