*Die Gehaltsspannen werden aus dem Stellenanzeigeninhalt errechnet und entsprechen der marktüblichen Vergütung basierend auf 2 Mio. Gehaltsdatensätzen.

Gehalt Chemielaborant / Chemielaborantin

Datenbasis: 1.481 Datensätze
Region 1. Quartil Mittelwert 3. Quartil Offene Jobs
Deutschland: 2.040 € 3.005 € 4.773 €
Baden-Württemberg 2.266 € 3.217 € 4.754 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Bayern 2.110 € 3.021 € 4.325 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Berlin 1.927 € 2.401 € 4.916 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Brandenburg 1.635 € 2.148 € 2.785 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Bremen 2.147 € 2.590 € 4.655 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Hamburg 2.079 € 2.954 € 4.207 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Hessen 2.360 € 3.550 € 5.427 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Mecklenburg-Vorpommern 1.541 € 2.075 € 3.345 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Niedersachsen 2.263 € 2.856 € 4.235 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Nordrhein-Westfalen 2.177 € 3.010 € 5.276 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Rheinland-Pfalz 2.464 € 3.582 € 5.478 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Saarland 1.973 € 2.364 € 3.853 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Sachsen 1.811 € 2.237 € 3.251 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Sachsen-Anhalt 1.707 € 2.439 € 3.424 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Schleswig-Holstein 1.925 € 2.547 € 4.142 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin
Thüringen 1.613 € 2.180 € 3.558 € Jobs Chemielaborant / Chemielaborantin

Chemielaborant / Chemielaborantin:

1. Gehalt

Chemielaboranten verbringen Ihre Tage im Labor. Sich dort ein Wunschgehalt zusammenzumischen dürfte schwierig werden. Schließlich hängt die Höhe des Einkommens nicht von chemischen Zutaten ab. Von welchen Faktoren das Gehalt vor allem abhängt und was Chemielaboranten verdienen, erfahren Sie hier.

In Deutschland liegt das durchschnittliche Gehalt eines Chemielaboranten bei 3.005 € brutto im Monat. Betrachtet man den Verdienst über ein ganzes Jahr, entspricht das einem Jahresgehalt von 36.060 €. Selbstverständlich gibt es auch Chemielaboranten, die mehr oder weniger verdienen. So bekommen 25% lediglich 2.040 € monatlich oder weniger, weitere 25% hingegen erhalten 4.773 € oder mehr. Woher diese Daten stammen? Mit rund 3 Millionen Gehaltsdaten haben wir die größte Gehaltsdatenbank Deutschlands. 1.481 Datensätze von Chemielaboranten aus den letzten Jahren haben wir für die hier genannten Zahlen ausgewertet.

Welche Faktoren neben einer möglichen Bindung an einen Tarifvertrag, den Verdienst beeinflussen, darum geht es im folgenden.

Forschungsfrage: Einstiegsgehalt und dann?

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung starten Chemielaboranten im Schnitt mit einem Einstiegsgehalt von 2.483 € monatlich ins Berufsleben. In aller Regel steigt mit zunehmender Erfahrung auch der Lohn. Durchschnittlich sieht das so aus:

  • 25 Jahre = 2.685 Euro brutto
  • 30 Jahre = 2.893 Euro brutto
  • 35 Jahre = 3.072 Euro brutto
  • 40 Jahre = 3.316 Euro brutto
  • 45 Jahre = 3.668 Euro brutto
  • 50 Jahre = 3.573 Euro brutto

Wer karriere- und gehaltstechnisch aufsteigen möchte, sollte über Fort- und Weiterbildungen nachdenken. Als Techniker, Fach- und Betriebswirt oder Industriemeister der Fachrichtung Chemie stehen die Chancen auf verantwortungsvollere Positionen, mit denen auch ein höheres Gehalt einhergeht, deutlich besser. Bei vorhandener Hochschulzugangsberechtigung ist auch ein Studium ein erfolgversprechender Weg.

Interessant ist auch ein Blick auf die unterschiedliche Bezahlung der Geschlechter. Wie bei den meisten Berufen verdienen auch hier Männer besser als Frauen. So verdient ein Chemielaborant im Schnitt 3.216 € pro Monat, eine Chemielaborantin hingegen nur 2.883 €.

Kleinlabor oder Konzern – wo gibt’s mehr Gehalt?

Für fast alle Berufe und Branchen gilt: Je mehr Mitarbeiter eine Firma hat, desto höher sind die Gehälter. Ob dies auch für Chemielaboranten gilt, zeigt die folgende Tabelle:

  • bis 500 Mitarbeiter = 2.649 Euro brutto
  • 501 bis 1000 Mitarbeiter = 3.077 Euro brutto
  • über 1000 Mitarbeiter = 3.613 Euro brutto

Es lohnt sich also offenbar auch als Chemielaborant in einem großen Unternehmen zu arbeiten – zumindest finanziell.

Labor-Standort – Vor- oder Nachteil?

Auch von der Region kann die Höhe des Einkommens abhängen. Chemielaboranten, die in Rheinland-Pfalz (3.582 €), Hessen und Baden-Württemberg arbeiten verdienen in den meisten Fällen deutlich besser als solche in Sachsen, Thüringen oder Brandenburg (2.148 €). Dies hängt unter anderem mit den regional unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten zusammen. Aber auch andere Gründe, wie zum Beispiel besonders große und erfolgreiche Unternehmen in einer Region, sind möglich. So dürfte wohl vor allem der weltgrößte Chemiekonzern BASF aus Ludwigshafen am Rhein für die Spitzenposition des Bundelands Rheinland-Pfalz verantwortlich sein.

Sie möchten es noch genauer wissen?
Bei allen genannten Angaben zum Gehalt als [BERUFSBEZEICHNUNG] bzw. [BERUFSBEZEICHNUNG W] handelt es sich um Durchschnittswerte. Für genauere Informationen empfehlen wir unseren kostenlosen Gehaltscheck oder eine individuelle Gehaltsanalyse (zum Gehaltsvergleich).

2. Ausbildung / Weiterbildung

Die Ausbildung zum Chemielaboranten oder zur Chemielaborantin gehört zu den anerkannten Ausbildungsberufen. Laut dem Berufsbildungs-Gesetz (BBiG) dauert die Lehre dreieinhalb Jahre. Interessenten bewerben sich dafür beispielsweise in der Industrie. Innerhalb dieses Berufszweigs existieren mehrere Spezialisierungen. Daher zeigt sich die Struktur der Ausbildung flexibel. Weiterhin haben die Lernenden die Möglichkeit, den schulischen Unterricht zu besuchen.

Interessenten benötigen für diese Lehre keine bestimmten Voraussetzungen. Jedoch bevorzugen viele Unternehmen Auszubildende, die wenigstens über einen mittleren Schulabschluss verfügen. Einige Firmen erwarten von den Bewerbern spezielle Grundkenntnisse. Diese weisen die Interessenten in folgenden Fächern auf:

Des Weiteren profitieren die Auszubildenden von ersten Vorkenntnissen in der Daten-Verarbeitung. Die richtige Anwendung der EDV-Programme erhält im späteren Arbeitsalltag eine hohe Priorität. Daher bieten vorwiegend Berufsschulen spezielle Kurse in diesem Bereich an. Zu den Wahlmodulen im schulischen Unterricht gehören die Technik und das Werken.

Die wichtigsten Inhalte der Ausbildung zum/zur Chemielaborant /-in sind:

  • Pflege und Wartung der Labor- und Messgeräte,
  • Entnahme von Proben,
  • Trennung von Stoffen und Herstellung chemischer Lösungen,
  • Herstellung von Präparaten,
  • Analyse mittels Spektrometern,
  • Herstellung anorganischer und organischer Verbindungen,
  • Umgang mit gefährlichen Chemikalien,
  • Durchführung mikrobiologischer und biochemischer Arbeiten,
  • Vorschriftsmäßiger Umgang mit gefährlichen Chemikalien,
  • Durchführung mikrobiologischer und biochemischer Arbeiten.

Die praktischen Lerninhalte gliedern sich in das Destillieren, Sedimentieren und Zentrifugieren. Um dies zu lernen, erhalten die Teilnehmer einen Überblick über die notwendigen Werkzeuge. Diese kontrollieren und warten sie regelmäßig. Im technischen Bereich bauen die Auszubildenden Grundschaltungen. Diese überprüfen sie stetig. In einer Dokumentation halten sie die Abläufe dieser Prozesse fest. Die fakultativen Fächer zeigen sich in Form von der Berufsbildung, der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz. Gleichzeitig umfasst diese Rubrik das Qualitäts-Management und die Kosten-Orientierung.

Für den beruflichen Aufstieg bieten sich diese Weiterbildungen an: Industriemeister mit Fachrichtung Chemie, Staatlich geprüfter Techniker, Technischer Fachwirt, Synthesetechniker.

Weitere Details zum Gehalt in der Ausbildung als Chemielaborant/-in.

3. Studium

Als weiterführender Studiengang zeigt sich das Studium der Chemie. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester. Nach einer erfolgreichen Bachelor-Arbeit erhalten die Studierenden den Abschluss "Bachelor of Science". Dieser berechtigt zu einem nachfolgenden Master- oder Diplom-Studium. Um das Studium zu beginnen, qualifizieren sich die Interessenten mit mehreren Praktika. Die entsprechenden Betriebe wählen sie abhängig von ihren persönlichen Interessen. Speziell eignen sich Unternehmen, die mit Chemikalien arbeiten. Diese Tätigkeit steht während des Studiums an erster Stelle.

Nach dem zweiten Studienjahr erfolgt ein Pflichtpraktikum. Es besteht keine exakte Vorschrift für dessen Dauer. Somit besteht die Möglichkeit, dass sich dadurch die eigentliche Studienzeit verlängert. Zu den praktischen Arbeiten gehört das Ausfüllen von Protokollen und Übungsaufgaben. Eine bestimmte Zulassungs-Beschränkung besteht für diesen Studiengang nicht. Daher benötigen die Studenten in der Regel keinen Numerus clausus. Allerdings existieren lokale Beschränkungen in den Bereichen Biochemie und Wirtschafts-Chemie.

Die Studien-Inhalte gliedern sich in ein Grund- und ein Hauptstudium. In den verschiedenen Universitäten und Hochschulen gibt es unterschiedliche Wahl- und Pflichtfächer. Jedoch stehen überall die Fächer Mathematik, Statistik, Algebra und Analysis auf dem Stundenplan.

Bei der allgemeinen Chemie bestehen die Schwerpunkte in:

  • Thermodynamik
  • anorganische Chemie
  • organische Chemie
  • Elektrochemie
  • Quantenmechanik

Außerdem können gelernte Chemielaboranten mit diesen Studiengängen auf ihre Ausbildung aufbauen:

  • Chemieingenieurwesen
    Nach diesem Studium sind Beschäftigungen unter anderem in der Arzneimittelherstellung, im Einkauf, als Gutachter, in der Laboranalyse, in der Logistik, im Management, in der Produktionsplanung und –steuerung oder in der Umweltberatung möglich. Eine andere Option ist die freiberufliche Tätigkeit als Projektingenieur.
  • Biochemie
    Mit dem erfolgreich abgeschlossenen, grundständigen Studium Biochemie kann man in der freien Wirtschaft in den Bereichen Arzneimittel- und Chemikalienherstellung, Produktentwicklung, Laboranalyse, als Gutachter, in der pharmazeutischen Beratung oder im Bereich Qualitätsmanagement tätig werden. Eine weitere Möglichkeit ist die freiberufliche Tätigkeit als Medical Advisor.
  • Chemische Biologie
    Auch mit diesem Studiengang kann man sich als freiberuflicher Medical Advisor selbstständig machen oder man findet eine Beschäftigung in der freien Wirtschaft in den Arbeitsbereichen Gutachten, Laboranalyse, Qualitätsmanagement, Produkt- und Verfahrensentwicklung oder in der pharmazeutischen Beratung.
4. Tätigkeit

Beschäftigung finden gelernte Chemielaboranten in der Pharmaindustrie, Kosmetikindustrie, Nahrungsmittelindustrie, chemischen Industrie sowie in der Lack- und Farbenindustrie. Ebenso arbeiten Chemielaboranten in Umweltämtern, bei Unternehmen die chemische Beratungen und Untersuchungen anbieten oder in Hochschulinstituten.
Ihre Aufgaben bestehen darin, Versuche zu planen, durchzuführen und das Ergebnis auszuwerten und zu protokollieren. Als Chemielaborant/in trägt man meinst Schutzkleidung und arbeitet auch mit giftigen Stoffen. Dieser Beruf zählt zu den Forschungsberufen. Es ist zwingend erforderlich über gute mathematische Fähigkeiten zu verfügen, da der Inhalt von neu erstellten Stoffen peinlich genau berechnet und protokolliert werden muss.