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Warum nicht selbstständig werden? 7 Tipps für einen Neustart

Immer mehr Menschen träumen nicht nur von der Selbstständigkeit, sondern wagen auch diesen Schritt. Laut einem Bericht der Bundesregierung waren 783 000 Menschen in Deutschland im Jahre 2003 selbstständig und bis 2013 hatte sich die Zahl der Selbstständigen auf 1,23 Millionen erhöht. Die Gründe für die Überlegung, sich selbstständig zu machen, sind sehr unterschiedlich. Die einen fühlen sich über- oder unterfordert, andere möchten ihre eigenen Ideen umsetzen oder flexibler sein. Während Männer risikofreudiger sind und direkt in die hauptberufliche Selbstständigkeit einsteigen, entscheiden sich Frauen häufig für die nebenberufliche Selbstständigkeit. Damit der Neustart möglichst gut gelingt, geben wir 7 Tipps, mit denen der Weg klarer wird.

1. Zeit für die Vorbereitung nehmen

Für die Planung sollte sich Zeit genommen werden und diese Phase dauert durchschnittlich sieben Monate. Dazu gehört unter anderem eine Standortanalyse. Möchte man sich beispielsweise mit einem Friseurgeschäft selbstständig machen, aber im Ort bestehen bereits mehrere Friseurläden, muss das Besondere des eigenen Geschäftes herausgearbeitet werden. Womit kann ich herausstechen? Was ist bei mir anders und welche Zielgruppe möchte ich anziehen? Zu dieser Vorbereitungszeit gehören ebenfalls Behördengänge und ein Businessplan.

2. Nebenberuflich oder hauptberuflich selbstständig machen?

Der Weg in die Selbstständigkeit bringt auch Risiken mit sich. Deshalb machen sich viele Menschen zunächst nebenberuflich selbstständig. Dafür müssen jedoch ebenfalls Regeln beachtet werden. Zum Beispiel darf man nicht mehr als fünfzehn Stunden wöchentlich als nebenberuflich Selbstständiger arbeiten, wenn man arbeitlos gemeldet ist. Als Angestellter darf die Pflicht als Arbeitnehmer nicht vernachlässigt werden und die Selbstständigkeit darf keine Konkurrenz für den Arbeitgeber darstellen. Eine nebenberufliche Selbstständigkeit muss genauso angemeldet werden, wie eine hauptberufliche Firmengründung. Zudem sollte unbedingt der Businessplan erstellt werden.

3. Businessplan erstellen

Mit dem Businessplan wird die Geschäftsidee ausführlich formuliert und niedergeschrieben. Für diesen Plan sollte sich genügend Zeit genommen werden, denn mit der Ausarbeitung der Geschäftsidee werden unter anderem die Risiken und Chancen deutlich. Damit wird klar, ob die Idee realisierbar ist. Man überprüft somit seine Geschäftsvision von allen Ecken und Seiten. Hilfe für die Erstellung eines Businessplans kann beispielsweise ein Gründercoach bieten. Der ausformulierte Businessplan wird ebenfalls notwendig, wenn für die Finanzierung Gespräche mit der Bank erfolgen müssen oder Investoren von der Idee überzeugt werden sollen.

4. Finanzierung der eigenen Firma sichern

Je nach Art des Geschäfts sind Finanzierungen nötig, denn meistens reichen die Ersparnisse für die Existenzgründung nicht aus. Der zuvor erstellte Businessplan macht deutlich, welcher Kapitalbedarf besteht. Bei der Finanzierung geht es aber nicht nur um Bankkredite, sondern ebenso um Zuschüsse und Fördermittel. Bei der Arbeitsagentur können sich Antragsformulare geholt werden, beispielsweise für einen Gründungszuschuss oder für die regionale Förderung. Außerdem ist die Teilnahme an einem Existensgründerseminar empfehlenswert.

5. Gewerbe anmelden

Manchmal werden Genehmigungen oder Zulassungen gebraucht, damit ein Gewerbe angemeldet werden kann. Bevor also ein Gewerbe angemeldet wird, sollte sich genaustens erkundigt werden, welche Zulassungen, Qualifikationen oder Genehmigungen notwendig sind. Um beim Beispiel des Friseurgeschäfts zu bleiben: Hier besteht eine Meisterpflicht. Das heißt, nur ein Friseurmeister kann sich in diesem Beruf selbstständig machen.

6. Versicherungen und Geschäftskonto

Bei der Bank kann man sich beraten lassen, ob ein Geschäftskonto eröffnet werden sollte oder ob ein privates Konto ausreicht. Zudem muss überlegt werden, ob ein Überziehungskredit notwendig wird oder nicht. Außerdem sind verschiedene Versicherungen abzuschließen und auch bei diesem Thema sollte sich beraten werden lassen.

7. Werbemaßnahmen für den Außenauftritt

Ohne Werbemaßnahmen wird kaum jemand vom neuen Geschäft erfahren. Zu einem guten Außenauftritt gehören unter anderem:

  • Firmenlogo entwerfen
  • Visitenkarten
  • PKW beschriften
  • Webseite gestalten
  • Werbung in den social Networks des Internets
  • Flyer zum Verteilen

Zum Schluss ein weiterer Tipp: Jeder neue Weg ist zunächst etwas steinig. In der Regel muss mit drei bis vier Jahren gerechnet werden, bis die Selbstständigkeit auf sicheren Füßen steht. Viele, die sich selbstständig gemacht haben, geben zu früh auf. Versprach eine Festanstellung zwar wenig Freiheiten und Möglichkeiten zur eigenen Entscheidung, war das Monatseinkommen aber gesichert. Als Freiberufler muss man mit schwankendem Einkommen zurechtkommen, zumindest am Anfang. Durchhaltevermögen und der feste Glaube an sein eigenes Ziel sind die wesentlichen Merkmale der Menschen, die erfolgreich mit ihrer Selbstständigkeit wurden. Um diese Merkmale zu festigen lohnt es sich, immer mal wieder zwischendurch schriftlich zu notieren, wo die Vorteile der Selbstständigkeit liegen. Dann wird einem erneut deutlich, warum man einst die Entscheidung getroffen hat, selbstständig werden zu wollen.

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