Lacklaborant/-in Ausbildung

Als Lacklaborant ist man dafür zuständig, die Farben zu entwickeln und zu verbessern, die dann später von Malern und Lackierern bei der Arbeit verwendet werden. Dabei handelt es sich nicht nur um die Suche nach neuen Farbmischungen, sondern vor allem um deren chemische Zusammensetzung. Hat man die Ausbildung zum Lacklaborant einmal beschlossen, ist man dafür zuständig, die Farben haut- und umweltfreundlicher zu gestalten, sie wasserabweisend, leicht oder besonders schlecht löslich zu machen, Farben für spezielle Oberflächen zu entwickeln und vieles mehr. Neben der reinen Entwicklung gehören auch das Testen, Prüfen und Anwenden der Farben zum Beruf. Die Arbeit findet dabei gleichermaßen in wissenschaftlichen Instituten, aber auch bei Herstellern und Anwendern von Farben statt.

Nach der Berufsausbildung konzentriert man sich als Lacklaborant meist auf einen bestimmten Bereich wie die Entwicklung. Hier werden neue Rezepturen entwickelt, durch die die Farbe bestimmte Eigenschaften erhält. In der Koloristik und Farbmetrik dreht sich alles um die Suche nach neuen Farben, während andere Lacklaboranten primär in der Qualitätssicherung eingesetzt werden. Im Bereich Anwendungstechnik wird vor allem überprüft, wie die Lacke und Farben sich mit bestimmten Arbeitsgeräten einsetzen lassen.

Ausbildungsgehalt Lacklaborant/-in

Ausbildungsdauer: 42 Monate
1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr 4. Lehrjahr
Alte Bundesländer (West) 902 € 967 € 1052 € 1128 €
Neue Bundesländer (Ost) 0 € 0 € 0 € 0 €
(Quellenangabe: BIBB)

Interessantes über die Ausbildung zum Lacklaborant

Die meisten, die sich auf eine Ausbildung zum Lacklaborant bewerben, haben mindestens die Mittlere Reife oder Abitur. Interesse an Chemie sollte beim Azubi auf jeden Fall vorhanden sein, außerdem sollte ein Allergietest gegen bestimmte Chemikalien negativ ausfallen. Bei einer Ausbildungsdauer von 3,5 Jahren lernt der Azubi im Betrieb und in der Berufsschule dann alles zu seine, späteren Beruf. Die Bestimmung von Werten und Stoffgehalten, die Herstellung von Stoffen, Lackprüfung und Farbmetrik gehören ebenso zu den Inhalten der Berufsausbildung wie Umweltschutz und Gesundheitsschutz. Wer während der Ausbildung sehr gute schulische Noten vorweisen kann, hat die Möglichkeit, die Ausbildungsdauer um ein halbes Jahr zu verkürzen.

Nachdem die Abschlussprüfung erfolgreich abgelegt wurde, gibt es verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten wie das zweijährige Studium zum Chemotechniker oder zum Lacktechniker. Diese beiden Bildungswege können auch berufsbegleitend ergriffen werden. Wer mindestens eine Fachhochschulreife hat, der kann sich nach der Ausbildung zum Lacklaborant auch für ein Studium zum Chemieingenieur einschreiben. Es wird in Deutschland an zwei Hochschulen angeboten. Eine Weiterbildung ist dabei nicht nur ein Weg zu mehr Verantwortung, sondern auch zu einem besseren Gehalt.